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geschrieben am: 16.06.2001 um 17:03 Uhr
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Dein Herz ist aus den Tiefschlaf erwacht, Dornröschen geb` Acht, oder Gelächter wird Dich holen, noch eh die Schmerzen Dich verkohlen, von innen heraus –wurd` wohl doch nichts draus: der Prinz blieb aus, Dein Glück hat er wieder mitgenommen, Du bleibst zurück in Scherben – sterben, bläst die Kerze aus – der Schmerz will raus.
Wird die Pein je vergehn, wirst Du jemals wieder das Gute in Anderen sehen? Oder gibst Du auf und schließt Dich ein, ganz allein, überdauerst den Sturm geschützt im Elfenbeinturm:
Augenschein lügt, niemals Gefühlen vertraun`, Ängste besiegen um Mauern zu baun`, Dunkelheit kommt, lange schon das Träumen verlernt und die Zärtlichkeit scheint einen Halbmond entfernt, doch selbst der zieht seine Kreise – sei weise, gehe auf Sternenreise in Deine Traumwelt, in der es Dir gefällt, wo sich keiner verstellt, wo Tugend der Lüge die Waage hält und niemand Deine Gefühle zu seinen gesammelten Trophäen stellt.
Sind die Wunden verheilt mach Dich bereit, zurück zu kehren in die Realität, dem Zweifel
zum Trotz, es geht. Fühle Dich: Du bist begabt, Der Seele Risse endlich vernarbt, der erste Schritt ist gewonnen, eigenhändig bist Du dem Land der Schatten entronnen,
So ist das Leben, wir streben zur Sonne und stürzen ins Dunkel.
Zum Leben im Freien Fall verdammt, oder haben wir alle den Sinn verkannt uns in unserem selbstgebauten Labyrinth verrannt, Selbstvertrauen und Hoffnung verbannt. Du glaubst dieser Weg sei elegant? Auf dem Weg zum Licht, ein jedes Herz einmal splittert und bricht.
Frag nicht, keine Regeln, kein Sinn es war schon immer so, von Anbeginn.
Es lodert und brennt und wird vom Wind verweht, bis das nicht einmal mehr ein Stück Trümmer steht. Die Hände leer, noch spürst Du die Schnitte, fühlst das schwarze Loch in Deiner Mitte, gehst auf Distanz, wagst nicht mehr zu riskieren, weißt, es kann wieder passieren. Den Kopf wieder in die Wolken gesteckt, von dort aus langsam die Wahrheit gecheckt, sag`s Dir: besser es reißt Dich zu Boden ein, zwei, zum dritten Mal – egal.
Wär`s nicht fatal, liegen zu bleiben und auf zu geben,
wär` diese Entscheidung nicht so, als würdest Du untot leben?
Ich weiß, vom Himmel zu fallen ist nicht so schmerzlich wie den Aufprall zu ertragen, doch gerade deshalb darfst Du nicht verzagen, keiner ist davor gefeiht: nur Mut junger Phoenix, mach Dich zum Flug bereit.
Kluge Worte
Unseren Eltern wollten wir niemals glauben, sie sollten uns nicht der Illusion der wahren Liebe berauben. Doch der Schmerz wird nicht vergehen, wieder aufs Neue wird er die Seele durch die Tortur des Erinnerns drehn. Die Prophezeiung stimmt, als ob keine Zeit mehr verrinnt, gequält langsam die Melodie wie ein Echo verklingt nur damit`s baldigst wieder an Dein Ohr dringt. Du bist nicht allein. Sieh Dich um. Vor Dir schon hat sie viele Herzen verdorben, manch ein Schwaches ist auch daran gestorben. Fühlst Dich um die Einzigartigkeit Deiner Verzweiflung betrogen. Ich hab nicht gelogen, fühlen doch auch andere schon wieder die Flammen um sich toben. Schau in ihre Augen, die vom Kummer zeugen, erkenne, wie sie sich unter Seelenlast beugen. Sie sind im Schatten verloren, ein jeder wird einmal dazu erkoren. Auch Ich spüre, das eigene Herz ist bald wieder zerrissen , weiß nun, ich will von meinen eigenen verdammten Worten hier nichts mehr wissen.....
Fux
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