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"Autor"

...und sie blutete nur einen Sommer lang

Nutzer: DarkElfin
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geschrieben am: 13.06.2001    um 11:25 Uhr   
..und Sie blutete nur einen Sommer lang

Nie werd ich ihn vergessen - den Sommer vor drei Jahren
Der wärmste Sommer seit ich denken kann
Bei Nacht herrschte die schwüle Hitze
Die das Nachtgewand am Körper kleben ließ
Diese Taubheit durch die Wärme
Die den Geist benebelt
Und dich glauben macht
Dass dein Blut kochend durch den Körper fließt

Als ich wieder keinen Schlaf fand
Trieb ich ruhelos durch die Strassen
Dann traf ich sie im bleichen Mondlicht
Sie sprach mich an und ich erstarrte
Und sie nahm mich bei der Hand
Und führte mich in ihr schwarzes Wunderland

Bald hatten wir den Wald erreicht
Die Stadt lag weit zurück
Und nur die Nacht war Zeuge
Als ihr Spiel begann...
Die schwüle Luft in meinen Lungen
Und ihr Geschmack auf meiner Zunge
Dann lag das Messer in ihrer Hand...
Und sie fing an sich zart zu schneiden
Ein Netz aus warmen Rot
Verzierte ihren nackten Leib

... und sie blutete für mich, einen ganzen Sommer lang
Sie führte meisterlich die Klinge,
Die das Lied des Schmerzes sang
Jede Nacht war das Leid unser beider Lohn
Die Narben trug ich gerne als Zeichen dieser Religion

Ich konnte es kaum erwarten, bis der Tag der Nacht verfiel
Denn dann endlich konnte es beginnen, das Messerspiel
Stund um Stund öffneten wir unsere Körper
Bis das Licht des neuen Tages den Reiz vertrieb

So verlief der wärmste Sommer, seit ich denken kann
Noch heut trag ich stolz die Narben, mein ganzes Leben lang
Eines Nachts, bei Regenschauer, endete das Liebesspiel
Der letzte Schnitt an ihrem Körper war wohl endgültig zu viel...

Und das Leben troff in langen Bahnen aus ihrem Leib
Ein letztes Lächeln, dann war es an der Zeit
Sie schloss die Augen, und ging für immer fort
Mit Tränen in den Augen verließ ich diesen Ort
Wo sie lag auf einem Netz aus rotem Lebenssaft ...

Nie werd ich vergessen -
Den Sommer vor drei Jahren
Der schönste Sommer, seit ich denken kann
Bei Nacht herrschte die Klinge
Die das Leben strömen lasst
Diese Taubheit durch Blutarmut
Die den Geist vernebelt
Und dich träumen lasst
Wenn dein Blut den Boden nässt...

<Eisregen>

-->hmm.. mir gefällt der text..der..hm..er hat was.. :)
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Nutzer: atlantica:-)
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geschrieben am: 13.06.2001    um 12:04 Uhr   
sich setzt und es nochmal liest,
gänsehaut bekommt!
atla
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Nutzer: DarkElfin
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geschrieben am: 13.06.2001    um 12:08 Uhr   
*smiled*

hmm..das thema fasziniert mich ..

wenn jmd interessiert ist..dann poste ich gerne weitere Eisregen texte.. die gehen zwar nicht alle in diese spezielle richtung, drehen sich aber in etwa dorthin .. :o)



<-Du kehrtest heim zu deinem Gott
Doch dein Gott ist nur ein Wort
Und ein Wort half dir nicht
Als in den Flammen... brannte dein Gesicht...->
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Nutzer: atlantica:-)
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geschrieben am: 13.06.2001    um 12:31 Uhr   
es ist ein thema das fasziniert und einem gleichzeitig angst macht!
atla
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Nutzer: DarkElfin
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geschrieben am: 13.06.2001    um 12:36 Uhr   
hmm.. mag wahr sein ..

>Diese Taubheit durch Blutarmut
>Die den Geist vernebelt
>Und dich träumen lasst
>Wenn dein Blut den Boden nässt...

hmm..vorallem das..
wie man sieht ..
.. man sollte es nicht übertreiben ..
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Nutzer: laila*
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geschrieben am: 13.06.2001    um 19:52 Uhr   
...sorry..aber schön finde ich das nicht..eher erschreckend....woher diese nähe zum tod..diese sehnsucht...das wandeln auf dem grenzpfad dahin?? mich wundert immer wieder, wieso ich hier in dem forum so viele mit dieser einstellung finde...
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"Autor"  
Nutzer: DarkElfin
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geschrieben am: 13.06.2001    um 22:25 Uhr   
hmm..erschreckend?!..und zugleich schön..

