| "Autor" |
Die dunklen Lande |
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geschrieben am: 12.06.2001 um 21:47 Uhr
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Über der Wüstenei brannte ein purpurroter Mond in der Düsterkeit. Bettete die Ebene in glutrotes Licht. Da, am Horizont...ein Schwarm von Raben...
In der Ferne, mächtige, drohende Gebirgsmassen...Bergspitzen ragten wie mahnende Finger in den pechschwarzen Himmel. Ein heißer Wind fegte Schwefelschwaden, die aus tiefen, lodernden Spalten aufstiegen, über den vertrockneten Boden. Ein Heulen...ganz in der Nähe...Wölfe sangen ihr gespenstisches Lied.
Ein einsamer Wanderer, müde und ausgelaugt von der Welt und ihrer heuchlerischen Falschheit, durchstreifte dieses Land...Spiegelbild seiner zerütteten Seele...
Nicht weit...eine Ansammlung von Felsen...eine Gruppe knorriger Bäume, deren Äste ein wirres Geflecht bildeten...und daneben ein tiefer See...so schwarz, als wäre er ein Portal in die Unendlichkeit.
Er lauschte...und hörte Stimmen.
Neugierig begab er sich zu diesem Ort...
Zahllose Wesen befanden sich dort...bildeten Gruppen und kündeten von Geschichten jenseits des Horizonts, von fremden Welten und Ländern.
Auf den Bäumen..Gestalten mit weiten, ausladenden Flügeln...spitze Zähne blitzten im Schein des Mondes und leuchtende Augen blickten in die Nacht...
Einige Feuer brannten, knisterten verzückt in Einklang mit den Stimmen...warfen flackernde Schatten an die riesigen Felsen, die sie umgaben...
Riesige Wölfe streiften erhaben umher...gesellten sich zu anderen Wesen, Dämonen, den kühnsten Phantasien entsprungen...
Wanderer aus alten Reichen...kündeten von den Zeiten vor der Zeit...ließen die anderen an ihrer Weisheit teilhaben...
Poeten und Dichter gaben sich der Muse hin und beglückten die Anwesenden mit tiefgründiger Lyrik...
Barden hatten sich niedergelassen...erfüllten die Luft mit ihrer eindringlichen Poesie und ihren wohlklingenden Stimmen...priesen die Finsternis und die Nacht, deren Kinder sie waren...
Edle Krieger mit grimmigen Gesichtern und beeindruckenden Rüstungen erhoben ihre Trinkhörner und sangen Lieder des Krieges, der Ehre und des Stolzes...
Mönche und Priester der verschiedensten Gottheiten gaben Kunde von ihren Ansichten und von ihrem Glauben...
Hier durften sie alle sie selbst sein...hier gab es keine Zwänge, keine Vorurteile...man erfreute sich der Vielfalt, der Meinungsfreiheit...tauschte seine Erfahrungen aus...
So ließ auch er sich nieder...der Wanderer...in dem Wissen, endlich eine Heimat gefunden zu haben...
Hail to you all
To Mega Therion
Non serviam
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| So sind die Menschen. Oft scheint es wirklich schade, daß Noah die Arche nicht verpaßt hat. (Mark Twain) |
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