| "Autor" |
"Hilflos" o. "Dem Tod ins Antlitz blicken"... |
|
|
|
geschrieben am: 08.03.2001 um 22:11 Uhr
|
|
Ich fühle mich so verlassen, hilflos und hoffnungslos...
Ich sitze hier und friere,
mir laufen die Tränen die Wangen hinunter und ich finde einfach keine Lösung...
Ich weiß einfach nicht mehr weiter und bitte euch hier um Hilfe:
Das Problem ist mein Vater. Oder besser gesagt Problem ist er selbst Keines, aber die Krankheit die ihn zermürbt...
Mein Vater hat Krebs...
Die Prognosen waren schon einmal so schlecht, daß ihm die Ärzte kaum mehr als ein halbes Jahr gaben...
Diese Frist hat er aber mit seinem festen Glauben und unsagbar vielen anerkannten aber auch als "Geschwätz" abgetanen Methoden und Medikamenten weit überlebt. Diese Prognose wurde vor über 3 Jahren gestellt und es geht ihm heute bedeutend besser.
Das Problem ist nur, er, das Arbeitstier, kann einfach nicht mehr das tun was er früher alles tun konnte...
Diese Tatsache frustriert ihn ungemein. Dazu kommt aber auch noch, daß in unserer Familie nicht gerade "eitel Sonnenschein" herrscht und ich mehr oder weniger das schwarze Schaf bin, weil ich versuche mein eigenes Leben so zu leben, wie es mir gefällt.
Ich liebe meinen Vater und ich fühle seinen Schmerz in mir, habe aber leider nicht die Fähigkeit ihm zu helfen oder ihm deutlich zu machen wieviel er mir bedeutet.
Aber mit all dem könnte ich ja noch fertig werden, aber was soll ich mit dem Wissen tun, daß er ernsthaft an Suizid denkt???
Ich habe durch Zufall so eine Art Tagebuch von ihm gefunden in dem er schon seit langem ernsthaft darüber nachdenkt und sogar bereits Vorkehrungen für seine Beerdigung getroffen hat.
Ich weiß einfach nicht wie ich damit umgehen soll!!!???
Tue ich nichts und er setzt es in die Tat um, werden mich die Schuldgefühle auffressen... Vielleicht ist es für ihn aber wirklich das Beste und ich sollte ihm wünschen es zu schaffen???
Ich fühle mich einfach nur leer, ausgelaugt und hilflos...
Was soll ich tun??? Ich kann doch nicht einfach zusehen wie mein Vater sich umbringt??!! |
|
|
|
|
|
|
Top
|
| "Autor" |
|
|
|
|
geschrieben am: 09.03.2001 um 00:14 Uhr
|
|
Gleich vorweg: ich weiss nicht, ob ich alles so ganz verstanden habe und ich weiss auch nicht, ob meine Worte richtig gewählt sind...
Nun, ich glaube Du solltest mit Deinem Vater reden, zumindest es versuchen.
Ausserdem...Du bist bestimmt kein "schwarzes Schaf", nur weil Du versuchst Dein Leben nach Deinen eigenen Vorstellungen zu gestalten.
Ich denke es ist wichtig sein Leben selbst in die Hand zu nehmen. Auch ich habe das getan und meine Eltern waren anfangs nicht begeistert. Es hat recht lange gedauert aber mittlerweile akzeptieren sie es.
Vielleicht dauert dieser Prozess aber auch das ganze Leben, da man in den Augen der Eltern immer "ein Kind" sein wird.
Ich wünsche Dir viel Kraft, Mut und hoffe, dass Du zu einer Lösung kommst.
(Tut mir leid, wenn das jetzt so "dumm" rüberkommt...aber leider stehe ich mit den richtigen Worten oft auf Kriegsfuss.)
|
|
|
|
|
|
|
Top
|