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Laberlyrik - oder an alle Gedichtliebhaber und -Hasser

Nutzer: Shareana
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geschrieben am: 30.04.2001    um 19:11 Uhr   
...
  TopZuletzt geändert am: 07.09.2010 um 17:24 Uhr von Shareana
"Autor"  
Nutzer: tigresse
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geschrieben am: 30.04.2001    um 19:39 Uhr   
der text traf dich durch seine arroganz? verletzte kuenstlerseele? -

gimme more,

t.


Geändert am 30.04.2001 um 19:42 Uhr von tigresse
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Nutzer: abalone
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geschrieben am: 30.04.2001    um 20:18 Uhr   
ins schwarze getroffen.

*mark, copy & paste* ABA
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Nutzer: Granny
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geschrieben am: 30.04.2001    um 20:56 Uhr   
Macht weiter Hobbylyriker!


Geh deinen Weg
und laß die Leute reden.

DANTE
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"Autor"  
Nutzer: abalone
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geschrieben am: 30.04.2001    um 22:34 Uhr   
das sind worte, die ihm aus tiefster seele kamen.
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"Autor"  
Nutzer: abalone
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geschrieben am: 01.05.2001    um 13:29 Uhr   
in einem anderen forum stellte ein mensch eine frage. er wolle auch gern etwas poetisches verfassen, wisse aber nicht genau, wie er beginnen soll.
dies antwortete ihm eine gute freundin von mir - was den punkt mit den stilmitteln betrifft, kann ich gerne weitervermitteln, falls interesse besteht *g*(zitat)grundgestell der poesie:

- schreibe nicht, wie viele es hier tun, irgendeinen blöden herzschmerz-scheiss, den andere vielleicht Žverstehen könnenŽ usw, aber der dann doch sehr bald in vergessenheit gerät

- schreibe, was dir in den kopf kommt, aber nicht in der form, wie es dir in den kopf kommt. wenn man ein nettes gedichtchen macht, dann ist es eben nur ein nettes gedichtchen, mehr aber auch nicht.

- achte auf satzbau und reim (falls es sich reimen soll), es darf weder flach und geleiert noch holprig klingen

- achte auf bestimmte worte und darauf, wie man sie hervorheben kann, ich habe eine tolle liste an stilmitteln *g*, die ich dir schicken kann, wenn du willst, schreib einfach deine mailadresse in mein gb

- achte darauf, dass dein gedicht nicht zu offensichtlich ist, d.h. dass man es eventuell auf verschiedene situationen bezogen sehen kann, auch die titel sollten nicht allzuviel verrraten, oder aber erst den sinn des gedichts aufdecken

- ringe dir nichts ab, denn was da rauskommt ist meistens scheisse

so, ich hoffe, das bringt dir was und: gutes gelingen!
(/zitat)all diese punkte sollten dabei helfen, etwas besonderes und gutes zu verfassen.

*gruß* ABA
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Nutzer: Gast_Shari
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geschrieben am: 02.05.2001    um 14:43 Uhr   



Hinters Ohr zu schreiben

Es ist das Merkmal aller kleinen Geister,
daß sie sehr schnell zur Kritik bereit.
Im Gegensatz hierzu der wahre Meister
schafft an sich selbst, strebt zur Vollkommenheit.

Er sieht sein Werk und seine Geistesgaben
und kennt die Lücken, groß und ungezählt.
Erst wenn wir wissen, was wir alles haben,
dann wird uns klar, wie vieles uns noch fehlt.

(Fred Endrikat)


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Nutzer: moonshield
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geschrieben am: 02.05.2001    um 17:44 Uhr   
Der Typ hat nur seine Meinung niedergeschrieben,auch wenn die meisten hier(mich eingeschlossen) diese nicht teilen,aber das verlangt auch niemand!Also macht weiter wie bisher!
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Nutzer: eshran
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geschrieben am: 04.05.2001    um 11:06 Uhr   
Steinigt mich, aber ich finde diesen Text lustig, treffend und gut.
Und das, obwohl (oder gerade weil?) ich demnach der Gattung der Laberlyriker angehöre.

Nirgendwo in diesem Text lese ich, daß der Hobbylyriker seinem Hobby nicht nachgehen soll, doch wenn er sich für einen großen Schriftsteller hält
und seine Werke an entsprechender Stelle veröffentlicht, muß er/sie/es halt mit Kritik und Spott rechnen.
(Ob das bereits für Veröffentlichungen in Foren, wie diesem gilt, mag jeder für sich entscheiden...)
So what?
Nur weil ich gegen einen Ball treten kann, bin ich kein Fußballprofi - auch wenn es mir Spaß macht.
Nur weil ich Substantive und Verben vertausche,bin ich kein Lyriker - auch wenn es mir Spaß macht.
Der Hobbykicker von der Nachbarswiese käme auch nicht ernsthaft auf die Idee, in der Bundeslige mitzuspielen zu wollen,
warum also ist ein Hobbypoet enttäuscht, wenn er nicht als Superstar der Schriftstellerei gefeiert wird -
selbst in einer Gesellschaft, die mehr von Fußball als von Lyrik versteht?

