| "Autor" |
Rennen gegen die Tat |
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geschrieben am: 06.06.2001 um 20:26 Uhr
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Rennen gegen die Tat
Weit aufgerissene Augen,
klopfendes Herz,
schneller Atem,
schweißnasse Haut.
Ich hetze,
laufe,
renn,
durch die Räume,
durch die Zeit
Die Flure so weit so groß.
Wo bist Du?
So viele Räume.
So viele Türen.
So viele Möglichkeiten.
So viele Schlösser zu knacken.
So viele Angstvolle Blicke.
Wo bist Du?
Ich kann Dich hören,
Du rufst nach mir,
erzählst mir was,
doch kann ich
nicht verstehen.
Ich höre Dein Schreien,
Deine Rufe,
Dein Flehen,
Dein Weinen.
Wo bist du?
Warum kann ich Dich nicht finden?
Warum kann ich Dich nicht verstehen?
Ich renne
renne,
renne,
weiter durch die Räume
gegen die Zeit,
Klopfendes Herz.
Dein Weinen,
Dein Rufen,
wird lauter.
Gänsehaut durchzieht
meinen Körper.
Ich bin ganz nah bei Dir....
renn,
renn,
hetzte mich ab.
Schau in jede Tür.
In jeden Winkel.
Doch nur in Zeitlupe
komme ich voran.
Dein Weinen,
Dein Schmerz
wird unerträglich.
Es schraubt sich hoch,
zu einem ohrenbetäubenden
Schall
Und bricht mit einer Sekunde ab..
Still
Totenstill
Ich bleibe stehen.
Strenge meine Ohren an.
Konzentriere mich auf die
Stille.
Ich öffne zitternd die letzte Tür.
Ich sehe Dich.
Du bist auf dem Boden
zusammen gesunken...
Qualvolles Bild
des Schmerzes
Du schreist nicht mehr,
Du weinst nicht mehr,
Du flehst nicht mehr.
Du liegst nur da.
Ganz still.
Und schaust mich an.
Aus Augen die keinem
Menschen gleichen.
Deine Augen zeigen 1000 Gefühle,
doch sehen sie mich an?
Langsam,
ganz langsam,
erlöschen die Gefühle,
erlöschen Deine Augen.
Werden glasig,
Leer und monoton.
Komm ich zu spät?
Gehst Du zu früh?
Tränen säubern
Mein Gesicht.
Versickern im Stoff
meines Kopfkissens....
Zu Spät!
:
:
:
:
:
:
Oder doch nicht?
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Yvil |
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