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Kurzgeschichten - zyklus "Bilder einer Ausstellung"

Nutzer: *kopflos*
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geschrieben am: 12.05.2001    um 14:21 Uhr   
Arkadia

Das Grün war schleimig, satt und müde. Es hatte das einstmals fröhlich glucksende Seechen unterjocht und sich auf seiner Oberfläche festgesetzt. An einigen Stellen schien ein Blatt, das von einem Baum gefallen war, sich darauf auszuruhen, doch dann verschlang es das Blatt und sog es in sich ein.
Ein Platschen zerriss die dünne Haut. Eine junge Frau hatte sich in das Gewässer geworfen.
Einen Augenblick schien auch sie von dem Teich verschluckt worden zu sein, doch dann brach ihr Kopf bis zum Hals hervor.
Mieko warf den Kopf hin und her, es half nichts. Das lange braune Haar klebte ihr im Gesicht. Eine kleine Hand tauchte hervor und strich das Haar beiseite. Sie ordnete sie es nach hinten. Unwillkürlich sah sie zu der Stelle, wo sie ihre Kleider abgelegt hatte. Und wenn doch jemand kam?
Auch wenn die Morgensonne Teile des Gewässers ausleuchtete, es war bitterkalt. In kräftigen Brustzügen begann sie den Teich zu erkunden. Ihr Hals schnitt durch das Grün wie eine Scheere, und hinter ihr wollte es nicht wieder zusammenfinden.
Das Gewässer sah zunehmend fröhlicher aus, während sie es aufwühlte. Mit den Füßen konnte sie manchmal ein paar glitschige Steine am Grund ertasten, weiche abgerundete Steine, die sich wohl fast wie kleine Lebewesen anfühlten.
Mieko wurde kalt. Sie genoss das Gefühl, wie eng das Wasser beim Schwimmen an ihrer Haut vorbeiströmte, um ihre Füße spielte, durch ihre Beine strich. Ein lautes Geräusch ließ sie zusammenfahren. Sie blieb stehen, hob sich aus dem Wasser, das ihre birnenförmigen Brüste hervortauchten, und lies sich aus einem Gefühl der Unsicherheit heraus gleich wieder bis zum Hals ins Wasser sinken.
Die Unsicherheit wuchs ungeheuer schnell, und so beschloss sie, aus dem Teich zu verschwinden. Ein paar langsame, lauernde, tiefe Schritte durchs Wasser brachten sie ans Ufer. Warum wusste sie selbst kaum, doch die letzen Meter vor dem Ufer hastete sie mit fast panischen Bewegungen. Wasser spritze in alle Richtungen, während sie zu ihren Sachen spurtete.
Als sie sich hingehockt hatte und den leichten Rock übergezogen, kam sie sich vor wie ein verängstigtes kleines Kaninchen. Trotzdem zog sie, obwohl sie noch nass war, das T-Shirt über und schlüpfte in die Sandalen, während sich ihr Herzschlag allmählich beruhigte.

Geändert am 12.05.2001 um 14:32 Uhr von *kopflos*
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geschrieben am: 12.05.2001    um 14:22 Uhr   
Das Seechen sah jetzt nicht mehr so friedlich aus, aber Mieko fühlte sich noch viel weniger ruhig. Sie raffte ihre Sachen zusammen und machte sich auf den Weg nach Hause. Durch das weglose Unterholz stampfend, näherte sie sich einer kleinen Lichtung. Das Geräusch von plätscherndem Wasser wiederholte sich, lag nun aber vor ihr. Als sie auf der Lichtung inmitten wilden, hohen Grases einer Person gewahr wurde, die am Rand eines niedrigen Steinbrunnen saß, hockte sie sich vor Schreck hin und suchte Schutz hinter einem Akazienstrauch. Was machte dieser Brunnen dort?
Mieko kannte diesen Weg, auf dieser engen Lichtung gab es keinen Steinbrunnen, und doch konnte sie ihn sehen, keine 10 schritt vor sich aus dem Gras ragend. Die Person war ein Mann, mittleren Alters wohl, mit extrem kurzen, pechschwarzen Haar und einem kleinen gedrungenen, von der Sonne geröteten Schädel. Er saß mit dem Rücken zu Mieko, den Kopf leicht nach vorn gebeugt, und hielt etwas in den Händen. Zwischen seiner braunen Robe blitzte Weiß auf, einen Augenblick lang. Er lass ein Buch!.
Mieko konnte die Augen nicht von dem Steinbrunnen lassen. An einer Seite sprudelte Wasser aus den Schnäbeln von 2 kleinen Steinvögeln, die als hätten sie sich an den Rand des Brunnens gesetzt, um zu trinken. Auf alle Heiligen hätte sie geschworen, das hier kein Brunnen gewesen war. Ihre Knie schmerzten, aber aufstehen wollte sie auf keinen Fall. Sie würde diesen Mann ein bisschen heimlich beobachten, nur ein bisschen, und dann...
"Komm, mein Kind!"
schallte es über die Lichtung, eine tiefe, voll tönende Stimme, etwas geckenhaft. Im ersten Augenblick war Mieko sich nicht klar, das sie gemeint war, aber als der Mann langsam seinen Kopf wandte und das Gebüsch vor ihr fixierte, spürte sie eine warme, tobende Wut in sich. Hatte er "mein Kind" gesagt? Sie war 27.
Zu schnell stand sie auf und bahnte sich einen Weg durch den Strauch, Dornen kratzten über ihre unverhüllten Waden, es war ihr egal. Dieser lächerliche Schnösel!
Da verfing sich ihr Rock in dem Strauch, und unter hämischen Blicken musste sie ihn wieder freireißen. So heftig und genervt war ihr zerren, das ein kleines Stück Stoff in der Akazie hängen blieb. Dann stolperte sie auf den Kerl zu, ihre Wangen glühten.
Der Mann erhob sich von dem Brunnen, hob den linken Arm an seine Schulter und schnipste mit dem Finger. Einmal.
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geschrieben am: 12.05.2001    um 14:24 Uhr   

