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Tod.......

Nutzer: Devilsrose
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geschrieben am: 15.03.2001    um 17:02 Uhr   
Tod

Die Nacht bricht herein, und die Seelen erwachen. Der Mond sein Antlitz an den Himmel schiebt, doch dunkle Wolken am Horizont ihn verdecken. Mein Körper seiner Erfüllung entgegenstrebt, seine vollständige Auflösung in dieser Form erhofft. Ich wandere durch die Welt, und sehe Schmerz, Trauer und Leid. Die Menschen sind von Gram erfüllt, unfähig, sich dem Guten in sich zu stellen. Eine Mutter am Straßenrand liegt und in stiller Qual ihr totes Kind betrauert. Ein alter Mann sich zum Sterben niederlegt, ohne sich um seinen Gott zu kümmern. Verfaulte Leiber sich im Grabe wälzen und nach Erlösung schreien. Ihre Hände nach mir greifen, und von mir Vergeben erflehen. Meine Schritte doch niemals stocken, und weiter ihren Weg gehen. Bestien meinen Geist zerfleischen, und Dämonen meine Seele durchwühlen, auf der Suche nach der Kraft, die mich aufrecht hält. Ich schrecke hoch, ein Klavier spielt eine melancholische Melodie, und das Kreuz verrottet in meinem Kopf. Auf meiner dreckigen Bettstatt ich dahinvegitiere, den Tod erwartend, das Sterben fürchtend. Der Mann in Schwarz mich empfängt, meine verlorene Seele durch hohle Phrasen vor dem Fegefeuer zu retten versucht, ohne mir in die Augen zu sehen. Sein Buch vor ihm seine Waffe ist, und seine Kutte seine Rüstung gegen mich darstellt. Er verlässt den Raum mit dem Wissen, dass ich meinen Weg vollenden werde, ohne an seinen Gott zu glauben. Es ist soweit, ich straffe mich, der Henker erfasst meine Ketten, und führt mich hinaus. Hunderte schmutzige Gesichter sich mir zuwenden, manche von Trauer erfüllt, andere lächeln mir zu. "Sie" lässt ihren Tränen freien Lauf, ohne etwas an meinem Schicksal zu ändern. Ich trete die Stufen hinauf, eine Ruhe erfasst mich. Mein Mund zu einem Lächeln wird, meine Schritte stärker werden. Das blanke Metall meines Vollstreckers funkelt mich an, das Holzkastell im Wind ein Jammern von sich gibt. Die Stufen überwunden, meinen Kopf mit Öl getränkt, mit Gottes Wort verabschiedet, so trete ich vor das Mordinstrument, lege meinen Kopf in die schartige, von altem Blut verklebte Einbuchtung. Mein Blick wandert umher, der Scharfrichter seine letzten Worte spricht. Die Augen der Menge erwartungsvoll glitzern. Mein Lächeln verstummt, da ich "ihr" direkt in die Augen sehe. Sie lacht mich aus, und vollkommener Wahn mich befällt, mein letztes bisschen Stolz vernichtend. Ein schabendes Geräusch den Strom der Gefühle meiner Seele durchdringt, und das Beil der Guilliotine mein Leid damit beendet.


Ich bin eines Nachts mit Tränen in den Augen aufgewacht, und direkt danach habe ich das geschrieben. Hoffe ich kann euch damit zum Nachdenken bringen, mich bringt es auf jeden Fall zum Nachdenken!!

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