Auf den Beitrag: (ID: 29568) sind "3" Antworten eingegangen (Gelesen: 374 Mal).
"Autor"

Narben

Nutzer: Yakima
Status: Profiuser
Post schicken
Registriert seit: 27.04.2003
Anzahl Nachrichten: 36

geschrieben am: 12.05.2003    um 17:41 Uhr   
MIT DER KLINGE FAHR ICH LANGSAM
MEINEN UNTERARM HINAUF
DANN EIN SCHNITT, KLEIN UND FLACH,
UND DIE WELT UM MICH BLÜHT AUF.

SCHMERZ SCHÄRFT ALLE MEINE SINNE,
JEDE FASER IST GESTIMMT.
UND ICH HÖR DEN KÖRPER SINGEN
WENN DER SCHMERZ DIE LAST MIR NIMMT.

TIEFER, NOCH EIN BISSCHEN TIEFER
SCHNEID ICH IN DEN WEIßEN ARM.
AUS DER WUNDE SICKERT LAUTLOS
DUNKLES BLUT UND MIR WIRD WARM.

DAS BLUT IST SO ROT, DAS BLUT SO REIN.
DIE ZEIT HEILT MEINE WUNDEN NICHT.
MEIN BLUT ZU SEHEN, IST WUNDERSCHÖN,
MEIN BLUT ZU SEHEN, TRÖSTET MICH.

GLÜCK DURCHSTRÖMT DEN GANZEN KÖRPER.
SCHMERZ TREIBT JEDEN SCHMERZ HINAUS.
UM AUF DIESE ART ZU FÜHLEN,
NEHM ICH ALL DAS LEID IN KAUF.

DAS BLUT IST SO ROT, DAS BLUT SO REIN.
DIE ZEIT HEILT MEINE WUNDEN NICHT.
MEIN BLUT ZU SEHEN, IST WUNDERSCHÖN,
MEIN BLUT ZU SEHEN, TRÖSTET MICH.

ICH VERLETZE BUR DIE HÜLLE.
ALLES WAS DARUNTER LIEGT,
HAB ICH SO TIEF EINGESCHLOSSEN,
DASS ES SICH MIR SELBST ENTZIEHT.

DAS BLUT IST SO ROT, DAS BLUT SO REIN.
DIE ZEIT HEILT MEINE WUNDEN NICHT.
MEIN BLUT ZU SEHEN, IST WUNDERSCHÖN,
MEIN BLUT ZU SEHEN, TRÖSTET MICH.


Songtext: "Narben" von Subway to Sally
Geändert am 12.05.2003 um 17:47 Uhr von Yakima
  Top
"Autor"  
Nutzer: Alwarra
Status: Profiuser
Post schicken
Registriert seit: 05.09.2001
Anzahl Nachrichten: 887

geschrieben am: 13.05.2003    um 05:30 Uhr   
Ich hasse Capslock.

Aber der Text ist immernoch gut. Sehr sogar.

Ich bin nur schon seit einer ganzen Weile am Grübeln, ob man in einem Lied, das viele viele Leute hören werden, über solche ... ähm "schlechten" Angewohnheiten singen sollte.
Manche ... viele könnten das für "cool" befinden. Und nachmachen.

Ob mein Beitrag so wichtig ist, weiß ich nicht.
Aber das Thema geht mir halt nah.

Nachdenklich,
//Al
  Top
"Autor"  
Nutzer: Shaft2
Status: Profiuser
Post schicken
Registriert seit: 17.04.2001
Anzahl Nachrichten: 2778

geschrieben am: 13.05.2003    um 06:00 Uhr   
dies elied pass tauch gut dazu
Esiregen - Des heilands Haut
Lass dein Fleisch atmen
Leg es frei
Lass Luft daran

Die Haut ist störend
Nur ein Käfig
Reiss sie dir vom Leib

Führ tief die Klinge
Zerteil die Schichten
Trag sie einzeln ab

Dein Fleisch braucht Freiheit
Es drängt nach draußen
Zeig ihm die Welt

Lass dein Fleisch bluten
Lass es tropfen
Es reinigt sich von selbst

Der Schmerz ist grausam
Raubt dir den Atem
Stör dich nicht daran

Das Ziel vor Augen
Ein bloßer Körper
Freiheit für das Fleisch

Leg auf den Haufen
Die rohe Masse
Die dich gefangenhielt

Dann zeig dich draußen
Die Welt erwartet
Dich so zu sehn

Lauf durch die Straßen
Der neue Heiland
Wie hat man dich herbeigesehnt

Doch bald wächst nach
Was du verachtest
Die alte Haut wird immer sein

Das neue Fleisch
Zerrbild vom alten
So wird es ewig weitergehn

Des Heilands Haut - ist wunderschön...
  Top
"Autor"  
Nutzer: nightrose
Status: Profiuser
Post schicken
Registriert seit: 01.01.2000
Anzahl Nachrichten: 9122

geschrieben am: 13.05.2003    um 07:47 Uhr   
Narben
Egal wie gross oder klein die Wunde,
ob sie stark blutet oder nicht,
ob sie alt ist oder frisch,
ob sie sehr weh tut oder nicht mehr
ob jemand anders sie dir zugefügt hat oder du dir selbst
ob du dich erinnerst oder verdrängst
immer wird eine Narbe zurückbleiben.
Und du musst lernen damit umzugehen.
Das Sterben der Seele
beginnt nicht mit dem Verlust des
Lebens, sondern mit dem Fehlen von Liebe!

Hundert Tränen gehen den Weg der Traurigkeit bevor das Wasser der Gefühle wieder klar wird

  Top