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geschrieben am: 11.03.2001 um 15:20 Uhr
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Mir fängt es an von tag zu tag schlechter zu gehen. Mittlerweile liege ich
Abends stundelang wach und das alles wegen eines Mädchens.
Warum kann ich sie denn nicht einfach vergessen? Ich versuch jeden Tag mir einzureden, dass das alles so aussichtslos ist und dass ich mich auf jemand
anderen einlassen muss, aber es hat alles keinen Sinn. In meinen Gedanken ist nur noch Platz für sie.
Nahezu jeden tag muss ich sie sehen, mit ihr reden, mit ihr Scherzen und ihre Freundschaftlichen Berührungen spühren. Jedesmal wenn sie ihn meiner Nähe ist, möchte ich schreien und mich losreisen, mich zwingen sie einfach
nur zu ignorieren und trotzdem wird die Sehnsucht nach ihr jede Stunde, die ich sie nicht sehe, größer.
Manchmal wünschte ich, sie würde mich hassen, abgrundtief hassen, vielleicht würde ich sie dann irgendwann vergessen können, doch kann ich mir gleichzeitig kaum vorstellen, wie ein Leben ohne ihre Wärme, ohne ihre
Freundschaft funktionieren soll.
Sieben mal, stand ich vor ihr und wollte ihr meine gefühle offenbaren und sieben mal, hat mich mein Mut im Stich gelassen(oder hat mich meine feigheit
gerettet?), jedesmal war die Angst da, dass sie sich dann vielleicht komplett von mir abwendet, und ich den letzten leuchten Schein in meinem leben verliere...
aber hat sie denn kein Recht darauf es zu erfahren?!
Nachts in den Träumen ist immer alles so einfach, so perfekt, da ist sie für mich so greifbar, da leigt sie in meinen Armen und wird mir doch im nächsten Augenblick vom anbrechenden Morgen entrissen. Mittlerweile hasse ich den
morgen, warum können diese Träume nicht für immer dauen, warum muss ich
dauernd aufwachen...
Ich weiß nicht wie lange ich noch auf dem schmalen Grad zwischen unaushaltbarer Sehnsucht und Vernunft wandeln kann und wenn ich beginne zu straucheln, auf welche Seite stürze ich dann?
Es gibt nur noch eins, was ich im Moment sicher weiß, ihr Freund, ist der beneidenswerteste Mensch der Welt. Er darf ihr alles von sich geben, er darf
sie glücklich machen, darf sie trösten, darf sie einfach nur halten.
Warum kann ich nicht wenigstens ihn hassen?
Mir bleibt nur die bittere Realität, dass ich es wohl eher zu Fuß zum mars schaffen würde, als den Platz in ihrem Herzen zu gewinnen.
Deshalb fürchte ich, dass ich ihr niemals meine Liebe gestehen werde.
Denn wenn ich schon kaum mit diesen Gefühlen umgehen kann, würde sie es wohl erst recht nicht können.
Wenn ich ihr alles sage, baue ich einen Wall aus Stein zwischen uns, der gleichzeitig seine Schatten auf ihre Beziehung wirft.
Jessica...wenn ich diesen Namen höre, weiß ich, dass ich über die Liebe zu diesem Mädchen nie ganz hinweg kommen werde.
Ich würde alles geben, was ich geben kann, wenn sie dafür nur ein paar Minuten meine Liebe erwiedern würde. Ein paar Minuten, die wirklich geschehen, und am nächsten Morgen nicht wie eine Seifenblase zerplatzen.
Doch So sind alles was mir bleibt, meine träume, die jeden Morgen wieder enden, auf die ich jede Nacht aufs neue hereinfalle, die mir jede Nacht vorgaukeln echt
zu sein, die mich jeden Morgen aufs neue entäuschen, die mich den Morgen hassen lassen.
Doch auch wenn sie doch so wenig echt sind, will ich doch, das sie niemehr enden... |
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