Mieko wurde etwas langsamer. Während sie nach einem Ausruf suchte, den sie dem Mann entgegenschreien konnte, wurde der Boden tiefer und das gehen anstrengender. Noch ein Schritt, und sie spürte einen stechenden Schmerz im linken Fuß. Sie stemmte sich dagegen, doch der Fuß wollte sich nicht vom Boden lösen. Eine hastige Bewegung lies sie die rechte Sandale verlieren, doch als sie den Fuß aufsetzte, schien auch er wie festgewachsen. Statt den Mann anzustarren, sah sie an sich herunter.
Zappel nicht so viel, es bringt nichts!
dröhnte die stimme. Mieko ahnte den Mann näher kommen, aber das interessierte sie nicht mehr. Ihr Blick war wie auf ihrem Fuß festgeschweißt. Er war taub, völlig, und hatte eine aschgraue Farbe. "Marmor" dachte Mieko, "Marmor, oh Gott, Marmor.
Während ihre Knie zu zittern begannen, wanderte die Taubheit unendlich langsam wie eine Welle ihren Unterschenkel hoch, und die graue Farbe folgte. Es begann jetzt auch an ihrem anderen Fuß.
Mieko riß den Blick los und sah auf, sah den Mann drei schritt vor sich stehen, den kahlen Schädel, das Lächeln.
"Icc-h..."
Das schlottern ihrer Knie hörte auf. Die Taubheit hatte die Knie erreicht.
" Bleib ganz ruhig, es ist gleich vorbei. Denk nur daran, die Augen zu schließen, wenn dein Hals starr wird"
Sie berührte mit einer Hand ihren Oberschenkel, er war warm. Noch.
"Warum tu-n.." Er fiel ihr ins Wort
"Ich mag hübsche Dinger. Sei still und genieß es.
Plötzlich wollte Mieko die Beine schließen, als die Taubheit auf ihren Schoß zuglitt, langsam
wie eine schleimige Schnecke. Ihre Beine rührten sich nicht. Ein Brennen flutete sie, sie wurde nass, und dann ebbte auch dieses Gefühl ab.
Als es über ihren Bauchnabel kroch, sah sie wieder schaudernd zu ihm auf. Einen Arm hatte sie schützend vor die Brust geschlungen Ihre Finger begannen zu kribbeln. So begann es.
"Nimm die Arme auf den Rücken, Mieko."
Warum? Woher kennen sie meinen Namen?
Der Mann lächelte. Er zuckte mit den Schultern und sagte nur: "Dann eben nicht"
Während es ihre Unterarme hinaufkroch, nahm sie ganz langsam und unter großer Mühe die Arme hinter sich. Dabei sah sie dem Mann direkt in die Augen und wollte ihn mit Blicken zerfetzen. Warum sie nicht schrie, wusste sie selbst nicht, später überlegte sie, das es wohl darin gelegen haben müsse, das er "Sei still" gesagt hatte. Der Mann kam bis auf einen Schritt heran, beugte sich vor, und riss ihr mit einer einzigen Bewegung den Rock von den Hüften.
Mieko zuckte, obwohl da gar kein Schmerz schrie, aus Schreck oder Gewohnheit.
"Du Schwein!"
"Hübsch", sagte der Mann nur und betrachtete ihren Venushügel.
Die Taubheit erreichte ihren Hals.
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geschrieben am: 12.05.2001    um 14:25 Uhr   
Er legte einen Finger an ihren Hals und drückte leicht dagegen. Es war fürchterlich.
Sie konnte eben noch den Finger spüren, und zwei Liderschläge später war es nur noch ein taub.
"Schließ deine Augen"
Die Taubheit wanderte über ihren Mund, und erschreckt stellte sie fest, das sie nicht sprechen konnte. Ihre Augen sagten das nein jedoch gut genug. Er berührte ihre beiden Schläfen mit 2 fingern und sah sie direkt an.
"Bitte mach deine Augen zu, Mieko.. es wird sonst furchtbar für dich"
Eine Beklommenheit, ein Nichtwollen war in ihr, aber sie hatte angst so furchtbare angst, und diese stimme war anders gewesen.. ganz anders. Freundlich. Sie schloss die Augen.

PLÖTZLich wurde es ganz, ganz still um mieko. sie konnte sich noch hören, ihre gedanken rasten durcheinander wie blätter im herbstwind, aber sonst. nichts.
nackt dachte sie nackt nackt, aber sie fühlte sich gar nicht nackt auch,
abwohl sie sich noch an das shirt erinnern konnte, das sie nicht mehr fühlte.
Nackt.

...

Eine angst jagte die nächste. Nein, sie erstickte nicht. Ob sie verhungern würde?
Ruhiger wurde sie, und ängstlicher zugleich.
Alles hörte auf,
...

Jubelnd begrüßte sie ein Brennen. Ein neues fürchterliches Brennen rannte durch ihren Körper wie eine Stichflamme, ein Gefühl, ein neues. Ihre Beine wackelten. Sie konnte sich spüren!
Die Augen aufreißend, stolperte sie vorwärts und lag schweratmend im Gras. Nasses tauiges Gras streichelte sie. Sie entdeckte, das man ihr das T-Shirt entfernt hallte und sie völlig nackt war. Um ihren Hals war ein geflochtener Kranz aus gelbartigen, würzig duftenden Blumen.
Dann bemerkte sie die Eisen.

Um jeden ihrer Unterarme war eine kalte Manschette aus blitzendem stahl geschlossen, eng wie ein Ring. Sie konnte keine Möglichkeit sehen, diese Gefängnisse zu öffnen, aber schlimmer waren die in der sonne blitzenden ketten, die leicht metallisch raschelten und hinter ihrem rücken ihre arme verbanden. Eine Bewegung ihres Beins machte sie darauf aufmerksam, das man ihre Unterschenkel in gleicher weise gefesselt hatte.
Sie war katschnass, ihre ganze haut, das Gras.. es musste bis eben geregnet haben. Der Himmel war wolkenverhangen. Eine ganze Weile blieb Mieko fassungslos im Gras liegen, durch die Baumkronen in den Himmel starrend, und weinte leise vor sich hin.
























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Nutzer: *kopflos*
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geschrieben am: 12.05.2001    um 14:30 Uhr   

Grüße an den Leser!

Dies ist das erste Bild von insgesammt 5, die sich mit dem Themenfeld BDSM/Fetisch/Pornografie auseinandersetzen.
Der Gesamte Zyklus bildet eine Ausstellung.. in den nächsten
Tagen werden die nächsten Bilder folgen, in ungegelmässigen Abständen.

Einige Passagen muten unverständlich an...das ist ein bewust eingesetztes mittel, dieFragen klären sich zum teil im 2.ten bild

Harte Kritik und Anregungen sind mir sehr willkomen, ob hier im Forum oder direkt an Friedenskrieger@gmx.net


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Nutzer: abalone
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geschrieben am: 12.05.2001    um 15:01 Uhr   
hmh, gefällt mir außerordentlich! vor allem, da du vieles offen läßt, nicht allzu detailliert schilderst, was da eigentlich geschieht. und deine sprache ist bildgewaltig, du findest schöne umschreibungen.
ein paar kleine fehler sind drin, aber sie sind nicht so gravierend, daß ich sie einzeln aufführen müßte.

*gruß* Abalone, wartend auf das, was noch kommen mag
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Nutzer: *kopflos*
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geschrieben am: 13.05.2001    um 03:11 Uhr   
Offen sittlich

