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Straße der Einsamkeit

Nutzer: Soul_of_Filth
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geschrieben am: 21.05.2001    um 17:02 Uhr   
Die Straße der Einsamkeit

Ich gehe alleine durch die Straße der Einsamkeit.Dort treffe ich immer wieder Menschen.
Menschen die mich freundlich anlächeln und grüßen.Ich gehe mit frohen Gedanken,daß ich vielleicht doch gemocht werde.Aber dann,als ich mich noch einmal zu ihnen umwende,nur einen kurzen Augenblick,da sehe ich das wahre Gesicht von jedem einzelnem der vorher lächelnden und grüßenden Gestalten.Es ist nun nicht mehr freundlich,es ist zu einer schrecklichen Grimasse verzogen und voller Boshaftigkeit.Nur ein paar,unscheinbare,Gesichter,in einer dunklen Ecke versteckt,sie lächeln immer noch.Es klingen immer noch ein paar warme,klare Stimmen,aber die lieben Stimmen werden von den anderen,schlechten Stimmen übertönt und verschluckt.Die wenig guten Gesichter werden von den übelwollenden umringt und verdeckt.Jetzt habe ich nur noch böse Gesichter vor meinen Augen und vernehme nur noch grausame Stimmen.Nun haben alle in dieser Straße eines gemeinsam,Ablehnung,gegen mich.Endlich bin ich am Ende der Straße angelangt,doch ich sehe nicht das weiße,rettende Licht,von dem immer alle erzählen.Ich sehe nur Dunkelheit und die grausame Einsamkeit.Meine Hoffnung ist schon lange versiebt,meine Hoffnung auf Rettung aus der Einsamkeit.
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Nutzer: Necromance
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geschrieben am: 21.05.2001    um 20:11 Uhr   
Achte nicht auf diese Gesichter, die verzerrt vom Hass. Sie hassen, weil sie nicht wissen was Liebe ist. Doch, dem dies auffällt, der in der Lage dieses in ihrem Blick zu erkennen, der trägt noch Liebe in sich.
Lass Dich nicht beeinflussen von ihren falschen Worten, lass Dich nicht mitreißen von ihrem falschen Lächeln,
lass niemals zu, dass sie Dir diese Gabe der Erkenntnis und des Sehens nehmen.
Der Preis dafür ist hoch, es bedeutet Kampf, es bedeutet Einsamkeit. Aber Du bist nicht allein in dieser Straße, auch wenn es so scheint.
Sind dort nicht Gestalten, deren Lächeln echt ist?
Sie sind verborgen im Schatten des Lichts, unscheinbar, und doch zu sehen für den, der sehen will. Willst du sehen?!?

Ich gehe den Weg der Einsamkeit schon lange.
Gib die Hoffnung nicht auf. Niemals. Denn dann begibst Du Dich langsam aber sicher, und ohne dass Du es merkst auf den Weg dieser falschen Lächelnden.
Suche die Hoffnung nicht bei diesen vielen, sondern bei den Wenigen. Und Du wirst gerettet werden!!!

Ich strecke Dir meine Hand hin. Du brauchst sie nur zu ergreifen. Es liegt an Dir...
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Nutzer: Soul_of_Filth
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geschrieben am: 22.05.2001    um 20:46 Uhr   
verneigt sich vor Necromance..

Du reichst mir deine Hand?Aber wofür?
Damit ich ein weiteres mal vergebens Hoffnung erhalte?
Oder damit ich ein weiteres mal,alle Qualen durchlebe?
Eines Tages,vielleicht,wird der Moment einfach passen,
und ich werde es noch einmal versuchen,aber nicht heute.
Nicht in dieser Zeit.Ich werde meine Maske weiterhin
tragen und über deine Worte nachdenken.
Aber ich bin dir trotzdem dankbar!

