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geschrieben am: 14.04.2001 um 18:51 Uhr
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jau margaret - du magst mich :-)
wenn du schon das zitieren von gedichten ansprichst, dann setze ich auch hier nochmal meine ansichten dazu rein - dann haben wir alles auf einen blick zusammen.
wieder ein eigenes zitat:
(zitat)das bedeutet: wenn ihr hier texte veröffentlicht, die ihr nicht selbst geschaffen habt, dann setzt bitte den namen des verfassers darunter - wenn es auch nur ein "verfasser unbekannt" ist.
daß ich darauf so poche, hat mehrere gründe:
1. rein rechtliche gründe.
2. es wird gern damit argumentiert, es gehe doch um den inhalt und nicht darum, wer es denn jetzt geschrieben hat. falsch. wenn es tatsächlich nur um den inhalt ginge, dann hätte derjenige, der den text zitierte, es auch in seinen eigenen worten sagen können. er wählte dafür aber einen fremden text aus. denn es geht auch um form und ausdruckskraft. den wahren verfasser zu nennen ist also auch eine art anerkennung seines könnens - man zollt ihm respekt.
3. man möchte sich eventuell gern näher mit dem verfasser beschäftigen, noch andere texte von ihm suchen.
4. wenn kein name unter einem text steht, gehe ich davon aus, er stamme vom verfasser des threads (es sei denn, ich kenne den text). eventuelles lob erreicht dann also den falschen. wird darauf entsprechend reagiert und gesagt, der verfasser sei eigentlich ein anderer, ist es in ordnung - sofern in zukunft daran gedacht wird, ihn zu nennen. wer allerdings den anschein bewahrt, ein fremdwerk stamme aus der eigenen hand - dazu muß ich, glaube ich, nichts weiter sagen. versucht es bitte nicht, meistens kommt es sowieso irgendwann heraus. das ist meist sehr peinlich.
(/zitat)dürfte doch eigentlich alles nachvollziehbar sein?
und warum ich mich auf die lyrik versteife? so ganz verstehe ich deine frage nicht - ich habe nirgendwo gesagt, hier dürften ausschließlich gedichte veröffentlicht werden. ich spreche vor allem die lyriker an, da gedichte hier die vorherrschende form sind - und ich selbst auch eher gedichte kritisiere (positiv wie negativ) als geschichten.
und nochmal margaret - pickt euch nicht immer nur die stellen raus, die euch gerade in den kram passen. ich habe selbst gesagt, daß hier keine meister am werke sind - darum geht es auch nicht in meinem beitrag. es geht allein darum, daß die lyrik in diesem forum gern zu einseitig betrachtet wird und negative kritik nicht gern gesehen ist.
und was den ton angeht: du kannst hier auftreten, wie du willst - sanft oder sarkastisch, negative kritik erfährt IMMER den gegenschlag: "du hast doch gar nicht kapiert, worum's geht!"
@ moonshield: das kann ich alles nachvollziehen. was mir dabei schmerzt ist, daß die lyrik dabei trivialisiert wird ... ich meine es nicht so krass, wie es vielleicht klingen mag. hm ... ich frage mich einfach oft, warum ihr ausgerechnet die gedicht-form für den ausdruck eurer gedanken gebraucht, warum ihr dann nicht die prosa-form wählt - wenn ihr beim verfassen der gedichte nicht auf die form achten wollt. viele eurer gedichte sind sowieso eigentlich prosa-stücke, die durch zeilenumbruch in gedichte verwandelt werden - das allein macht lyrik aber nicht aus! kurz-prosa, das ist oft eher das genre, das zu eurer art des ausdrucks paßt - aber nicht lyrik ...
verstehst du, durch das ignorieren der form nehmt ihr der lyrik das, was sie zur kunst macht ... bezeichnet es aber weiterhin als lyrik - das schafft ein falsches bild. du sagst es selbst: "ich glaube das ein richtig gutes Gedicht ein schweres Stück Arbeit ist" - ja! es reicht nicht, ein paar gedankenfetzen in ein paar zeilen zu pressen - die sprache, der rhythmus, die bilder müssen stimmen ... erst DANN ist es lyrik ... was mich stört ist, daß ihr euch trotzdem als dichter seht.
es ist wie im bereich grafik - jeder, der mit seinem bildbearbeitungsprogramm etwas ansehliches hinbekommt, betitelt sich gleich als "designer" - aber zum design gehört noch soviel mehr ---
@ fee: wie gesagt, mit form spreche ich nicht nur reime an *lächel* was ich an moonshield schrieb, gilt im grunde auch für dich ...
was den ton betrifft - nun, ich habe früher durchaus sachliche kritik geübt, aber auch sie wurde nicht akzeptiert - daß der ton im laufe der zeit dann ein wenig rauher wird, ist dann nicht allein meine schuld :-) mal abgesehen davon, daß ich sowieso nur noch selten etwas zu sagen wage ... |
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