Mieko zuckte zusammen. Eine flache Hand war gegen die Scheibe gedonnert, eine kleine verschwitze Hand,
sie hinterlies einen schmierigen Abdruck auf dem Glas. Der junge Rüpel musste ihr Zucken gesehen haben, den es kam kein zweiter Schlag.
Das war nicht der erste heute, und resignierend dachte sie, es würde wohl noch ein paar Szenen dieser Art geben.
Ob die Leute das wohl witzig fanden?
Auf Knien und Ellenbogen, den Rücken an die Oberweite des Schaukastens gepresst, lag sie nackt hier eingezwängt.
Der Kasten war eineinhalb Schritt lang, vielleicht einen halben Meter hoch und ebenso breit. Mieko hätte wirklich Mühe gehabt, ihre Arme und Beine in diesem engen Gefängnis überhaupt zu bewegen, aber diese Möglichkeit war ihr genommen worden. In sich immer wieder überkreuzt wie Schnürsenkel hatte man ihre beiden Unterarme mit einem dunklen Lederseil gefesselt, von den Ellenbögen abwärts bis unter die Finger, die
selbst noch sorgfältig mit dem jeweils anderen Finger der anderen Hand verbunden waren.
Die Beine waren deutlich weniger unangenehm gebunden; lediglich die Fußgelenke waren von einem paar
unscheinbarer Handschellen gehalten.
Ganz nackt war sie nicht, doch ihren Slip, ein hübsches Stück weißer Spitzenunterwäsche mit lustigen hellblauen Macdonaldsvögeln, hatte jemand ihr bis zu den Knien hinuntergezogen. Am meisten Aufsehen erregte jedoch wohl ihr Halsband. Breit wie zwei Finger, legte sich ein silbern blitzendes Stück Metall um ihren Hals.
Gegen den Kehlkopf baumelte ein Vorhängeschloss.
Manchmal, wenn sie die Scham für ein paar Augenblicke abschütteln konnte und das Brennen in ihren Wangen nachließ, hob sie den Kopf, den sie sonst auf dem Glasboden abgelegt hatte, und riskierte es, sich an ihre Umgebung zu erinnern.
An der Wand ihr direkt gegenüber hing ein Stillleben, ein von Waldesgrün eingerahmter See im Morgenlicht.
Was es hier suchte, fragte sie sich, die Ausstellung hieß doch nicht “Stile Wasser“, sondern
„Die emanzipierte Frau “. Vielleicht hatte man einfach vergessen, es abzuhängen. Sie musste schaudern, als sie an den Namen dachten, den sie trug: Ausstellungsstück 47 „Haltbar siehe Unterseite“.
Es war eine Sache, so genannt zu werden. Eine andere war es, als der Mann, der sie heute morgen derart
gefesselt hatte, eine einladende Decke unter dem Glaskasten ausrollte.
Die Frage ob sich Besucher eines Museums dort hinwagen würden beschäftigte sie mehr als ihre Fesseln, mehr als die Wut auf Mathias und mehr als das nagende Hungergefühl. Essen konnte sie ohnehin nicht: Ein golfballgroßer, leuchtend roter Gummiknebel, mit einem Lederriemen um ihren Hinterkopf befestigt, machte Essen und Sprechen gleichermaßen unmöglich. Wenn er ihr doch nur die Augen verbunden hätte!
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Nutzer: *kopflos*
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geschrieben am: 13.05.2001    um 03:13 Uhr   
Aber heute hatte er sie frei gelassen, und so wusste sie nicht, ob sie unter sich starren sollte, auf die heimelige orange Decke, oder hinüber zu dem Bild, oder die Besucher direkt fixieren sollte. Ein, zweimal hatte sie vorwitzige „kleine Jungs“ mit Blicken alleine ein paar Meter davongejagt, aber wie verjagte Hunde schlichen sie
Sich, wenn sie wieder Mut gefasst hatten, an ihr Fleisch heran.
Was konnten diese Spanner ihr schon tun, im Vergleich zu Mathias? Trotz ihrer jahrelangen Erfahrung im SM spürte sie ihr stählernes Halsband heute deutlicher als sonst um ihre Kehle, ihr Schoß war nicht nass, aber feucht, und ihre Wangen rot.
Vor erst 3 Wochen hatte er ihr offenbart, das sie heute hier gefesselt knien würde, sie hatte ihn geneckt und gezankt. Für einen Scherz hatte sie es gehalten, bis es schließlich vor 2, 3 Tagen zur Gewissheit geworden war.
Er hatte sie vorbereitet und geputzt, wie man es mit einem Auto für eine Autoshow tun würde. Sie hatte sich die Fingernägel machen und lackieren müssen. Alles Haar bis auf das Kopfhaar entfernen. Zum Frisör hatte er sie geschickt. Er hatte weniger fest geschlagen, um keine Spuren auf ihr zu hinterlassen, was sie bedauerte.
Mieko war keine Frau, die zu allem ja und amen sagte. Aber Mathias war ein Mann, der „Nein“ nicht von ihr anerkannte. Nicht immer.
In den letzten 2 Tagen hatte es Repressalien gegeben. Einmal war Mieko, während sie ihm darzulegen versuchte, warum sie nicht ausgestellt werden wollte, herausgerutscht das sie sich „zu dick fühle“. „Dann hast du ab jetzt Essensverbot“, sagte Mathias. Und er lächelte dabei. Das war vorgestern Nachmittag gewesen. Mieko lebte mit ihrem Gefährten in quasi-ehelichen Beziehung zusammen: Sie hatten einen Partnerschaftsvertrag.
Und weil daraus unter vielem anderen hervorging, das Mathias entscheiden konnte, wo sich sein Schatz den Tag über aufhalten durfte, kniete sie nackt und beinahe bewegungslos gefesselt im 2.ten Stock des Kölping- Museums. Den Besuchern zumindest schien es zu gefallen.
Ganz klein war in ihr die Sorge, was wohl morgen werden würde. Die Ausstellung dauerte noch 2 Tage, und
morgen hatte ihr Freund im Programm ein Bild angekündigt, das schlicht „Schmerz“ hieß. Ein Bild, kein Objekt.
Das beruhigte sie ein bisschen.
Mieko nahm ein Geräusch unter sich war. Eine junge Frau hatte es sich tatsächlich auf der Decke gemütlich gemacht und sich unter sie gelegt. Jetzt spürte sie deutlich, wie sich ihre Knie gegen das Glas pressten, wie
ihr von unten her warm wurde, und sich Augen an ihr weideten. Dieser Lockenkopf unter ihr schien gar kein Schamgefühl zu haben. Mieko sah ihr ins Gesicht, die Frau lächelte zurück, und dann waren ihre Augen woanders.
Der Tag zog sich wie Kaugummi. Der Hunger wuchs zu einem kleinen wütenden Dämon im Bauch, schließlich schmerzten Mieko alle Glieder. Als nach einer Ewigkeit sich ein leichter Drang einstellte, Wasser lassen zu müssen, war sie sogar dankbar, wenn sich Leute unter sie legten, um sie zu betrachten. Sie versuchte dann auf
deren Armbanduhr zu erkennen, wie spät es denn mittlerweile sei.
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Nutzer: *kopflos*
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geschrieben am: 13.05.2001    um 03:16 Uhr   
Beinahe hätte sie es nicht mitbekommen. Plötzlich lag Mathias unter Ihr.
Sie brauchte ein paar Sekunden, um sich zu ordnen und darauf einzustellen. Ihn ansehend, schob sie Arme und Beine bis an die Enden des Schaukastens, machte ein Hohlkreuz und presste ihre Brüste gegen das Glas. Beinahe hätte sie vergessen, die sorgsam aneinandergepressten Schenkel zu öffnen.
Sein Lächeln tat ihr in dem Moment ungeheuer gut. Es wischte all die Unannehmlichkeiten fort, die sie angesammelt hatte. Er machte ein fragendes Gesicht und formte mit zwei Fingern einen Kreis und modulierte langsam O K? Sie versuchte ein nicken.
Mathias streckte eine Hand aus und fuhr mit einer Hand die Linien ihres Körpers nach, von der Brust abwärts, langsam. Mieko presste sich gegen die Scheibe, aber es war nur kaltes Glas. Ein paar Minuten blieb er so liegen, und Mieko war unendlich froh, das es keine Schlange von Leuten gab, die sie sehen wollten. Sonst wäre er wohlmöglich früher gegangen.
Die Dämonen kamen wieder, das Magenknurren, die Schmerzen, die Angst vor „Schmerz“. Aber jetzt war sie nass. Sie hatte den Gedanken gefunden das Mathias sie heute abend wohl belohnen würde.
Schließlich öffnete jemand hinter ihr die verschlossene Abdeckplatte. Zum erstenmal seit Ewigkeiten hörte sie eine Stimme nicht durch Glas gedämpft.
„Das Museum schließt für heute. Wir gehen nach Hause, Mieko.




soviel zum 2.ten bild. mir scheint, der zyklus interessiertniemanden sonderlich,aber da ich ihn einer ganz bestimmten person gewidmet und versprochen habe, werdeich ihn wohl trozdem durchziehen.

@ aba: danke für deine anfeuerung...wenn du möchtest; kannst du mir änderungsvorschläge und allgemeine komentare gern mailen, oder ins forum setzen... dazu is das ding ja auch hier]
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Nutzer: DEVON
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geschrieben am: 13.05.2001    um 10:33 Uhr   
sehr schön geschrieben bisher

ich warte auf das dritte bild :-)
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Nutzer: Talisa
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geschrieben am: 13.05.2001    um 10:44 Uhr   
+*W O W+* ... kopflos, deine Texte sind gut ...
lassen genügend Freiheit für die eigene Fantasie ...
und doch führst Du den Leser durch Dein Kopfkino.
Bin schon gespannt auf das nächste Bild.

