| "Autor" |
Menons Klagen um Diotima |
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geschrieben am: 28.04.2001 um 09:05 Uhr
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mal eben schnell ein Hölderlin Gedicht hier verewigen will
Täglich geh ich heraus , und such ein Andres immer,
Habe längst sie befragt alle Pfade des Lands;
Droben die kühlenden Höhn, die Schatten alle besuch ich,
Und die Quellen;hinauf irret der Geist und hinab,
Ruh erbittend: so flieht das getroffene Wild in die Wälder,
Wo es um Mittag sonst sicher im Dunkeln geruht;
Aber nimmer erquickt sein grünes Lager das Herz ihm,
Jammernd und schlummerlos treibt es der Stachel umher.
Nicht die Wärme des Lichts und nicht die Kühle der Nacht hilft,
Und in Wogen des Stroms taucht es die Wunden umsonst.
Und wie ihm vergebens die Erd ihr fröhliches Heilkraut
Reicht, und das gährende Blut keiner der Zephyre stillt
So ihr lieben ! Auch mir , so will es scheinen und niemand
Kann von der Stirne mir nehmen den Traurigen Traum?
Feuerfüxin Geändert am 28.04.2001 um 10:54 Uhr von Feuerfüxin |
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