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Die Geburt.....

Nutzer: Devilsrose
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geschrieben am: 18.03.2001    um 12:16 Uhr   
Die Geburt

Ein Mann sitzt an seinem Fenster. Es ist finsterste Nacht. Seine Gedanken schweifen ab, er lässt seinen Geist treiben, auf den Schwingen der Dunkelheit durchstreift er das Treiben der Nacht. Verlorene Seelen wandern umher, stets durch den Trieb dazu aufgepuscht, ihren Ängsten zu entfliehen. Auf einer Lichtung im Wald erspäht er eine einsame Gestalt, zerbrechlich wirkend. Schluchzend liegt sie da, nicht mehr fähig sich zu bewegen. Er nähert sich ihr, es ist eine Frau in jungen Jahren. Sie ist nackt, Blut strömt aus ihrem Unterleib. Er spricht sie an: "Was ist Geschehen"? "Er ist gekommen!" antwortet sie ihm. Die Szene wechselt, er sieht einen Kreis aus Leibern vor sich liegen. Im Innern vollführt ein Paar den Geschlechtsakt. Der Kreis aus menschlichen Leibern stimmt einen Hochgesang an, der den unerkannten Beobachter in Entsetzen fliehen läßt. In den Ruinen einer toten Stadt stehen die Überlebenden da, völlig starr, weder sich noch ihre Umwelt erkennend. Der Mann ruft ihnen zu, doch die Menschen hören ihn nicht, und gehen auf die Klippen zu, welche die Grenze der toten Stadt bestimmen. Einer nach dem anderen stürzen sie sich hinab, bis der letzte in den Tod gesprungen ist. In einem Gefängnis wird ein Mann auf einen Stuhl gebunden; der Helm senkt sich; Strom fließt ihn hindurch und läßt ihn qualvoll sterben. Doch im Augenblick des Todes weiten sich seine Augen vor Erkennen. Der Mann durchschreitet immer noch die Nacht, geschockt vom dem Gesehenen. Dunkler Schatten in der Finsternis; er ist schwärzer als alles andere um ihn herum. Er sieht ihn an, und Schmerz durchflutet seine Adern, sein Dasein ist erfüllt von Hass und Wut: brennende Agonie in seinen Venen. Doch der Beobachter flieht, schreiend, vor Schmerz fast blind. Ein neugeborenes Kind schreit ihn an; seine Augen sind älter als sein Körper. Fliegen umschwirren seinen Leib, Raben sitzen um ihn herum, bilden das Zeichen des Bösen mit ihren Leibern um das Kind. Der Dunkle Mann durch diese Augen lacht; der Beobachter halb wahnsinnig vor Angst an seinem Fenster erwacht. Er seufzt zutiefst erleichtert. "Nur ein Traum" schießt es ihm durch den Kopf. Er legt sich in sein Bett, doch sein Kreuz an der Wand weint blutige Tränen und draußen in der Nacht schreit ein neugeborenes Baby seine Wut hinaus...


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