Liebe Grüße *TALISA
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Nutzer: tigresse
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geschrieben am: 13.05.2001    um 18:10 Uhr   
62 views, 3 antworten bisher - manch' einer weiss vielleicht nicht recht, was er zu deinen texten sagen soll/will.
sie klingen allein schon interessant, allerdings wuerde ich gern auch etwas ueber den spezielleren hintergrund erfahren.
den zweiten teil empfand ich als weniger verwirrend/frei, er scheint detaillierter - fuehrst du das in einer stetigen entwicklung zum ende hin fort?

abwartend,

t.
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Nutzer: *kopflos*
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geschrieben am: 14.05.2001    um 10:37 Uhr   
Submission

Tastende Hände griffen um ihre Fußknöchel, ein Schüsselchen klirrte, und Mieko spürte wie das metal ihre fesseln verließ. 2 oder drei Finger lagen drucklos auf ihrer Haut, sie konnte es nicht unterscheiden, alles war verkrampft.
Die Hand strich ihr in einer langen Bewegung über den zierlichen Unterschenkel und ergriff den Slip, den
Mathias vor Stunden zurückgezogen hatte. Als sie spürte, das er den Fetzen wieder hochziehen wollte, hob sie leicht die Knie an. Langsam und mit kleinen Rucklern rutschte der Slip wieder an seinen Platz, Mathias griff hinüber und zupfte ihn zurecht.
„Darfst aussteigen, Schneewittchen. Das Museum macht zu.“ Ungeschickt und mühevoll, die Arme immer noch verschnürt wie ein Paket zu Weinnachten, rappelte sich Mieko hoch. Sie achtete beim austreten darauf, sich nicht ganz aufzurichten und schnell den Boden zu erreichen. Ihr grauer, grober Mantel hing über Mathias Arm, und sie freute sich auf ihn.
Mathias schien jedoch keine Eile zu haben. Er hatte ein paar Lippenstiftmarkierungen in dem Glaskasten entdeckt und machte sich daran sie mit dem Gleichmut eines Barkeepers zu entfernen, der seine Theke säubert. Mieko lies den Kopf hängen und wartete.
Endlich drehte er sich zu ihr um, umarmte sie kurz und kräftig. Dann half er ihr in den Mantel, ihn schließlich von oben nach unten zuknöpfend. Die letzen beiden lies er aus.
Die Korridore auf dem Weg zum Auto hielt sie sich unwillig hinter ihm, grade in der Entfernung, in der Mathias
sie an der Leine zu führen pflegte. Gerne wäre sie neben ihm gegangen, sein Arm um ihre Hüfte, aber bei Vorführungen konnte er unglaublich pingelig sehen, und sie wollte sich nicht den Abend mit einem Vortrag über
Anmaßung kaputtmachen. Dann sah sie das Hinweisschild für die Toiletten.
Sie stieß ein flehlichtes Welpen in den Knebel, aber Mathias spazierte weiter. Nach Hause war es fast eise Stunde, und ihre Blase drückte inzwischen. Kurz entschlossen machte sie zwei rasche Schritte vorwärts, und legte ihm den Kopf an die Schulter. Augenblicklich hielt er inne. Während er sich umdrehte, machte sie einen raschen Schritt zurück und setzte ein mitleidhaschendes Gesicht auf.
Was ist, Sklavin? Er überbetonte das Wort, das es durch die leeren Korridore hallte. Weiter hinten blieb der Hausmeister stehen.
Mieko gestikulierte mit den Augen zum WC. Ein verständiges Lächeln breitete sich auf seinem Gesicht aus.
„Ja, und was sagen wir da?“ Bitte; dachte Mieko, sparte sich aber es in den Knebel zu lallen. Er hätte sie sicher aufgefordert, sich deutlicher auszudrücken. Sie ging auf die Knie und fixierte seine Fuße. Aus den Augenwinkeln nahm sie war, wie er auf seine Armbanduhr sah. Sie senkte die Stirn auf den Teppichboden und wartete hoffnungsvoll. „Du hast 3 Minuten“
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Nutzer: *kopflos*
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geschrieben am: 14.05.2001    um 10:38 Uhr   
Den Klodeckel mit der Stirn hochzuklappen machte ihr nicht viel aus. Während sie dasaß und sich entleerte,
überströmte sie immer stärker die Freude auf den Abend. Allein, das sie sich bewegte und ihre verkrampften Muskeln sich ausruhen konnten machte sie glücklich. Stolz keimte in ihr auf, den Tag überstanden zu haben, obwohl sie doch nur stundenlang fast bewegungslos dagehockt hatte. Erstaunt stellte sie fast, das sie nach seinem Lob beinahe genauso lechzte wie nach einer zudringlichen Berührung.
Schweigend lenkte Mathias den Wagen durch den Abendverkehr. Autofahrten waren zu einem Ritual geworden, Mieko durfte zwar einsteigen und sich anschnallen, aber nicht aussteigen oder gar selbst den Anschnallgurt lösen. Bevor er losgefahren war, hatte er ihr den Knebel abgenommen, und sie wartete darauf, das er eine Frage stellen würde.
Während die Landstraße neben ihnen vorbeiglitt, rasten Miekos Gedanken der Nacht entgegen, und darüber hinaus. Morgen war noch ein Tag, und morgen hatte Mathias wiederum ein Ausstellungsstück angemeldet, das „Schmerz“ hieß. Fragen zwecklos. Ihr Magen knurrte vernehmlich.
„Beklag dich nicht, du bekommst ja heute zu essen, Mimi“, fing er an. Diesmal dachte sie dabei wirklich an Nahrung. „Ich bin ganz zufrieden mit dir, alles in allem. Hast dich ja doch noch berappelt. Insgesamt hast du dir sogar eine kleine Belohnung verdient. Weißt du etwas?
Oh ja, sie wusste etwas. Nur, sie wollte ihm nicht die Hand abreißen.
„Mathias“. Sie biss sich auf die Unterlippe. „Herr, ich mochte dir danken das du mich diese Erfahrung hast machen lassen. Wenn es mit deinen Plänen zusammengeht mochte ich darum bitten das du mich mit der Hand nimmst. Mathias ging vom Gas. Der Wagen zog rechts herüber. Sie hatte das Gefühl, umbedingt noch einige Sätze unterbringen zu müssen, bevor der Wagen zum stehen kam. „Mathias ich wird auch ganz lieb sein die nächsten Wochen und Betteln und.....“Halts Maul, Mieko“. Mieko hielt ihr Maul. In einer anderen Situation hätte sie vielleicht eine Hand vor den Mund genommen, aber jetzt nicht. Der Wagen hielt.
Er sah sie einen Moment lang an und sie sah auf ihre Knie. „Was hab ich gesagt, was du dir verdient hättest?“
„Eine kleine Belohnung“ gab sie ohne Hoffnung in der Stimme zurück. Er schüttelte kurz den Kopf, wie um einen Gedanken davonzujagen, und fuhr mit den Worten „Notgeile kleine Sklavenfotze“ wieder an.
Mieko dachte nur: „Er hat nicht nein gesagt“
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geschrieben am: 14.05.2001    um 10:38 Uhr   
Im Flur der Wohnung machte er sie niederknien, nahm ihr den Mantel ab und schnitt die Lederfesseln um die Arme auf. Der Schlüpfer musste ebenfalls dran glauben. „Ich geh duschen“ verkündete er, „mach du Abendbrot, und den Rest.“ Dann verschwand er im Bad.
