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Die Tränen der Dunkelheit

Nutzer: Isacaaron
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geschrieben am: 08.02.2002    um 11:48 Uhr   
Die Tränen der Dunkelheit

Das Licht und die Dunkelheit,
sie liebten sich am Anfang aller Tage.
Weder das Licht noch die Dunkelheit
wollten ohne den anderen sein.

Doch da kam der Tag,
an dem das Licht sprach,
ich liebe dich,
doch ich möchte frei sein.
Laß uns verschiedene Wege gehen.

Doch die Dunkelheit wollte das Licht
nicht gehen lassen.
Ich brauche dich, sprach sie,
was bin ich denn nur ohne dich.

Doch das Licht verließ die Dunkelheit
und ließ sie voller Gram zurück.
Seit diesem Tag versucht die Dunkelheit verzweifelt,
wieder eins zu werden mit dem Licht.

Daher kommt es,
daß alles Helle das Dunkle anzieht
und alles was lebt,
den Tod.

Haß regiert die Welt,
wenn du mich verläßt
dann sollen alle meine Tränen
die Tropfen deines Blutes sein.

Seth Ghwyndion
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Nutzer: Isacaaron
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geschrieben am: 08.02.2002    um 12:02 Uhr   
Totenreue

Senkt man dich, schöne Düstre, einst hinab,
Und schläfst du unterm schwarzen Marmorstein,
Und nennst auf dieser Erde nichts mehr dein
Als jene finstre Höhle, die dein Grab,

Und drückt der schwere Stein, den man dir gab,
Den Busen dir, die Hüften schlank und fein,
Dämmt er des Herzens Schlag und Willen ein,
Grenzt er den Abenteuerweg dir ab,

Dann spricht das Grab, dem ich mein Leid vertraut,
Zu dir in langer, schlummerloser Nacht:
Das Grab versteht des Dichters Schmerzenslaut

'Was nützt's, du Törin, daß du nie bedacht,
Was weinend Tote noch am Grab beklagen?'
Wie Reue wird der Wurm am Fleisch dir nagen.

Charles Baudelaire
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Nutzer: Isacaaron
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geschrieben am: 08.02.2002    um 12:17 Uhr   

Freiheit

Durch jahrelange Heuchelei geformt
zu einem willenlosen Wesen,
in der Erkenntnis der Falschheit gewachsen
zu einem bedeutungslosen Teil der Massen.

Spüre ich in mir den Schrei nach Individualismus,
jeder Versuchte Ausbruch wird bestraft durch Unverständnis.
Die Sehnsucht nach Freiheit wächst unermüdlich.

Ich schreie - ohne das es jemand hört,
bin nicht länger gewillt die Zwänge
der Anpassung zu ertragen.

Spüre das wärmende Licht der Dunkelheit,
begebe mich in die Geborgenheit der Nacht,
gehorche nicht länger den Befehlen des Lebens!

Dark Angel
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Nutzer: Isacaaron
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geschrieben am: 08.02.2002    um 15:16 Uhr   
KAIN

An jenem Morgen schwiegen die Vögel
als Kain seinen Bruder erschlug auf dem Feld
aus Neid und Begehren am Anfang der Zeiten
wurde er zum ersten Mörder der Welt

nach seiner Tat war Blut an dem Händen
nach seiner Tat war Blut auf dem Kleid
nach seiner Tat war Blut auf der Erde
aus der die Stimme des Bruders noch schreit

allein mit dem Toten
allein mit dem Zeichen der Tat
allein mit dem Toten
Haß und Verzweiflung, Gier und Verrat

nach seiner Tat war er gezeichnet
der Acker auf dem der Tote noch lag
trug keine Frucht, doch Kain war verurteilt
verurteilt zum Leben bis zum jüngsten Tag

allein mit dem Toten
allein mit dem Zeichen der Tat
allein mit dem Toten
Haß und Verzweiflung, Gier und Verrat

(Der Verfasser ist mir leider unbekannt)

Isacaaron
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Nutzer: Sanyarin
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geschrieben am: 08.02.2002    um 15:33 Uhr   
Das is von Subway to Sally ein Liedertext..

In diesem Sinne

Ocanes
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Nutzer: Isacaaron
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geschrieben am: 08.02.2002    um 19:57 Uhr   
danke für die info

isacaaron
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"Autor"  
Nutzer: Isacaaron
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geschrieben am: 08.02.2002    um 20:03 Uhr   
Cyrano de Bergerac

Dies Gefühl, das mich
Hinreißt in Eifersucht und Leidenschaft,
Ist wahrlich Liebe, hat die Qual und Kraft
Der Liebe - und verlangt doch nichts für sich.
Mein Heil, ich gäbŽ es für das deine gern,
Und ewig bliebe dir mein Tun verschwiegen;
Den Abglanz nur möchte ich erspähn von fern
Des Glücks, das meinem Opfer wärŽ entstiegen !
Ein jeder Blick von dir läßt eine Tat,
Läßt eine neue Tugend in mir reifen !
Verstehst du nun ? Beginnst du zu begreifen,
Dass durch die Nacht dir meine Seele naht ?
O süße, süße Nacht ! O holdes Werben !
Dies alles sag ich und sie lauscht mir, sie !
Das ist zu viel ! So hoch verstieg sich nie
Mein kühnstes Hoffen. KönntŽ ich jetzt nur sterben !
Die Liebeskraft, die meinem Werben eigen,
Läßt sie dort zittern zwischen blauen Zweigen !
Ja, ja, sie zittert wie das Laub im Wind !
Du zitterst ! Und am leisen Blätterweben
Spür ich, wie deiner Hände süßes Beben
Leicht am Jasmingeranke niederrinnt.

Edmond Rostand
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