| "Autor" |
Ohne Worte |
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geschrieben am: 22.05.2001 um 13:10 Uhr
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Alle sind blind vor dem Leiden
oder zu tief in sich vergraben.
Alle lachen auf den Weiden
voll Freude, Spaß und Unbehagen.
Alle sind blind vor den Wüten,
oder zu beschäftigt mit dem Eigen.
Alle erfreuen sich an duftend Blüten,
tanzen, singen im rosa Reigen.
Alle sind blind vor den Mächten,
oder tragen einen gülden Reifen.
Alle entdecken sich im Rechten,
Ohn, Verzweiflung tut sie nicht streifen.
Niemand sieht die Angst mich beißen.
Niemand will mein Schicksal spüren.
Niemand mag die Augen aufreißen.
Niemand kann mich aus dem Dunkel führen.
Niemand steht mir bei im Leben.
Sie tollen alle auf den Weiden.
Angst, Kälte, Dunst und Regen
Der Tod tollt mit mir,
beendet das Leiden.
Auf daß der Rosa Mond auch mich einfängt. |
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