Mieko hetzte sich ab, alles zu erledigen. Zuerst hörte sie für Mathias den AB ab, der jedoch glücklicherweise nichts zu melden hatte. Dann stürmte sie die Küche, um etwas zu Essen zuzubereiten. Vor Sessions pflegte Mathias leicht zu essen, und so entschied sie sich für Sandwichs, geschnittenes Obst und Joghurt. Als sie die Brause rieseln hörte, suchte sie im Spielzimmer Mathias schwarze Leinenkleidung zusammen, welche er gerne anlegte, faltete sie ordentlich und schlich ins Bad, um seine Wäsche einzusammeln. Sie packte ein Handtuch auf den Heizkörper, hetzte zurück in die Küche und garnierte einen großen fröhlich sonnengelben Teller mit dem Essen. Ihr Magen knurrte ganz fürchterlich beim Anblick des Tellers. Ihre Finger juckten, aber immer wieder dachte sie „er fragt dich gleich, hast du genascht“ und was sollte sie dann sagen?. Anfangen zu lügen, wegen einem kleinen Fick? Sie stibitzte eine Apfelscheibe und zerriss sie zwischen den Zähnen. Sie war grade fertig, als die Wohnzimmertür ging. Mieko ergriff das Tablett, presste es unterhalb ihrer Brüste an den Bauch und
ging auf die Knie. So bewegte sie sich ins Wohnzimmer.
Mathias hatte sein Gewand verschmäht und statt dessen einen Bademantel übergezogen. Sie stellte das Tablett vor ihm auf dem Tisch ab, sagte sehr stolz „Deine Sklavin“ und kuschelte ihre Wange an seinen Fußrücken Das mochte er, das wusste sie.
Während er aß bemühte sie sich, sich nicht zu bewegen und ihren Rücken krumm zu machen. Schließlich kam er bei dem Jogurt an. Halb durch diesen, schien er sich wieder ihrer zu erinnern, den er hielt ihr einen Esslöffel Joghurt hin. Aber er schien auch nicht recht Lust zu haben sie zu füttern, denn dann schnipste er mit dem Finger.
Du machst dich jetzt auf ins Spielzimmer, verbindest dir die Augen und machst ein schönes X auf dem Bett.. Ich komme gleich.
Mieko musste sich mühen, nicht zu zufrieden und selbstgefällig auszusehen, als sie sich auf Knien aus dem Wohnzimmer machte. Das „Spielzimmer“ war eigentlich das gemeinsame Schlafzimmer, dominiert von einem riesigen niedrigen Futonbett, welches sie jetzt ansteuerte. In einer Ecke entdeckte sie eine Staffelei, mit einem Tuch verhangen. Sie zog vorsichtig die Schublade mit den SM- Spielsachen hervor und suchte sich eine Augenbinde aus. Am liebsten hätte sie ein paar Dinge gleich herausgelegt, auf das Beistelltischchen, aber das gab mit Sicherheit Ärger.
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geschrieben am: 14.05.2001    um 10:39 Uhr   
Sie flitze zu der Staffelei hinüber; sammelte einen Moment Spannung und lugte dann unter das Tuch. Sie konnte nichts erkennen, die Leinwand war noch ganz neu und völlig unbemalt. Irritiert verhüllte sie die Staffelei wieder und zog sich zu dem Bett zurück. Sie entfernte Decke und Kissen, platzierte sich mittig auf dem Bett, setzte die Augenbinde auf und streckte alle Viere von sich.
Hoffentlich kam er recht bald. Sie konnte spüren, wie alleine die Position und der Gedanke an die Fesselung sie
erregten.. Was es wohl mit dem Bild auf sich hatte? Morgen sollte es doch fertig sein, und er konnte doch nicht ein leeres... nicht, das er es heute Abend machen wollte?
Sie hörte die Zimmertür zugehen und abgeschlossen werden. Schritte. Dann konnte sie spüren, wie er sich neben sie setzte. „Streck dich ein bisschen, ja? Er umfasste ihren linken Fuß, zog daran und lies die Lederschlaufe darübergleiten. Die Spannung auf dem Gummizug presste ihr Bein fest auf das Laken. Dann kamen in gleicher wiese ihre Arme an der Reihe. Mit dem 2.ten Fuß hatte er keine Eile, und gönnte ihr eine kurze, kräftige Fußmassage. Mieko entfloh ein wohliges Stöhnen.
„Dafür habe ich dir den Knebel nicht abgenommen, Mimi. Für heute Nacht gilt, das wenn du die Lippen noch einmal ohne meine Aufforderung auseinander nimmst, alles zuende ist. Hast du verstanden?“
Mieko nickte. Er zurrte den rechten Fuß fest und entzog sich dann der Berührung.
„Dann zeig mal das du ordentlich gefesselt bist und nicht frei kommst... los, zappel!“
Ihre ganze Stärke in die Arme legend, zog sie diese wenige cm an sich heran, während die Dehnungsseile an Kraft gewannen. Dann warf sie ich in die fesseln, zuckte und zappelte, bäumte sich auf und dachte zuvorderst daran, nur durch die Nase zu atmen. Alles hielt vortrefflich. Aber darum ging es ihm gar nicht, er hatte Spaß daran, sie so zappeln zu sehen. Immer noch kämpfte sie, obwohl ihr schon warm wurde und die Kraft schwand.
„Genug“. Sie blieb liegen und schnaubte wie ein Rennpferd.
Eine Hand legte sich auf ihren Venushügel und blieb dort liegen. „Mund auf, Mieko... weit weit auf“.
Wie ein Sturzbach füllte Honig ihren Mundraum, sehr schnell. Sie schluckte, ihre Backen liefen voll, ein wenig Honig rann ihr seitlich die Wange hinunter. Dann zog sich der Strahl ihren Hals hinunter.
„Mund schließen, Mimi.. und lass es drin.“ Einmal musste sie noch schlucken, dann passten die Lippen aneinander.
Die feuchte Spur ran grade zwischen ihren Brüsten nieder, weiter abwärts, ein Kringel um den Bachnabel, und dann hörte es langsam auf. Sie konnte spüren, wie überschüssiger Honig an ihr auf ihre Scham zu hinunterlief.
Nicht schlucken dürfen war fies. Das konzentrierte süß reizte ihre Geschmacksnerven.
Etwas weiches schabte die Honigspur nach, etwas labberiges. Toastbrot. Offenbar hatte er noch Hunger.
Sie schluckte ein winziges bisschen Honig. Ein Messer kratzte die Honigspur nach, ein stumpfes Küchenmesser bestimmt, aber Miekos Nackenhaare stellten sich trotzdem auf.
„Das habe ich gesehen, Sklavin. Du willst dir wirklich süßen Ärger einhandeln, nicht?“ Seine Hand legte sich flach über ihre Scham. „Medium“ verkündete er. Die Hand krabbelte über ihren Körper, hierhin und dorthin, und ihre Nippel stellten sich auf. Als er die erste Wäscheklammer ansetzte, quietschte sie in den Honig, bei der zweiten bog sie würz den rücken durch, um sie abzuschütteln, aber nichts geschah. 2 Finger fuhren ihre rechte Schamlippe mit leichten Druck hinauf, sie an einer stelle quetschend. Dann schob er beide in sie, um sie auszuweiten.
Inzwischen war das atmen beinahe ein Pfeifen, ihre brüste hoben und senkten sich rhythmisch.
Die Finger bewegten sich ein wenig in ihr. Vorfreude überflutete sie.
Er glitt hinaus. Es dauerte ein paar Sekunden, bis der nächste Reiz sich einstellte. Sie konnte sich riechen. Ihre Geruch ganz nah an der Nase. „Vorsicht. Ich passe auf“ sagte er noch.
Dann hielt er ihr die Nase zu. Die ersten Sekunden blieb sie ganz ruhig.
Dann fing sie an Honig zu schlucken, eher unwillentlich, und mit den armen an den fesseln zu reißen.
Ihre Lungen wurden warm und schwer, die Dunkelheit wurde heller. Als sie anfing, wirklich heftig zu zuckeln, lies er die Nase frei.
Ein paar Augenschläge lang konnte sie nur ihren Atem beruhigen. Dann spürte sie seinen. An ihrem Geschlecht.
Beinahe genauso deutlich. Er setzte ihr einen Kuss. Sie wartete auf den zweiten. Wartete. Wartete.
Schlaf gut, Mieko, sagte er. Dann wurde die Tür aufgeschlossen.
"Träum was schönes."


