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Stille Wunder

Nutzer: krishna
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geschrieben am: 17.04.2001    um 22:27 Uhr   

Still bewegt sich unterm Schnee das Gras,
zeichnen Eiskristalle Blumen ans Glas,
still und prächtig wächst die rote Koralle,
still verbirgt der Stein im Innern Kristalle,
still legt sich der Tau.

Still betrachtet sich im See der Berg,
still beginnt der Distelfalter sein Werk,
still das Werk der Molche und Salamander,
still begegnen die Libellen einander,
still löst sich das Laub.

Nach der Rose öffnet früh sich der Mohn,
pünktlich fliegen die Vogelschwärme davon,
ziehen die Sterne zur richtigen Zeit ihre Bahnen,
wandern die Aale flußabwärts den Weg ihrer Ahnen,
zieht das Meer sich zurück.

Lautlos bahnt sich Wasser durch das Gestein,
lautlos atmen Wälder aus und ein,
lautlos für uns schwirrt die Fledermaus durch die Lüfte,
still vollziehen sich Wunder und strömen die Düfte...

...und wir machen so einen Lärm...


-Gerhard Schöne-
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Nutzer: Tiger-Lee
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geschrieben am: 18.04.2001    um 02:25 Uhr   
Still und leise wächst auch die Liebe heran...
Die wahrhaft Liebenden suchen die Stille.
T.-Lee
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Nutzer: krishna
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geschrieben am: 18.04.2001    um 08:58 Uhr   
Wer liebt dann schon wahrhaft? Die meisten Menschen trampeln doch durch ihr Leben, ohne solch kleinen stillen Dinge wirklich wahrzunehmen...
Das Leben rast an uns vorbei und wir schwimmen mit in dem Strom... keine Zeit, sich noch an so etwas zu erfreuen???

nachdenklich
krishna
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Nutzer: Gwenwyfhar
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geschrieben am: 18.04.2001    um 15:31 Uhr   
Stimme zu. Aber ich erinnere mich an Momente in denen die Zeit stillzustehen schien. Ich denke solche Augenblicke sollte man suchen doch Leben bedeuten Veränderung. Und wenn niemand sich in der geschichte der Welt verändert hätte wären wir vielleicht in Mittelalter und das ist nicht was ich anstrebe.
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Nutzer: krishna
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geschrieben am: 18.04.2001    um 16:55 Uhr   
Leben bedeutet Veränderung, ja. Aber auf Kosten des Lebens an sich? Heißt, mal stillzustehen und sich an etwas einfachem, kleinem erfreuen, nicht Leben?
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Nutzer: Tiger-Lee
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geschrieben am: 18.04.2001    um 22:35 Uhr   
Die Menschen sind grau geworden. Sie hetzen durchs Leben und am Ende merken sie, dass sie, wenn sie sich an ihr Leben erinnern, kaum etwas haben, woran sie sich erinnern können.
Und zum Thema Mittelalter. Das ist schon eine ziemlich späte Zeit. Da war die heftigste Veränderung schon vorbei. Ich würde lieber bei einem der Naturvölker leben, denn die menschliche "Zivillisation" tötet die Träume und die kleinen Dinge...
T.-Lee
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Nutzer: Rainbowqueen
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geschrieben am: 19.04.2001    um 11:40 Uhr   
schaut mal in die Runde

Ihr habt recht, einfach nur recht. Heutzutage sind doch die meisten viel zu stumpfsinnig und oberflächlich geworden, um solche kleinen Wunder noch wahrzunehmen. Und warum? Weil alle nur noch starr geradeaus schauen und solche kleinen Dinge wie blühende Blumen am Wegesrand oder zwitschernde Vögel in den Bäumen gar ned mehr wahrnehmen wollen!!
Schaut euch doch mal an, wie viele Leute heute noch in der Natur Zeit verbringen, und wie viele es noch vor 10 Jahren waren. Ich denke da mal besonders an die Jugend. Die sitzt doch heute nur noch am Compi, zieht sich Kriegsgames rein oder guggt Müll in der Glotze. Und wenn man denen mal einen Trip nach draussen vorschlägt, dann kriegt man nur zu hören: "Hilfe, ich werde noch an mangelndem Computersmog sterben!!"

Ist es also ein Wunder dass diese Kleinen Dinge, die eigentlich ja ned selbstverständlich sind, so einfach übersehen werden? Nein, denke ich ned.

Und Tigerchen, steigere dich in Sachen wahrhafte Liebe ned zu sehr in etwas hinein. Liebe ist doch im Grunde auch nur eine Illusion, mit der man eine Weile sehr gut leben kann. Aber wenn sie dann ebenso verglüht wie alle anderen sogenannten Wunder, sitzt man auch wieder ohne was da. Insofern stimme ich da Krishna zu und frage auch mal, wer heutzutage noch wahrhaft liebt.
Dass die Zivilisation die kleinen Dinge und Träume tötet, würde ich ned unbedingt behaupten. Ich würde eher sagen, sie lässt diese Dinge verwahrlosen und nach und nach in Vergessenheit geraten. Und das finde ich sehr bedauerlich.

Lasst uns mal die Zeit vordrehen....nur mal so rein spekulativ.....was denkt ihr? Wieviel ist dann noch von unserer Welt übrig? Sind nicht letzten Endes wir alle daran schuld, dass wir eines Tages nichts mehr haben? Naja, wir werden schon noch etwas davon haben von den Resten dieser kleinen stillen Wunder. Die Leidtragenden sind unsere Kinder und Enkel...

