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Wer kennt Gedichte von Richard Zoozmann |
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geschrieben am: 19.05.2001 um 20:49 Uhr
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Da selbst meine Suche im Internet erfolglos war, würde es mich sehr freuen, wenn jemand weitere Gedichte von Richard Zoozmann kennt ...
Das Glück
Es huscht das Glück von Tür zu Tür,
Klopft zaghaft an: - wer öffnet mir?
Der Frohe lärmt im frohen Kreis
Und hört nicht, wie es klopft so leis.
Der Trübe seufzt: Ich laß nicht ein,
Nur neue Trübsal wird es sein.
Der Reiche wähnt, es pocht die Not,
Der Kranke bangt, es sei der Tod.
Schon will das Glück enteilen sacht;
Denn nirgends wird ihm aufgemacht.
Der Dümmste öffnet just die Tür -
Da lacht das Glück: "Ich bleib bei dir!"
Danke ...
Licht und Sonne und einen wunderschönen Abend ...
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| "Autor" |
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geschrieben am: 19.05.2001 um 21:28 Uhr
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Der Kobold in der Mühle
Vom Himmel stob in schwarzer Nacht ein Hageln und Gewittern,
als wollte Blitz und Donnerschlag die ganze Welt zersplittern.
Da klopft es an der Mühle - horch: "Macht auf, macht auf da drinnen;
gebt Herberg mir, sonst spült mich noch die Sintflut ganz von hinnen!"
Der Müller öffnet. "Rasch herein!" - Da löscht des Lichts Gefunkel
ein Windstoß - und was Großes schiebt sich plump und schwer durchs Dunkel.
Es brummt und schnauft die Wand entlang und tappt mit dumpfen Schritten.
Licht schlägt der Müller - doch vor Schreck wärs ihm beinah entglitten.
Hilf Gott! ein Bärenführer ists. - Der spricht: "Laßt Euch nicht schrecken!
Es ist ein gutes, frommes Tier - man darf es nur nicht necken!"
"Ja, lieber Mann, ein Bündel Heu will ich Euch nicht verwehren,
jedoch wohin in aller Welt soll ich mit Euerm Bären?"
"Tut ihn in Eure Mühle nur, ich leg ihn an die Kette;
es wär der erste Bär, der Korn und Mehl gefressen hätte.
Er kann Euch keinen Schaden tun - Ihr werdet kaum ihn hören,
mit Brummen pflegt er weder sich noch andre nachts zu stören."
"Nun gut - doch wißt: ein Kobold treibt schon lange dort sein Wesen,
er spukt des Nachts und fährt umher - und ist nicht zu erlösen."
Da lacht der andre: "Ei, der macht Euch ferner nicht Beschwerden;
mit Euerm Kobold wird mein Petz, glaubt mirs, schon fertig werden!"
Der Bär kam in die Mühle nun, und unser Müller pflegte
mit Trank und Speise seinen Gast, bis man zu Ruh sich legte.
Doch bald erscholls da draußen dumpf -: es quiekte, schrie und brummte,
als wär der Teufel los, bis jäh das Lärmen dann verstummte.
Am andern Morgen zog der Mann mit vielem Danke weiter,
dem Bären sah man gar nichts an, er lief und brummte heiter.
Der Müller war bei dem Geschäft am besten weggekommen:
ein ganzes Jahr hindurch hat er vom Kobold nichts vernommen!
Da - eines Abends öffnet sich die Tür, und durch die Spalte
schiebt seinen Kopf der Kobold - hu! der struppig-ungestalte. -
Doch traut er sich nicht nah, er hält die Tür mit seiner Tatze
und spricht: "Herr Möller, lewet noch die grote schwarte Katze?"
Der Müller saß zuerst vor Schreck erstarrt - doch bange machen
ließt er sich nicht, er faßte sich ein Herz und rief mit Lachen:
"Jo, Kobold, jo! Die lewet noch un hett itzt sewen Jungen!"
Da ist auf Nimmerwiedersehn der Kobold flugs entsprungen.
Richard Zoozmann
quelle:Link
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zitat:
"Den Rat will ich dir geben, er ist zu allem nütz: Je ernster ist das Leben, je mehr brauchst du den Witz." Geändert am 19.05.2001 um 21:44 Uhr von chicita |
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| "Autor" |
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geschrieben am: 19.05.2001 um 21:39 Uhr
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Vielen Dank chicita
Licht und Sonne ...
und einen wunderschönen Abend ... |
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| "Autor" |
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geschrieben am: 19.05.2001 um 21:46 Uhr
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