Auf den Beitrag: (ID: 29844) sind "1" Antworten eingegangen (Gelesen: 238 Mal).
"Autor"

Auf der anderen Seite des Flusses

Nutzer: DarkElfin
Status: Profiuser
Post schicken
Registriert seit: 01.01.2000
Anzahl Nachrichten: 78

geschrieben am: 13.06.2001    um 16:12 Uhr   
Auf der anderen Seite des Flusses

Eine ruhige, klare Bergquelle - aus ihr entsprang mein Leben.
Der Fluss, der sich durch die Landschaft bergab quälte, auf der
Suche nach seinem Ziel.
Von oben blick ich herab, auf die Strömung meines Geistes.
Erinnerungen und Schmerzen werden fort getragen, so leicht, als
wärŽ es nichts.
Nichts bleibt mehr an seinem Ort, alles wird einfach davon gespült.
Kein Aufhalten mehr, kein Verlangen mehr nach innerem Frieden.

Einst war es anders gewesen.

Damals waren es Menschen, denen ich vertraute und deren
Ignoranz und Schmerzen ich trotzdem ertragen musste.
Viele Fragen blieben offen, Gedanken, die ich täglich sah und zu
spüren bekam.
Jeden Tag wurden tiefere Wunden in mein Fleisch geschnitten,
unheilbar und ohne Hoffnung nach Erlösung.

HeutŽ ist es anders.

Ich will nicht mehr wissen, was ist und was sein wird. Es bleibt mir
sowieso unerklärlich.
Und blickŽ ich nun auf die andere Seite des Flusses,
so sehe ich den Schatten meiner Seele, wie er tanzt im grellen Licht,
wie eine Feder im Winde.
Ein letzter Blick zum zuvor reißenden Fluss - er ist ausgetrocknet.

Nichts ist mehr da, von allŽ dem Leben.
Entzückt von dem Freudentanz meines Schattenseele,
befreit vom Sein und Nichtsein,
vergaß ich es, zu atmen und erreichte somit die ewige Leere...

- ich war tot...

Crimose

*hmm...nachdenklichguckz*
  Top
"Autor"  
Nutzer: DarkElfin
Status: Profiuser
Post schicken
Registriert seit: 01.01.2000
Anzahl Nachrichten: 78

geschrieben am: 15.06.2001    um 19:05 Uhr   
*schieb* ;o)
  Top