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DER ENGEL DER DANKBARKEIT |
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geschrieben am: 22.05.2003 um 15:38 Uhr
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DER ENGEL DER DANKBARKEIT
Dankbarkeit ist heute selten geworden. Die Menschen haben unermeßliche
Ansprüche. Sie haben den Eindruck, sie würden zu kurz kommen. Daher
brauchen sie immer mehr. Sie sind unersättlich geworden und können daher
nichts mehr genießen. Pascal Bruckner, der französische Philosoph,
beschreibt den heutigen Menschen als Riesenbaby mit unermeßlichen
Ansprüchen an die Gesellschaft. Er kann nie genug bekommen. Und immer
sind die andern schuld, wenn es ihm nicht gut geht. Denn sie geben ihm
nicht, was er doch unbedingt zum Leben braucht.
Der Engel der Dankbarkeit möchte einen neuen Geschmack in Dein Leben
bringen. Er möchte Dich lehren, alles mit neuen Augen anzuschauen, mit
den Augen der Dankbarkeit. Dann kannst Du mit einem dankbaren Blick auf
den neuen Morgen schauen, daß Du gesund aufstehen kannst und daß Du die
Sonne aufgehen siehst. Du bist dankbar für den Atem, der Dich
durchströmt. Du bist dankbar für die guten Gaben der Natur, die Du beim
Frühstück genießen kannst. Du lebst bewußter. Dankbarkeit macht Dein
Herz weit und froh. Du bist nicht fixiert auf Dinge, die Dich ärgern
könnten. Du fängst den Morgen nicht gleich mit dem Ärger über das miese
Wetter an. Du bist nicht gleich frustriert, weil die Milch überkocht. Es
gibt ja Menschen, die sich das Leben selber schwermachen, weil sie nur
das Negative sehen. Und je mehr sie das Negative sehen, desto mehr
werden sie durch ihr Erleben bestätigt. Sie ziehen kleine Unglücksfälle
durch ihre pessimistische Sichtweise geradezu an.
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| "Autor" |
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geschrieben am: 22.05.2003 um 15:40 Uhr
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Danken kommt von denken. Der Engel der Dankbarkeit möchte Dich lehren,
richtig und bewußt zu denken. Wenn Du zu denken anfängst, kannst Du
dankbar erkennen, was Dir in Deinem Leben alles gegeben wurde. Du wirst
dankbar sein für Deine Eltern, die Dir das Leben gegeben haben. Du wirst
nicht nur dankbar sein für die positiven Wurzeln, die Du in Deinen
Eltern hast, sondern auch für die Wunden und Verletzungen, die Du von
ihnen bekommen hast. Denn auch sie haben Dich zu dem geformt, der Du
jetzt bist. Ohne die Wunden wärst Du vielleicht satt und unempfindlich
geworden. Du würdest den Menschen neben Dir in seiner Not übersehen. Der
Engel der Dankbarkeit möchte Dir die Augen dafür öffnen, daß Dich Dein
ganzes Leben hindurch ein Engel Gottes begleitet hat, daß Dich ein
Schutzengel vor manchem Unglück bewahrt hat, daß Dein Schutzengel auch
die Verletzungen in einen kostbaren Schatz verwandelt hat.
Der Engel der Dankbarkeit schenkt Dir neue Augen, um die Schönheit in
der Schöpfung bewußt wahrzunehmen und dankbar zu genießen, die Schönheit
der Wiesen und Wälder, die Schönheit der Berge und Täler, die Schönheit
des Meeres, der Flüsse und Seen. Du wirst die Grazie der Gazelle
bewundern und die Anmut eines Rehes. Du wirst nicht mehr unbewußt durch
die Schöpfung gehen, sondern denkend und dankend. Du wirst wahrnehmen,
daß Dich in der Schöpfung der liebende Gott berührt und Dir zeigen
möchte, wie verschwenderisch er für Dich sorgt.
Wer dankbar auf sein Leben blickt, der wird einverstanden sein mit dem,
was ihm widerfahren ist. Er hört auf, gegen sich und sein Schicksal zu
rebellieren. Er wird erkennen, daß täglich neu ein Engel in sein Leben
tritt, um ihn vor Unheil zu schützen und ihm seine liebende und heilende
Nähe zu vermitteln. Versuche es, mit dem Engel der Dankbarkeit durch die
kommende Woche zu gehen. Du wirst sehen, wie Du alles in einem andern
Licht erkennst, wie Dein Leben einen neuen Geschmack bekommt.
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| "Autor" |
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geschrieben am: 22.05.2003 um 15:41 Uhr
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Du kannst Deinen Engel der Dankbarkeit auch bitten, daß er Dich lehrt,
für die Menschen zu danken, mit denen Du zusammen lebst. Wir beten oft
nur für die Menschen, die uns wichtig sind, wenn wir sie ändern möchten
oder wenn wir wünschen, daß Gott ihnen hilft, daß Gott sie hellt und
tröstet. Manchmal ist unser Gebet für die andern eher ein Gebet gegen
sie. Wir möchten, daß sie so werden, wie wir sie gerne haben möchten.
Wenn wir für einen andern Menschen danken, dann nehmen wir ihn
bedingungslos an. Er muß sich nicht ändern. Er ist so, wie er ist,
wertvoll. Oft merken es die Menschen, wenn wir für sie danken. Denn von
unserem Danken geht eine positive Bejahung aus, in der sie sich
vorurteilslos angenommen fühlen. Ein amerikanischer Geistlicher
berichtet von einem Ehepaar, das jahrelang für den alkoholkranken Vater
der Frau gebetet hat, damit er endlich von seinem Alkohol loskäme. Und
sie haben zahlreiche Gebetsgruppen um ihre Fürbitte gebeten. Aber alles
war umsonst. Erst als sie den Mut aufbrachten, für den Vater zu danken,
daß er da ist, daß er so ist, wie er ist, ermöglichten sie ihm, daß er
sich ändern konnte. Weil er nicht mehr den unbewußten Anspruch an sich
spürte, sich ändern zu müssen, konnte er sich ändern. Weil er sich
bedingungslos bejaht fühlte, brauchte er den Alkohol nicht mehr. So
bitte Deinen Engel der Dankbarkeit um das Wunder, daß Menschen sich
durch Deinen Dank bedingungslos geliebt fühlen und so in dieser Liebe
heil werden.
Anselm
Grün
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geschrieben am: 22.05.2003 um 19:23 Uhr
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Lächelt und leise wieder geht
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Das Sterben der Seele
beginnt nicht mit dem Verlust des
Lebens, sondern mit dem Fehlen von Liebe!
Hundert Tränen gehen den Weg der Traurigkeit bevor das Wasser der Gefühle wieder klar wird
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| "Autor" |
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geschrieben am: 27.05.2003 um 12:33 Uhr
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lächelt Es ist eine schöne, und wahre Geschichte, ich möchte nur eins dazu sagen.
ich glaube nicht an Gott, ich richte meine Dankbarkeit nicht an ihn, sondern an das Leben, und an mich selbst. Manche Menschen sehen Unheil, gehen heim, und beten, dass es besser wird. Vielleicht meinen sie es wirklich gut, aber das Beten alleine hilft nicht (imho). Gebete können einem aber die Kraft geben, etwas zu tun, und erst dann wird sich das Unheil lindern.
Das ist übrigens kein Vorwurf gegen die Religionen, viele Gläubige TUN auch etwas. Nur manche verstecken sich dahinter, und sagen sich, wenn ich glaube und bete, muss ich nichts tun. Unbewusst... |
| ~Seek the Truth in Dreams, if you can't find it there, it doesn't matter.~ |
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