Das schlimme ist doch eigentlich, dass die wenigsten bemerken würden, wenn sich was nach und nach verändert, weil, wie gesagt die Leute heutzutage viel zu sehr abgestumpft und zu oberflächlich geworden sind...

schleicht nachdenklich wieder von dannen

Queenie

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Nutzer: Tiger-Lee
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geschrieben am: 19.04.2001    um 21:59 Uhr   
Ich werd heutzutage ja schon schief angeguckt, wenn ich stehen bleibe um einen der wenigen Raubvögel oder eine Blume zu betrachten!
Und was das Thema Liebe angeht. Mittlerweile ist es mir ziemlich egal, ob jemand wahrhaft liebt. Ich tue es. Das die
meisten anderen es nicht tun weiß ich längst.
Aber hierzu hab ich schonmal eine Meinung abgegeben:
EIN HOCH AUF DIE ILLUSIONEN! MÖGEN SIE NIE VERGEHEN!
Meine Träume lass ich mir nämlich von niemandem zerstören. Sie sind das einzige, das ich habe.
T.-Lee
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Nutzer: krishna
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geschrieben am: 20.04.2001    um 09:33 Uhr   

Es geht nicht in jedem Thread hier gleich um Liebe.
Dieser Text stammt eigentlich aus einem Lied, wo der Umgang der Menschen mit unserer Umwelt angeprangert wird. Und das zu Recht. Es ist nunmal so, daß sich niemand mehr dafür Zeit nimmt, solche Dinge zu betrachten, die eigentlich tatsächlich wie Wunder sind. Sie sind leise und unscheinbar und wir gehen dran vorbei. Queeni hat Recht, wir Menschen sind zu oberflächlich geworden und gegenüber dieser wundervollen Kleinigkeiten völlig abgestumpft. Und das Schlimme ist, dadurch lassen wir sie sterben... Anstatt kleine Blumen anzusehen, treten wir sie um oder denkt an die verunglückten Tankschiffe, die unsere Meere verseuchen. Der Mensch an sich ist daran schuld, wir alle, weil wir nach Dingen streben, die unserer Gesellschaft wichtig sind, aber im Grunde doch nicht uns selbst...
Dieses "Ein hoch auf die Illusionen" finde ich schrecklich. Der Text sollte eigentlich aufwecken und nicht das Gegenteil erreichen...

deprimiert wieder von dannen zieht...
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Nutzer: Gwenwyfhar
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geschrieben am: 20.04.2001    um 10:39 Uhr   
An alle:
Ich bin erst seit kurzem hier dabei und kenne euch alle nicht aber langsam scheint mir, dass hier viele eine relativ negative Einstellung zum Leben haben. Jetzt sagt bloß nicht:ach ,die hatte halt noch nie Probleme.
Mit 6 Jahren habe ich meinen Vater verloren und damit meine ich nicht dass er abgehauen ist;mit neun Jahren verlor ich meinen Opa, der die Vaterfigur übernommen hatte und der auch heute noch mein Vorbild ist und um den ich heute fast 6 Jahre nach seinem Tod noch trauere.
Ich hatte 5 Jahre lang keine Freunde usw.
Also: Was ist mit euch los? Ich habe Die Krisen überwunden und glaube noch an die Welt und das Gute in den Menschen und ich werde mir nich einreden lassen,dass es in unserer Zeit keine Liebe mehr gibt.
Bitte nehmt mir diese Antwort nicht übel.
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Nutzer: krishna
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geschrieben am: 20.04.2001    um 11:46 Uhr   
Eigentlich habe ich eine sehr gute Einstellung zum Leben verwundert ist

Ich schreibe nicht oft hier rein, aber wenn, dann will ich damit auch was bezwecken. Und dieser Text sollte ein wenig aufrütteln und zeigen, wie wir Menschen unsere Umwelt ignorieren und damit kaputtmachen.

Das heißt nicht, daß Menschen nun von Grund auf schlecht sind und es heißt auch nicht, daß ich was gegen Liebe hätte, aber darum gehts hier nunmal nicht.

Schade, daß es wohl keiner versteht...

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Nutzer: Rainbowqueen
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geschrieben am: 20.04.2001    um 12:14 Uhr   
schaut auch mal wieder vorbei

Also, ich muß sagen, das sehen und ned sehen dieser kleinen Wunder hat nichts mit irgendwelchen persönlichen Problemen eines einzelnen zu tun. Das Problem der Gesellschaft ist, wie ich schon sagte, dass wir immer mehr abstumpfen, was es uns vielleicht sogar schon verbietet, auf die kleinen Wunder zu achten. Viele wollen sich doch schon gar ned mehr die Zeit nehmen, sich die Blumen oder die Vögel und alle anderen "Banalitäten" anzuschauen. Und wenn ich mal ganz ehrlich sein darf, bin ich schockiert, wie abgestumpft ein großer Teil unserer Gesellschaft schon ist. Das ist doch schon fast ned mehr feierlich.

schreitet nachdenklich von dannen

Queenie
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"Autor"  
Nutzer: Rainbowqueen
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geschrieben am: 15.08.2001    um 18:55 Uhr   
schiebt diesen Beitrag mal wieder hoch, da ihn für lesenswert hält

In der Hoffnung, dass noch mehr ihn lesen....

RAin
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