[rückt das bild zurecht]

@ tigeresse.. wenn du mit mir über die hintergründe reden möchtest, schick mir ne mail, wir können gerne In die tiefe gehen
@ tamsin special thanks

weiterin an alle.. *peitsche knalls* FEEDBACK
traut euch, setzt euch nen paar min hin und schreibt mir was ihr denkt.















Geändert am 14.05.2001 um 10:45 Uhr von *kopflos*
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Nutzer: fight-me
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geschrieben am: 15.05.2001    um 09:01 Uhr   
Also, ich les ja sonst nie das Forum, aber auf Empfehlung hab ich es jetzt doch getan - und ich muss sagen, es hat sich gelohnt ;-)
Ich erspare es Euch und mir, meine Meinung detaillierter wiederzugeben, aber insgesamt gefällt es mir gut.
Werde wieder reinschauen..... Fight
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Nutzer: NOMINATOR31
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geschrieben am: 15.05.2001    um 15:39 Uhr   
hallo Kopfi !
Ersma Gratulation zu den tiefen einblicken in deinen Seelenleben ,also ich finde deine Geschichte wirklich sehr gelungen und sehr inspirierend .
Vielleicht werde ich demnächst auch ma einen Versuch starten und etwas ähnliches auf dem Bildschirm Zaubern .
Tja jeder SMler hat so seine eigene Vorstellungen von seiner Art des Auslebens ,aber deine Lesen sich selbst für einen switcher wie meinereiner ganz Angenehm .

MFG
Nomi
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Nutzer: DieMagierin
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geschrieben am: 15.05.2001    um 17:52 Uhr   
Hmmmm....also die geschichte ist echt gut geschrieben...
Im normalfall bin ich ja nicht schwer von Begriff, aber was ich nicht verstanden hab, was hat der erste Teil, mit dem Teich mit dem 2 und 3 teil (in dem museum) zu tun? Ich hoffe mal, dass erklärt mir nochmal wer oder es klärt sich dann noch weiter auf?
:))


cya
die
~~o~~
Magierin
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Nutzer: *kopflos*
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geschrieben am: 16.05.2001    um 08:46 Uhr   
Rückkehr nach Arkadia

Sich suhlend lag sie im Gras, zappelnd und nass wie ein Fisch an Land. Die Ketten zerrten an ihr, wenn sie versuchte, sich zu berühren. Wie sie umwickelnde Schlangen stemmten sie sich gegen jeden ihrer zaghaften Versuche
Mieko öffnete die Augen, sah nach dem Ring Blumen um ihren Hals, und erstarrte. Keine zwei Schritt vor ihr ragte die Statur einer Frau in den den Himmel. Sie stieß die Ferse in den lehmigen Boden und schob sich weg, bis sie die Figur erkannte. Die Statur sah aus wie sie.
Sie streichelte sich mit den Augen. Hatte sie so gestanden?
Die Beine leicht gespreizt, den Kopf verschämt geneigt, den ganzen Körper seitlich eingedreht wie eine Feder unter Spannung. Mieko wollte es genauer sehen. Mühevoll richtete sie sich im Gras auf. Marmor, tatsächlich. Hellgrau, ins weiße spielend. Der Ausdruck auf dem Gesicht, gegen alle zeit dort festgehalten, kündete von Schrecken. Sie näherte sich bis auf wenige Zentimeter ihrem Abbild und folgte mit Augen den Linien. Das Wollen diese Figur zu fassen und liebkosen sammelte sich in ihrem Schoß.
Sie sah an sich selbst hinunter, zwischen ihre Keine. Die stählerne Kette, welche ihre Füße gepackt hielt, glitt windend durch das Gras, leise rasselnd wie eine Klapperschlange. Diese Dämonen bewegten sich ohne ihr zutun.
Mieko beugte sich vor, und setzte der Statur einen Kuss auf die Stirn. Dornrösschen erwachte nicht. Hätte die Figur spüren können, wäre sie sicherlich geschmolzen, als Mieko
ihr mit gierigen Bewegungen die Lippen aufsetzte, ihren Körper gegen den kalten Stein presste und sich daran wand.
Wie lange sie so da stand, konnte sie unmöglich sagen, doch irgendwann gab sie auf. Das brennen, mit dem sie aufgewacht war, ließ sich so nicht ersticken. Sie setzte der Figur einen Abschiedskuss auf die Lippen; in der festen Hoffnung, sie würde doch noch die Augen aufreißen. Schließlich schleppte sie sich zu dem Steinbrunnen, und setzte sich nieder. Der Stein war rau und kalt, aber das Wasser war klar. Sie setzte ein Bein ins Wasser, dann zwangsweise das andere. Gegen die aufgestaute Hitze ihres Körpers war das Wasser schneidend kalt
Der Brunnen war nicht tief, es war überhaupt nur ein Zierbrunnen, das Wasser schien aus den schnäbeln der beiden trinkenden Vögel zu rinnen. Mieko sah verlangend zu ihrer Statur herüber, aber was würde es nützen, sie mochte sich reiben soviel sie wollte, es würde nichts geben. Wo war dieser Mann, dem der Ort hier zu gehören schien?
Eine Weile verlor sie sich in den Vogelstimmen, der Nachmittagssonne und ihrem verlangen, als plötzlich neben ihr sich etwas bewegte. Ein Piepen, und der eben noch versteinerte Vogel schwang sich in den Himmel und hielt auf seine Artgenossen zu.
Fassungslos starrte Mieko dem kleinen Wesen hinterher, immer freundlicher, bis es verschunden war. Sie prüfte den Brunnen: es war nur noch ein Wasserspeier.











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Nutzer: *kopflos*
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geschrieben am: 16.05.2001    um 08:49 Uhr   


Stundenlang und mit neuer, verhundertfachter Hoffnung wartete sie, das die Statur erwachen möge. Die Sonne ging dem Abend entgegen, und es wurde kühler. Wo ist er, dachte sie, warum kommt er nicht. An den kleinen Vogel musste sie denken, und an ihre Freunde und ihr Zuhause. Zuhause.
Sie stieß sich mit einem Ruck vom Brunnen ab, schlurfte die ketten hinter sich herziehend zu der Statur und betrachtete sie ein letzes mal, dabei den Drang niederkämpfend, den klöaten leblosen Stein nocheinmal so inbrünstig zu lieben. Am Rande der Lichtung drehte sie sich wie resignierend um, doch alles war noch so, wie es gewesen war, und nichts besser.
Mit gefesselten Armen und Beinen dauerte es eine Ewigkeit, das kurze Stück zum Waldrand zurückzulegen. Die ketten verfingen sich immer wieder in kleinen Sträuchern, und einmal stolperte sie. Der Länge nach schlug sie auf, wie eine Faust. Etwas spitzes bohrte sich in ihren Bauch, ein Tannenzapfen. Minutenlang blieb sie am Boden liegen und weinte. Die verdammten ketten krochen wie Assgeier über sie.
Es dämmerte schon, als sie den Waldrand erreichte. Den Hügel hinab konnte sie über die Felder ihr Dorf sehen, und weit weg ihr eigenes kleines heim. Dazwischen lagen brache Felder und niedrige Grasflächen. Fast klang es so, als würde das Gras winseln, aber das war nur der wind.
Ein paar Scheinwerfer schnitten durch die Dämmerung. Bis zur Strasse war es noch ein kleines Stück. Unschlüssig blieb sie stehen. Was würde der Fahrer sagen? Was die Leute im Dorf?
Es würde unangenehm werden. Dann traf sie die wirkliche Antwort: Sie wollte gar nicht ins Dorf. Sie wollte zu diesem Mann.
In dem düsteren Wald schien ihr nichts mehr bedrohlich. Sie wollte nur zurück zur Lichtung, mit einem Mal hatte sie Zeit. Sie ging sogar langsamer als sie hätte können, weil sie auf den Mond warten wollte. Und weil sie die Lichtung nicht leer finden wollte.
Die letzen Meter waren die schwersten, fast hätte sie einfach aufgehört mit allem. Sie erreichte die Lichtung. Leer. Die Statur stand noch da, vom Mondlicht umspielt. Die Ketten wirkten jetzt bedrohlich, silbern schimmernd, sich offensichtlich langsam bewegend, wie unwirkliche raubtiere.
Der Brunnen war noch da. Mieko wanderte zu ihm hinüber und besah sich ihre Reflektion auf der Wasseroberfläche. Das Wasser glitzerte, es kam ihr tiefer vor. Sie sah genauer hinein, angestrengt. Es war tiefer.
Da waren Stufen unter der Wasseroberfläche. Im fahlen Mondlicht erkannte sie eine Wendeltreppe, die sich den Brunnen hinabschlängelte. Sie schwang sich über die kleine mauer.
Das Wasser war eisig, als sie hineinglitt.