nja .. jedem das seine..

die nähe zum tod..?..der tod gehört nun mal zum leben..
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Nutzer: schlau
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geschrieben am: 13.06.2001    um 22:47 Uhr   
nicht ganz: der tod beendet das leben.

und die schönheit der selbstverstümmelung ... lass ich mal dahingestellt.
 
alle menschen sind gleich. gleich doof, gleich hässlich und gleich beleidigt.
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"Autor"  
Nutzer: DarkElfin
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geschrieben am: 13.06.2001    um 22:50 Uhr   
hmm.. woher weisst du das? steht das irgendwie fest?

"denn nach dem tod beginnt mein leben, es wird mir neue kräfte geben"..

..jeder glaubt da doch was anderes..es gibt für nichts beweise..vielleicht bin ich tot und denke das ich lebe und werde mit meinem tod geboren oder oder..ich hab ja keine ahnung.. ^^
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Nutzer: lacrima.
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geschrieben am: 13.06.2001    um 22:52 Uhr   
@schlau 1.auch das Ende gehört zum Ganzen, 2. Ansichtssache. Der Tod "eröffnet" das Leben?

Wir leben nicht um zu sterben, aber wir sterben, um zu leben..

whatever


lac

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"Autor"  
Nutzer: schlau
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geschrieben am: 13.06.2001    um 23:30 Uhr   
"whatever". genau. dafür unterschreib ich.

übrigenz, bei aller dunkelheit: es gibt ein leben vor dem tod.. ;-)
 
alle menschen sind gleich. gleich doof, gleich hässlich und gleich beleidigt.
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"Autor"  
Nutzer: DarkElfin
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geschrieben am: 13.06.2001    um 23:31 Uhr   
bestreitet ja auch niemand@schlau ;o)
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"Autor"  
Nutzer: laila*
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geschrieben am: 15.06.2001    um 22:39 Uhr   
....aber in solchen gedichten und diskussionen scheint es immer nur darum zu gehen..um den tod und wie man ihn herbeiführt....wieso lebt ihr nicht einfach im hier und jetzt???..klar gehört der tod zum leben....aber deswegen muss ich das leben vor dem tod doch nicht verschwenden mit den gedanken vom tod????
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"Autor"  
Nutzer: minensie
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geschrieben am: 15.06.2001    um 23:55 Uhr   
schluckt nun....wirklich sehr...harter text würde ich sagen...aber wohl in der schönsten art ausgerückt in der man dies ausdrücken kann....
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"Autor"  
Nutzer: DarkElfin
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geschrieben am: 16.06.2001    um 12:42 Uhr   
@laila*
(zitat)
....aber in solchen gedichten und diskussionen scheint es immer nur darum zu gehen..um den tod und wie man ihn herbeiführt....wieso lebt
ihr nicht einfach im hier und jetzt???..klar gehört der tod zum leben....aber deswegen muss ich das leben vor dem tod doch nicht
verschwenden mit den gedanken vom tod????
(/zitat)

ich denke nicht, dass die gedanken, die man sich um den tod macht, verschwendung sind ..
aber das ist nunmal ansichtssache .. manche leute verdrängen die tatsache, dass sie mal sterben müssen .. andere wiederum machen sich gedanken darüber .. darüber wie es weitergehen wird .. die tatsache, dass das leben irgendwann zu ende ist wird dadurch nicht einfacher .. aber erträglicher .. denke ich .. außerdem .. wer weiss schon, ob es überhaupt zu ende sich .. hmm ..
(abgesehen davon denke ich das es in dem text weniger um den tod und das leben danach geht .. ;o))

@Minensie
*smile*
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"Autor"  
Nutzer: Maharet
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geschrieben am: 16.06.2001    um 21:21 Uhr   
Also ich finde der text geht unter die Haut.....und dabei sind die Worte doch eigentlich völlig nebensächlich wenn die Stimmung, die sie hervorrufen angenehm ist...
Morbide Faszination nennt man das wohl...
Is auch Egal, ich finde es ist ein Bemerkesnwertes Schriftstück...

Ma'at auf euren Wegen

Du öffnest die Bücher
und sie öffnen Dich

>Tschingis Aitmatov<
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"Autor"  
Nutzer: Gast_Ayane
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geschrieben am: 17.06.2001    um 22:13 Uhr   

Der Tod dauert das ganze Leben und hört vermutlich auf, wenn er eintritt...

Geändert am 17.06.2001 um 22:15 Uhr von Ayane
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