| "Autor" |
Der Turm |
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geschrieben am: 20.06.2001 um 23:03 Uhr
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Ein finsteres Gebäude, seltsamer, zylindrischer Architektur aus grauen Vorzeiten und zweifelhafter Herkunft. Schmucklos und gedrungen. Bar jeglicher Fenster, ragt er in den Himmel wie ein mahnend erhobener Finger.
Lediglich ein kreisrundes Tor, welches in die immerwährende Stille und Finsternis Eintritt gewährt findet sich in der zernarbten Oberfläche des tiefgrauen Mauerwerkes.
Nur die Mutigsten des Reiches haben sich je bis vor das Portal gewagt.
Und von denen wagt gar nur ein Einziger den Schritt über die
unheilsschwangere Schwelle - und bleibt für zwei Tage spurlos verschwunden.
Unverhofft tritt er wieder an das Tageslicht zurück.
Mit eiserner Miene aber wohl erleichtert den Schatten entronnen zu sein, die ihn so lange verschluckt hatten.
Seine Erklärungen sind wage, der unersättlichen Neugier der Anderen zum Trotz.
Sein Blick verliert sich bereits in der Ferne, er bricht unvermittelt auf, ungewisser Zukunft entgegen.
In ungleichmäßigen Abständen kehrt er seither zum Portal zurück und durchschreitet es - um, wie damals, für zwei Tage zu verschwinden und auf geheimnisumwitterte Weise wieder aufzutauchen - als sei es das Gewöhnlichste der Welt,
gerade diesen Turm zu betreten.
Fragt man ihn dann, wieso er herkam, ob er etwa einen magischen Rufe folge, so scheint es,
nickt er ernst und bestätigt geheimnisvoll:
Ja, er muß dem Ruf folgen den er hört.
Er muß. Es gibt kein wenn und aber.....
Fux |
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