| "Autor" |
Traum |
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geschrieben am: 07.06.2001 um 14:20 Uhr
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Ich hatte schon wieder einen dieser kuriosen Träume, in denen Du zu mir kommst, als wäre nichts geschehen.
Ich atme den mir wohlbekannten Duft Deines Körpers ein, sehe in Deine gütigen blauen Augen, höre Dein ansteckendes Lachen, genieße Deine herzliche Umarmung, wische Dir die Tränen von Deinen Wangen... es ist so real, und doch weiß ich gleichzeitig, dass es nur ein Traum ist. Und während mir träumend gewahr wird, dass ich nur träume kämpfe ich dagegen an, bis Du meinem Blick entschwindest, Dein Lachen verklingt, ich Deinen Duft nicht mehr wahrnehme, Deine Umarmung sich löst und Deine Tränen... doch, halt, Du weinst nicht mehr. In meinem Traum sind Deine Tränen versiegt, noch nie habe ich Dich in meinen Träumen weinen sehn.
Ich wäre so gerne bei Dir, würde mich wieder geliebt fühlen, würde eine Umarmung wieder genießen können, würde ein "Ich liebe Dich" wieder glauben können, würde wieder über meine Gefühle reden können, würde meine Einsamkeit und Unverstandenheit nicht mehr mit dem Kissen teilen müssen...
Wenn die Menschen dies lesen werden sie mich als "Mamakind" bezeichnen. Aber es ist mehr, als nur die Liebe zwischen Mutter und Kind. Es ist eine Seelenverwandtschaft, wie man sie nur einmal im Leben, wenn überhaupt, findet. Mehr als die Liebe, zwischen mir und meinen Geschwistern, mehr als die Liebe zwischen mir und meinen besten Freunden, mehr als die Liebe zwischen mir und dem anderen Geschlecht je erreichen wird. Keine Worte der Welt können diese Liebe beschreiben, und doch kann ich nicht schweigen.
Und alles das zerstört innerhalb weniger Sekunden. Manchmal habe ich den Eindruck, dass das Böse und das Leid doch mehr Stärke besitzt, als das Gute.
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