[ps: sich nochmal für die viele hilfe den zuspruch und dergleichen bedankt.. am we wird es von allen geschichten eine überarbeitete auflage geben, wo ich versuchen werde , die sachen abzuschleifen und die konturen deutlicher herauszuarbeiten. wer das endproduckt möchte, eine kurze mail an friedenskrieger@gmx.net]



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Nutzer: Vulcania
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geschrieben am: 17.05.2001    um 17:37 Uhr   
*hochschiebt, weil schön findet*
ich bin verantwortlich für das, was ich sage, nicht für das, was DU verstehst!
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geschrieben am: 18.05.2001    um 08:46 Uhr   
Schmerz

„Sch, Mimi, Schhh“ raunte es in ihr Ohr. Sie drehte den Kopf weg.
Mathias legte seine Hand seitlich an ihre Brust, strich die Rippenbögen hinunter und brachte die Hand
auf ihrem kleinen Hügel zum liegen. Er hatte keine Eile. Sich über sie beugend, suchte er sich das ihm zugewandte Ohr aus und biss sachte ins Ohrläppchen. Miekos abwehrende Bewegungen wurden von den Fesseln zunichte gemacht, und so wurde sie zusehends unruhiger.
Mathias drückte ein wenig mit der flachen Hand auf den Venushügel. Mieko atmete tief ein, und wohlig seufzend wieder aus. Er ließ ihr Ohrläppchen gehen und fragte leise Mi-e-ko?
Nach einer Weile kam ein zaghaftes „Ja“
„Du liegst in unserem Bett. Deine Arme und Beine sind gefesselt, und deine Augen sind verbunden. Du bist meine Sklavin.
„Mhhh“ antwortete Mieko langgezogen. . Mathias konnte nicht unterscheiden, ob der Laut als ein einfaches ja oder genießerische Zustimmung gemeint war.
„Wie war deine Nacht, kleines?“
„Fürchterlich, bis ich eingeschlafen bin. Danke, Mathias.“ Mieko schlug die Augen auf und blickte verständnislos in den schwarzen Samt, bis sie die Augenbinde erkannte. Inzwischen gewann die Lust an Hoffnung, das Mathias sie noch eindringlicher berühren würde.
„Wir müssen uns ein bisschen sputen“, sagte Mathias, während er die Fesseln entfernte.„Du musst noch ein Bild
malen.“ Mieko lag bewegungslos da und versuchte seinen letzen Satz zu verstehen. Er nahm ihr die Augenbinde ab. „Beweg dich ein bisschen, du musst ja ganz steif sein von den Fesseln.
Wie automatisch kam sie der Aufforderung nach. Während sie sich streckte, merkte sie, wie leicht sie seine Befehle annahm. Ihr Blick fiel auf die jungfräuliche Leinwand, die nun nicht mehr abgedeckt war. „Wie meinst du, ich muss noch ein Bild malen?“ fragte sie vorsichtig. Mathias führte irgendetwas im Schilde.
„Ich dachte mir, da du die Unannehmlichkeiten unserer Beziehung erträgst, solltest du sie auch ausdrücken. Ich werde dir lediglich dabei helfen.“ Unverständnis hüllte Mieko ein. Mathias dagegen fuhr motiviert fort:
„Mach dir keine Sorgen, ich habe alles vorbereitet. Es wird ganz leicht. Los, ab ins Bad. In 10 Minuten liegst du bäuchlings auf dem Straffbock. Beeil dich.“
Noch ein wenig schlaftrunken tapste Mieko ins Bad. Sie mochte nicht, so gehetzt zu werden, nicht am frühen Morgen. Was Mathias wohl mit den Unannehmlichkeiten meinte? Der Straffblock war zumindest nichts, wovor sie sich fürchtete. Ein wunderschöner lederüberzogener Bock, über den sie sich manchmal lehnen musste, um Schläge zu empfangen. Leider führte nicht jede kleine rebellische Aktion auf diesen Block, den sie genoss die leichteren Schläge sehr. Zuweilen tat Mathias ihr aber die Liebe.

Als Mieko aus dem Bad kam, fand sie ihn die Zeitung durchstöbernd, lies ihn aber ihren Anweisungen nach in Ruhe, begab sich ins Spielzimmer und legte sich über den Bock. Ihre Beine berührten noch den Boden, aber die Hauptlast ihres Gewichtes trug jetzt ihr Bauch. Die Arme ließ sie vorne lose hinunterhängen. Hier zu liegen machte sie auf eine unbestimmte Art empfindsam, sie spürte das kühle Lederpolster gegen ihren Bauch, und streichelte über das sandbraune Holz.
Hinter sich hörte sie eine Bewegung, und dann legte Mathias ihr beide Hände auf die Schulterblätter. Sie zuckte zusammen. Ihr rücken wurde massiert, zuerst zärtlich, aber bald war es ein Kneten und Warmreiben. Stöhnend genoss sie diese Vorbereitung, ihr Atem ging tief. Für gewöhnlich wärmte er sie mit Schlagwerkzeug auf.

Die Hände verschwanden. Mieko hörte eine Gerte tanzend durch die Luft surren, wie die Schlage eines Schattenboxers. „Die Beine noch etwas weiter auseinender, Sklavin“. Sie kam der Aufforderung sofort nach.
„Mimi das wird jetzt ein bisschen weh tun, aber wenn du ruhig liegen bleibst, ist es gleich vorbei: Nur 3, 4 Schläge und du bist durch.“ „Warum so wenig?“, dachte Mieko.
Wie ein schneidendes Fallbeil biss die Gerte in ihren Rücken, Mieko vergaß zu schreien. Wie der wichtigste Gast einer Party kam der Schmerz etwas später, ein infernalisches Brennen. Schon war sie wieder erhoben, aber Mieko wartete vergebens. So fest hatte er sie sicher noch nie geschlagen. Hätte er nicht gesagt, das es nur wenige Schläge würden, sie wäre protestierend vom Bock aufgesprungen. Lang erwartet kam der zweite Schlag. Noch härter als der erste, wollte ihr scheinen. Wasser sammelte sich in ihren Augen. Ihre Fingernägel bohrten sich ins Holz, einer brach ab. Sie wollte auf keinen Fall aufgeben, dies musste einen Grund haben, er würde...
Noch ein Hieb ging auf ihren Rücken nieder, Zentimeter neben dem zweiten. Mieko SCHRIE.
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Nutzer: *kopflos*
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geschrieben am: 18.05.2001    um 08:47 Uhr   
Zitternd lag sie auf dem Block. Blitzschläge tanzten vor ihren Augen durch den Raum.
„Mathias“ sagte sie mit zerbrochener stimme. „Mimi, es ist ja schon vorbei, bleib so, ganz ruhig.“
Das Brennen auf ihrem Rücken wurde schlimmer, und verlief nun entlang langer geraden, welche die Gerte ins Fleisch gebissen hatte. Erst jetzt merkte sie, das Mathias Fotos machte. Langsam, ganz langsam klang der Schmerz ab. Die Bilder kamen schnell. Sie sah aus dem Augenwinkel, das er eine Sofortbildkamera verwendete.
Als er eine handvoll Fotos zusammenhatte, sagte er: „ Du kannst aufstehen, Mimi. Komm her und sieh dir die Bilder an.“
Mieko, noch wackelig auf den Beinen, sah sich die Fotos an. Alle zeigten ausnahmslos ihren Rücken, durchschnitten von drei beinahe parallelen Striemen unterschiedlicher Rottönung. Sonst unterschieden sich die Bilder nur durch den Aufnahmewinkel.