Klar haben die ersten literarischen Gehversuche ihre Daseins-Berechtigung, ebenso, wie jene oberflächliche Laberlyrik.
(und: klar war das jetzt eine Rechtfertigung meiner gestammelten Werke)
Aber wenn ich so zwischen Arbeitsalltag und Hauptfilm vor mich hinreime, weiß ich doch auch, auf welchem Niveau ich mich da befinde -
es macht Spaß, doch wollte ich es Lyrik nennen, so müßte ich lange und hart an mir arbeiten.
Zwar kenne ich Roman Ritter nicht (die Namen von Fußballern übrigens genausowenig), doch wenn er zur Bundesliga der Schriftsteller gehört,
sei ihm ein wenig Spott über uns überambitionierte Schulhoftennisballbolzer durchaus gestattet. Wenn nicht, so beschreibt er sich selber.

Salzstangen knabbernd,
Eshran
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Nutzer: Chort
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geschrieben am: 04.05.2001    um 23:38 Uhr   
Auch Rilke, Goethe & co. haben bestimmt nicht als große Dichter angefangen, aller Anfang ist schwer. Und noch was: manchmal ist es nicht wichtig, wie man schreibt, nicht wichtig, was man schreibt, sondern daß man schreibt. Ich glaube, daß Roman Ritter nicht das Schreiben an sich verurteilt, sondern eher den Umgang mit eigens verfassten Sachen, wie er manchmal von Laberpoeten gepflegt wird. Gute Gedichte sind selten dazu da, veröffentlicht zu werden, dazu sind sie oft zu persöhnlich.
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"Autor"  
Nutzer: Raxay
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geschrieben am: 18.05.2001    um 18:31 Uhr   
muß man denn echt erst studieren um schreiben zu dürfen?
was ist bitte ein künstler?
jemand der seinen gefühle freien lauf gibt
oder jemand der die frage aufwerfen will:
'was will uns dieser künstler damit sagen?'
was ist den laberei eigentlich?
laber ich, wenn ich sage ich freue mich über etwas und es auf papier bringe?
laber ich, wenn ich mir über etwas gedanken mach und es auf papier bringe?
was bitte ist kunst?
oder soll ich lieber gleich die frage stellen was ist der sinn des lebens?
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"Autor"  
Nutzer: tigresse
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geschrieben am: 18.05.2001    um 23:22 Uhr   
[...]der Laberlyriker [haelt] sich für Rembrandt, nein, Andy Warhol, liest das Geschriebene seiner Clique vor, die sich zumeist selbst darin wiedererkennt, und schickt es dann in die Redaktionen, denn es ist ein Gedicht.[...]

r.r. prangert in eingangs zitiertem text nicht "das schreiben" per se an, sondern das veroeffentlichen jedes noch so wirren wort-/satzgefueges. in eshrans worten:

(zitat)Nirgendwo in diesem Text lese ich, daß der Hobbylyriker seinem Hobby nicht nachgehen soll, doch wenn er sich für einen großen Schriftsteller hält und seine Werke an entsprechender Stelle veröffentlicht, muß er/sie/es halt mit Kritik und Spott rechnen. (/zitat)

kuenstler: j-d, der e-n bestimmten Bereich geschickt beherrscht, etw. sehr gut kann
"Kuenstler", Woerterbuch; © Langenscheidt KG, Berlin und Muenchen. Alle Rechte vorbehalten.

kunst:(eine der) Taetigkeiten des Menschen, durch die er Werke schafft od. Dinge tut, die e-n bestimmten aesthetischen Wert haben, u. fuer die er e-e besondere Begabung braucht
"Kunst", Woerterbuch; © Langenscheidt KG, Berlin und Muenchen. Alle Rechte vorbehalten.

der sinn des lebens: das leben per se.

*alles klar?!*

t.
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"Autor"  
Nutzer: Raxay
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geschrieben am: 19.05.2001    um 13:17 Uhr   
aua...

soso, was alles in so büchern steht...
ob das auch von einem hobbylaberer geschrieben wurde?

*grinZZ*
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"Autor"  
Nutzer: Shareana
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geschrieben am: 19.05.2001    um 14:33 Uhr   
...
  TopZuletzt geändert am: 07.09.2010 um 17:25 Uhr von Shareana
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Nutzer: Shareana
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geschrieben am: 07.11.2001    um 20:19 Uhr   
...
  TopZuletzt geändert am: 07.09.2010 um 17:24 Uhr von Shareana