Auf den Beitrag: (ID: 29978) sind "7" Antworten eingegangen (Gelesen: 636 Mal).
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Mondnacht

Nutzer: S.blume
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geschrieben am: 20.06.2001    um 23:40 Uhr   
Mondnacht

Es war, als hättŽ der Himmel
Die Erde still geküßt,
Daß sie im Blüten-Schimmer
Von ihm nun träumen müßt'.
Die Luft ging durch die Felder,
Die Ähren wogten sacht,
Es rauschten leis die Wälder,
So sternklar war die Nacht.
Und meine Seele spannte
Weit ihre Flügel aus.
Flog durch die stillen Lande,
Als flöge sie nach Haus.

(Joseph Freiherr von Eichendorff)
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Nutzer: Breitfuß
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geschrieben am: 21.06.2001    um 03:46 Uhr   
MITTAG

Am Waldessaume träumt die Föhre,
am Himmel weiße Wölkchen nur;
es ist so still,daß ich sie höre,
die tiefe Stille der Natur.

Rings Sonnenschein auf Wies` und Wegen,
die Wipfel stumm,kein Lüftchen wach,
und doch,es klingt,als ström` ein Regen
leis tönend auf das Blätterdach.

(Theodor Fontane)

*das blümchen knuddelz und den anderen zuwinkerz*
det füsschen
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Nutzer: S.blume
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geschrieben am: 21.06.2001    um 23:04 Uhr   
Fontane, schön .... danke dir, füsschen.

Am Morgen

Blüten um mich
Und Blumen,
Tau
Des Morgens.

Schon singen
Die Vögel,
Atmen
Die Wälder um mich.

Und ich lächle. -
Und mein Lachen
Klingt
Durch diesen Morgen.

(Hans-Jürgen Murer)

lächelt zum füsschen, reknuddelz und sich freut wieder von dir gelesen zu haben

S.blume






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Nutzer: Breitfuß
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geschrieben am: 22.06.2001    um 05:56 Uhr   
ZUSPRUCH

Such nicht immer,was dir fehle,
Demut fülle deine Seele,
Dank erfülle dein Gemüt.
Alle Blumen,alle Blümchen,
Und darunter selbst ein Rühmchen,
Haben auch für dich geblüht!

(Theodor Fontane)

Ich lese immer wieder gern die Gedichte,die Du schreibst und Fontane besonders.Auch unser Gundelinchen mag diesen grossen Dichter,wie ich schon bemerkt habe.;-)

*maldieganzebandeknuddelz*
euer füsschen
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Nutzer: Gundelinchen
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geschrieben am: 22.06.2001    um 14:52 Uhr   
Gundelinchen mag dazu noch Blümchen und Breitfuß!
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"Autor"  
Nutzer: Breitfuß
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geschrieben am: 22.06.2001    um 21:36 Uhr   
ABENDSTIMMUNG

Der Forst ruht still.Still ruht der Forst.
Der Adler ruht in seinem Horst.
Die Adlerin seufzt tief und schwer,
sie denkt an einen Ade-ler.
Die Wildsau sanft im Traume grunzt
Der stolze Hirsch hat ausgebrunst.
Die Eule ihr Gefieder spreizt,
Das Käuzchen sitzt im Baum und käuzt.
Der alte Förster Eduard
ging längst zu Bett,indes sein Bart
sorgfältig liegt und höchst apart
auf dem Plumeau breit aufgebahrt.
Der Mond schaut durch das Fenster zu,
und über allen Bettzipfeln ist Ruh`.

(Fred Endrikat)

für`s Gundelinchen und Blümchen.












plumeau breit aufgeba
Geändert am 22.06.2001 um 21:38 Uhr von Breitfuß
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Nutzer: Tiger-Lee
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geschrieben am: 22.06.2001    um 21:51 Uhr   

O weiter, weiter Abend

O weiter, weiter Abend. Da verglühen
Die langen Hügel an dem Horizont,
Wie klarer Träume Landschaft bunt besonnt.
O weiter Abend, wo die Saaten sprühen

Des Tages Licht zurück in goldnem Schein.
Hoch oben singen Schwalben, winzig klein.

Auf allen Feldern glitzert ihre Jagd,
Im Wald des Rohres und in hellen Buchten,
Wo hohe Masten stehn.Doch in den Schluchten
Der Hügel hinten nistet schon die Nacht.
Geord Heym

xxx
Tigerle
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Nutzer: Gundelinchen
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geschrieben am: 23.06.2001    um 00:08 Uhr   
(zitat)

An den Mond

Füllest wieder Busch und Tal
Still mit Nebelglanz,
Lösest endlich auch einmal
Meine Seele ganz;

Breitest über mein Gefild
Lindernd deinen Blick,
Wie des Freundes Auge mild
Über mein Geschick.

Jeden Nachklang fühlt mein Herz
Froh- und trüber Zeit,
Wandle zwischen Freud' und Schmerz
In der Einsamkeit.

Fließe, fließe, lieber Fluß!
Nimmer werd' ich froh;
So verrauschte Scherz und Kuß
Und die Treue so.

Ich besaß es doch einmal,
was so köstlich ist!
Daß man doch zu seiner Qual
Nimmer es vergißt!

Rausche, Fluß, das Tal entlang,
Ohne Rast und Ruh,
Rausche, flüstre meinem Sang
Melodien zu!

Wenn du in der Winternacht
Wütend überschwillst
Oder um die Frühlingspracht
Junger Knospen quillst.

Selig, wer sich vor der Welt
Ohne Haß verschließt,
Einen Freund am Busen hält
Und mit dem genießt,

Was, von Menschen nicht gewußt
Oder nicht bedacht,
Durch das Labyrinth der Brust
Wandelt in der Nacht.

Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832)

(/zitat)

Es grüsst und küsst das Blümchen,den Breiti und das Tigerle: Euer Gundelchen


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