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geschrieben am: 18.12.2001 um 15:43 Uhr
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Ich drückte geschmeidig die Türklinge meines Zimmers runter, betrat das Zimmer das er mir gab, meine tief schwarzen Augen musterten das dunkle Zimmer genau, einige Lichtstrahlen brachen durch die Fenster und erhellten diesen Raum, in einer Kristallvase spiegelte sich das Licht wieder, in dieser stand eine aufrechte Blume die in tausend Farben leuchtet, ein Symbol der Täuschung, ein Fenster sprangt auf, und ein kalter Wind umhüllte mich so,
als wäre ich seine einzige wahrhaftige Tochter, ich legte meine Gewänder ab und schmiss mich auf mein Bett. Ich hüllte mich in meine seidene Bettwäsche, die mir am Körper leicht kühl erschien, ich genoss die Stille um mich herum. Meine Seele ist zerrissen, kaputt und ich frage mich nun, wie konnte er mir so was antun!? Ich presste meinen Kopf ins Kissen, damit keiner hörte wie ich tausend Tränen weinte, doch plötzlich wispert die Blume provokativ „komm schon, tu es einfach, es wird Dich sowieso keiner vermissen, Du bist für andere nur Luft, sie haben Dich doch alle ignoriert,
also warum gehst Du dann nicht?“. Ich hob leicht den Kopf und schaute mich verwirrt um, ich fragte mich, war da wirklich etwas oder war es nur meine Einbildung?! Doch dann wispert auch mein Spiegel „komm her“, ich erhob mich also langsam, verschränkte meine Arme vor der Brust, ging dann mit schweren Schritten auf meinen Spiegel zu, da wispert er wieder „nun meine liebe, sieh hinein, und sag mir was Du siehst“, ich drehte meinen Kopf weg „was ist, hast Du Angst, das zusehen, was Du bist?“ wispert er provokativ. Ich fauchte ihn sauer an „nein, das habe nicht“ ich drehte dem Spiegel den Rücken zu „warte, wenn Du keine Angst hast, dann kannst Du mir auch diesen einen Gefallen tun, sieh hinein für mich“ mein Atem wurde schneller, nun dann, damit er endlich Ruhe gibt ,drehte ich mich um und sah hinein,
ich erkannte kein Spiegelbild, ich sank auf die Knie, hielte mir meine sanften Hände vors Gesicht und fing wieder an meine kostbaren Tränen zu verschenken „siehst Du, Du kannst nicht ertragen was Du bist, oder sollte ich besser sagen, Du kannst nicht ertragen was Er aus Dir gemacht!?“. Ich streckte einen Finger nach dem Spiegel aus, als ich ihn berührte zerfiel er in Abertausende Spliter, ich zog meinen Finger zurück, ein tiefer Schock nahm Besitz von mir. Da wisperte wieder die Blume „siehst Du, Du bringst nur Unglück, bereite mir einen Gefallen, geh, geh dort hin wo Dich keiner vermissen würde, dort hin, wo Du nie wieder Schmerzen erfahren musst, und wo Du die Vergangenheit abstreifen kannst, die Dich immer noch in ihrem Bann hält“. Ich sah die Blume mit verweinten schwarzen Augen an „was meinst Du, wo soll ich schon hin?“ flüsterte ich leise mit kalter Stimme „nun“ sie brauchte gar nicht weiter wispern,
ich wusste was sie meinte, ich erhob mich vor dem zerfallendem Spiegel, ging mit leisen Schritten zu meinen Sachen, mein Atem war wieder ruhig geworden, ich zog sie mir schnell über, schnürte meinen schwarzen Mantel enger. Fuhr mir noch mal mit meinen Fingerspitzen über mein glänzendes Haar, sah dann noch mal zur Blume und flüsterte vor mich hin „ich werde nun gehen“ flüsterte ich mit ruhiger Stimme, die normalerweise gar nicht zu mir passte. Ich drückte die beiden Klinken der langen Fenster nach unten die zum Balkon führten, ich stellte mich auf einen Stuhl, der nah am Balkongeländer stand, ich sah nach unten und öffnete die Arme, es schien schon so, als würde mich eine dunkle Hand in den Abgrund ziehen. Die Dunkelheit wisperte mir sogar „mein Kind, es wird Zeit zu gehen, halte Dich an meiner Hand fest, ich werde Dich nie enttäuschen, ich verspreche es Dir“. In meinem Kopf hämmerte es immer noch „los, los mach es schon“,
ich hielt mir meine Ohren zu, trotzdem war diese Stimme wie eingebrannt in meinem Kopf „los, los mach es schon“ ,mein Kopf fühlte sich so an als würde er auch in tausend Spliter zerspringen wollen. Doch dann setzte sich ein Rabe auf einen meiner ausgestreckten Arme, ich sah ihn an, er wisperte mir das, was mich dazu bewegt hatte nicht zuspringen. „Du, die geliebt wird, die Hoffnung in sich trägt, die man braucht, die man begehrt, die man will, lebe weiter“ er sah mich mit seinen schwarzen Augen an. Ich schüttelte den Kopf sachte, streichelte ihm liebevoll über die sanften schwarzen Federn „es hat doch alles keinen Sinn mehr, der den ich brauche ist nicht da und wird es auch nie sein“ über eine weiche Wange von mir, floss eine von vielen Tränen. „Höre zu mein Kind der Nacht“ wisperte er leicht kühl „na gut, Du bist alleine, die Dunkelheit ist es auch..
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