„So, Mieko, und jetzt malst du dein Bild. Such dir ein Foto als Vorlage aus, und dann los. Was du brauchst habe ich dir hingelegt.“ Mathias setzte sich aufs Bett und entspannte sich. Offenbar hatte er vor, ihr dabei zuzusehen.
Unsicher stakste sie hinüber zur Staffelei. Dort lag nur eine Siegelwachskerze in tiefem rot, wie sie Mieko schmerzhaft aus früheren Spielen in Erinnerung hatte. Sie blickte noch mal auf das Foto, auf die langen roten graden, und fuhr sich mit einer Hand über den Rücken.
Schließ entzündete die Kerze, wartete, bis genügend Wachs geschmolzen war, und lies es auf die Leinwand tropfen. Es ran zitternd die Leinwand hinunter, und versiegte. Mieko musste etwas weiter abwärts
wieder ansetzen, aber das Resultat war beeindruckend. Das stechend riechende Wachs sah aus wie verkrustet, und erinnerte sie unweigerlich an Blut. Der zweite Striemen gelang beinahe genauso gut, nur das ihr Finger einen Tropfen Wachs fing und sie beinahe vor Schreck das Stück auf die Leinwand hätte fallen lassen. Inzwischen hatte sie großen Spaß daran, und als das dritte Gerinnsel fertig war, sprühte sie vor Freude. So einfach es war, so schön sah es aus. „Ich hab’s, Mathias“ jubelte sie und klatschte in die Hände.

„Mh“ kam nur von ihm herüber. „Dann mache dich bitte für heute fertig, Sklavin. Zieh den Hosenanzug an, und ein weißes Hemd, und bloß keine Absätze. Los! Mieko bewegte sich nicht. Sie versuchte ihre Stimme unterwürfig klingen zu lassen, was ihr nicht gelang. „Was möchtest Du für Unterwäsche, Mathias?
Er sah ihr so lange ins Gesicht, bis sie es nicht mehr aushielt. Dann sagte er moduliert: Habe ich was von Unterwäsche gesagt?
„Du hast auch nichts von Socken gesagt“, sprach sie nuschelnd seine Füße an. Seine Hand ballte sich zur Faust, öffnete sich aber wieder. „Leichte brave schwarze Socken Mimi. Keine Unterwäsche.“ Dann, mit einem gefährlichen Rollen in der Stimme: „Raus Mieko, mach voran!“

Während sie in die Sachen schlüpfte, schalt sie sich eine dumme Gans. Warum mit ihm streiten, er war doch nachsichtig gewesen. Der Anzug fühlte sich leer an, ohne Unterwäsche. Sie hatte das Gefühl er schlackere überall um sie herum. Im Spiegel sah es jedoch gut aus, besonders das stählern blitzende Halsband, das ihren Hals umschloss, und das goldfarbene Schloss über dem schwarzen Anzug. Sie malte die Lippen nach, und feilte den abgebrochenen Nagel neu. Die Schläge waren so hart gewesen... sie vermisste seine kräftigen, keinen Wiederstand duldenden Bewegungen. Sobald sie fertig war, ging sie sich präsentieren.

Mathias überprüfte sie eingehend. „In Ordnung“, sagte er zufrieden. Das Foto hatte er weit unterhalb und abseits der Wachsspuren auf der Leinwand befestigt, wie Mieko sofort bemerkte. „Auf die Knie“. Vorsichtig folgte sie der Anweisung. Mathias trat vor sie, und griff nach ihrem Halsband. Ein Schlüssel baumelte in seiner Hand.
„Nein bitte Mathias“ begann sie zu betteln, und fing eine Ohrfeige mit dem Handrücken. Augenblicklich war sie still. Er öffnete das Band und nahm es an sich. „Wie willst du den mit einem Sklavenhalsband eine emanzipierte Frau darstellen, wenn du den Leuten das Bild erklärst?“. Sie wusste keine Antwort.

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Nutzer: *kopflos*
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geschrieben am: 18.05.2001    um 08:48 Uhr   
Als das Bild aufgehängt wurde, und die ersten Besucher einen flüchtigen Blick darauf warfen, meinte sie, vor Scham nicht sprechen zu können. Mathias hatte sie angewiesen, den Tag über bei dem Bild zu bleiben und jedem der kam und Fragen hatte, ihre Geschichte zu erzählen. Es war, als könnten sie durch den dünnen Anzugstoff hindurch auf ihren Rücken sehen. Doch es kamen keine Fragen, die ihr die Luft nahmen. Viele der Menschen, die gestern noch wie Assgeier um den Glaskasten gestanden hatten, trauten sich nicht einmal in ihre Nähe. Und wenn man sie fragte, kamen die Fragen respektvoll und zaghaft, beinahe entschuldigend.
Bald stand sie selbstischer und aufrecht wie eine Sicherheitsbeamtin. Schließlich begann sie, die Besucher herbeizusehen, den der Tag wollte nicht enden, und immer wieder kamen ihr lüsterne Gedanken, derer sie sich nicht erwehren konnte. Sie hielt nach Mathias Ausschau.

Er holte sie für einen kleinen Happen im Museumskaffee ab. Ihr eigenes Verhalten erstaunte sie.
Sonst schluderte sie gelegentlich mit seinen Regeln, doch diesmal achtete sie peinlich darauf, keine zu übertreten. Die Hände offen auf dem Tisch. Vor der Lehne sitzen, grade. Die Beine weit geöffnet.
Warten, das er für beide bestellt. Freundlich die Bedienung anlächeln. Nur auf seinen Teller sehen.
„Wie ist es an dem Bild, Mieko?“
Äh... ich.. es ist ein wenig.. Es ist schön.
„Du träumst, Mimi“ Sie lief rot an. Das machte ihn aufmerksam. „Erzahl’s mir“
Sie rückte den Stuhl näher an den Tisch heran, suchte seine Augen und würgte hervor: „Ich habe mich nur gefragt wann du.. Ob du mich heute lieben wirst. Länger hielt sie seinen weidenden Blick nicht aus.
Jetzt fühlte sie sich wirklich wie ein Sklavenluder.
Mathias nahm einen Schluck Kaffee. „Geh auf die Toilette, Mieko.“ Sie meinte, sich verhört zu haben.
Unsicher stand sie auf, auf ein Zeichen hoffend. Den halben weg zu den WC’s starrte sie zu Mathias Platz zurück. Sie kam vor dem „D“ zum stehen, zögerte, wartete, und verschwand dann mit bis zum Hals schlagendem Herzen in „H“. Er hatte nicht gesagt, wie lange sie gehen sollte.
Als die Tür zuklappte, stand er auf. Er hatte es mit einem Mal ziemlich eilig.



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Nutzer: *kopflos*
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geschrieben am: 18.05.2001    um 09:03 Uhr   
"That's all , folks"
Na, nicht ganz.

Special thanks to ArDie, Tamsin und ~julie, die mich mit kritik und dergleichen auf kurz gehalten haben.

Es wird wie schon gesagt eine überarbeitete Version des ganzen Zyklus geben, ich möchte die sprache an einigen stellen verbessern, die klarheiten beseitigen, ect...
wer das fertige endproduckt möchte, eine mail an friedenskrieger@gmx.net, und ihr seid auf der liste.

VERY SPECIAL thanks an Pumalady, der dieser Zyklus gewidmet ist, für dies und das und jenes und das andere und....
Höffentlich kriegst du deine Schühchen.
(warte aber bitte auf die Überarbeitung)

Not to be continued

[Gerüchte besagen aber, das da jemand eine ähnliche anfrage an den kopflosen hat, und wenn nicht, da is auch noch so ne kleine Geschichte, diee....]

Danke für die Anregungen, und hoffentlich hat es euch auch so viel spaß gemacht!





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