Soul
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Nutzer: Necromance
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geschrieben am: 23.05.2001    um 14:19 Uhr   
erwiedert die Verneigung
Ich reichte Dir die Hand nicht, um Dich herauszuziehen, denn dazu bin ich selbst viel zu schwach.
Ich reichte Dir die Hand nicht in der Hoffnung, dass Du sie ergreifen würdest, denn dann wüßte ich selbst nicht, was weiter zu tun wäre.
Ich reichte Dir die Hand lediglich als Geste – als begrüßende und einladende Geste zwischen all den Geschöpfen, die Dir die Hand, als Du sie ihnen reichtest zur Seite schlugen.
Ich reicht Dir die Hand als Zeichen – nicht der Verachtung, sondern der Beachtung...
... der Beobachtung, denn ich beobachtete Dich in diesem Karneval der Seelen, zwischen all den anderen tanzenden Masken... wie Du Dir den Weg bahntest zum Licht, dass doch nur, gleich einem Irrlicht, trügerisch verlosch, als Du glaubtest es erreicht zu haben... dass Du erst gar nicht fandest.
Und ich sehe, wie es Dich zugrunde richtet, denn Du gehört nicht zu denen, die hier verweilen wollen, die mitgerissen werden von der Trägheit, Bosheit, Blindheit und Falschheit der vielen.
Und wenn du an der Hand vorbei hoch in meine Gesicht siehst, erkennst du, dass auch ich eine Maske trage – die einladend und freundlich, sich jedoch nicht ändern wird, wenn Du mir den Rücken kehrst.
Es ist nicht meine Absicht Hoffnung zu wecken. Ich würde Die nicht versprechen, Dich nie zu enttäuschen oder Dein Vertrauen zu missbrauchen. Und wenn ich Dir diese Qualen doch zufügen würde, dann wäre die nicht absichtlich. Denn manchmal geschieht so etwas lediglich aus einem Mißverständnis heraus, aus Intoleranz dem Anderen gegenüber, aus unterschiedlichen Interpretationen und Sichtweisen ein und derselben Situation. Die Kunst besteht darin, dieses zu erkennen und von der absichtlichen Täuschung und Bosheit zu unterscheiden, um diese zu vermeiden und wenn dennoch geschehen, Vergebung zu üben, damit Heilung geschehen kann.
Ich entnehme Deinen Worten, dass Andere Dein Vertrauen missbrauchten – warst Du immer vertrauenswürdig?
Ich entnehme Deinen Worten, dass Andere Dir Böses taten – fügtest Du ihnen immer Gutes zu?
Ich entnehme Deinen Worten, dass Andere Dich verletzten – brachtest Du immer Heilung?
Du wendest Dich um und siehst ihr wahres Gesicht – sie wirken grausam und böse – aber wie wirkt Deine Maske auf sie?
Ich verlange nicht, dass Du Deine Maske abnimmst, denn ich würde von anderen niemals etwas verlangen, was ich selbst nicht tun würde.
Du willst es zu einem anderen Zeitpunkt vielleicht noch einmal versuchen, den geeigneten Moment abwarten?
Ich kenne Dich nicht, aber ich hoffe Du merkst Dir mein Gesicht, und wirst dann einfach auf mich zugehen.
Und ich hoffe, Dir ist noch genug Zeit gegeben, bevor Du in der Menge untergehst, weil Du Dich anpaßt, oder Du Deinen Wunden erliegst, oder Du die Einsamkeit der Geselligkeit nicht mehr erträgst und Dich im Gewirr der vielen Nebenstrassen verlierst.
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Nutzer: Soul_of_Filth
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geschrieben am: 27.05.2001    um 15:23 Uhr   
(zitat)
Ich entnehme Deinen Worten, dass Andere Dein Vertrauen missbrauchten – warst Du immer vertrauenswürdig?
Ich entnehme Deinen Worten, dass Andere Dir Böses taten – fügtest Du ihnen immer Gutes zu?
Ich entnehme Deinen Worten, dass Andere Dich verletzten – brachtest Du immer Heilung?
Du wendest Dich um und siehst ihr wahres Gesicht – sie wirken grausam und böse – aber wie wirkt Deine Maske auf sie?
(/zitat)
All dies...es war einmal.Wie es heute ist weiß ich nicht.
Aber sind dies die Worte des Trägers der Maske,oder der Maske selbst?

Soul
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Nutzer: fratzmausi
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geschrieben am: 27.05.2001    um 15:59 Uhr   
das Zauberwort heißt "Selbstvertrauen"

Jeder einzelne Mensch hat sein eigenes Schicksal, daraus ergibt sich die Maske. Was dahinter steckt, muß auf keinen Fall Boshaftigkeit und Unehrlichkeit sein.

Ich gehe oft durch die Straße und bin in Gedanken.
Es kommt vor, dass ich gerade fröhliche Gedanken habe, wenn ich ein mir bekanntes Gesicht sehe und reagiere dann auch frohgelaunt.
Bin ich aber mit Problemen beschäftigt, kommt es vor, dass ich unachtsam bin und vielleicht gerade noch ein knappes Lächeln übrig habe.

Aber deshalb bin ich doch kein boshafter Mensch!

Das schlimmste, was wir tun können, sind Unterstellungen.

Nee, nee, immer nur böses in den anderen sehen wollen, kann nur zu Depressionen führen - tut mir leid - ich bin lieber fröhlich.

Manchmal kann ein "Umdenken" sehr hilfreich sein

mit liebem Gruß
fratz
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Nutzer: Necromance
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geschrieben am: 28.05.2001    um 10:22 Uhr   
@soul

... das eine schließt das andere nicht aus.
Es sind Worte der Maske, aber ebenso die des Trägers.
Denn der Träger wählt die Maske, vielleicht nicht immer ganz freiwillig, vielleicht beeinflußt durch die am meisten getragene. Aber der Träger setzt sie auf, und spricht durch sie, handelt durch sie. Die Maske paßt sich stets dem Gesicht des Trägers an.
Wenn sie freundlich schaut, spiegelt sie das Gesicht des Trägers wieder.
Wenn sie sich verwandelt, verwandelt sich in Wahrheit das Gsicht des Trägers.
Wenn sie "gute" Worte von sich gibt, sind es stets die Worte, die Träger auch ohne sie sprechen würde, ebenso verhält es sich mit den "bösen" Worten.
Auch wenn die Maske dafür aufgesetzt wird, um zu verdecken und zu täuschen, ist es doch nur etwas Lebloses, dass sein Leben durch den Träger eingehaucht bekommt.

@fratzimausi
definiere doch mal "Umdenken", ganz praktisch, wenn Du es schon in Klammern setzt. :-)

Necromance
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Nutzer: tge
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geschrieben am: 28.05.2001    um 10:36 Uhr   
VORBEI

Dunkler Wald, tiefschwarze Nacht,
verwirrte Gedanken, wer hat mich hier her gebracht!
Stark brennen meine Wunden, voll mit Blut beschmiert,
liege ich auf weichem Moos, warum bin ich noch nicht krepiert!
Ein Versuch auf die Beine zu kommen mißlingt,
ich bleibe liegen, warte was die Nacht noch bringt.
Ich schließe die Augen, will nur mehr ruhn,
die Schmerzen genießen, gar nichts dagegen tun.
Leise glucksend versickert mein Blut,
nunmehr Nahrung für des Todes Brut.
Düstre Stille umgibt diesen Ort,
nicht ein Ton, nicht ein Wort,
Den Ursprung meiner Wunden kenne ich nicht,
sie bringen den Tod, lassen erlöschen mein Lebenslicht!
Ich falle in einen tiefen Schlaf, beginne zu träumen
Träume vom Leben, Lieben und Leiden,
durchzgogen von Hass, Schmerz und Tod
ein letzter Lebensfunke lässt mich nochmals aufbäumen,
die letzte Regung vor dem endgültigen Schluss.
Leichter Regen setzt ein, rieselt hernieder,
Tränen des Himmels, als letzter Gruss
Verwandeln mein Blut in einen kleinen Bach
Ein Lachen entweicht mir noch ganz schwach.
Ich sterbe, mach mir keine Hoffnungen mehr,
mein Leben war zuletzt nur mehr trostlos und leer!
Krähen lassen sich auf meinen Körper nieder,
zerhacken mit ihren Schnäbeln all meine Glieder,
zurück bleiben Knochen, die im Mondlicht bleichen,
wieder eine, von den vergessenen Leichen.
Tot und allein, von Würmern zerfressen,
von allen vergessen!

TGE



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Nutzer: Soul_of_Filth
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geschrieben am: 04.06.2001    um 12:23 Uhr   
@Fratzmausi

Wir reden aneinander vorbei.
Du meinst etwas anderes-aber ähnliches!
Ich wollte mit meinem Gedicht ausdrücken,dass viele Menschen...die Mehrzahl!..falsch spielt.Du meintest aber etwas anderes würde ich meinen.

thx Soul
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