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geschrieben am: 22.06.2001 um 00:01 Uhr
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Am Arme angelegt,
die dünne Metallspitze.
Führe sie abwesend über meine lange Blaue Ader.
Steche zu, steche zu,
höre ich leise eine Stimme flüstern.
Lege meinen Kopf schief,
und starre apathisch auf meinen Arm.
Mein Blick schweift auf die Metallspitze,
von dort auf meine blaue Ader,
welche nicht alzu tief unter der Schützenden Haut liegt.
Oberhalb der Spitze ist der Rest der Spritze.
Gefüllt mit einer Flüssigkeit,
welche hin und her schwabbt,
während ich die Spritze über meinen Arm gleiten lasse.
Stich zu, stich zu,
höre ich immer wieder.
Stich zu und Du bist Erlöst...
rettende Worte.
Langsam halte ich die Spitze ruhig.
Meine Augen blicken leer und Tod.
Ich zittere nicht,
ich verspüre keine Angst.
Da steche ich zu.
Langsam geht die Metallspitze durch meine Haut,
in die Ader rein,
wo sie stoppt.
Ich spüre,
wie die kalte Flüssigkeit in meine Adern gelangt.
Langsam schließe ich entspannt meine Augen.
Bald ist alles vorbei.
Das rettende Gift fließt in meine Adern,
breitet sich dort aus.
Ich sehe mein Leben an mir vorüberziehen,
doch verliere ich keine Einzige Träne,
ich sage kein Wort,
und genieße einfach diesen letzten Moment.
Da breitet sich das Gift immer weiter aus.
Langsam löst sich die Spritze aus meiner Haut,
das Gift ist völlig in mir drinnen.
Meine Finger sind zu schwach um sie zu halten,
und so fällt sie lautlos zu Boden.
Meine Augen sind fest zusammengekniffen,
nein, ich will die Welt nichtmehr sehen.
Ich merke, wie mir langsam innerlich heiß wird,
die Hitze steigt in mir auf.
Verbreitet sich im ganzen Körper,
und lässt mich flau fühlen.
Ich spüre meine Beine nichtmehr,
will aber auch nicht nachgucken ob sie noch da sind.
Ich sacke zu Boden.
Mein ganzer Körper fühlt sich so leicht,
ich spüre nichts,
außer das Gift in meinen Adern.
Er fließt und pochert.
es erreicht die Dunkelheit in meinem Herzen,
und fließt hindurch.
Das Gift hat es geschafft, an mein Herz zu gelangen.
Vorbei an der großen Mauer,
in die Dunkelheit hinein.
Ich sacke völlig in mir zusammen,
atme nocheinmal kurz auf,
und liege dann Regungslos am Boden.
Endlich bin ich frei.
Endlich hat es wer zu meinem Herzen geschafft.
Das Gift durchfließt meinen Körper,
die Spritze liegt neben mir.
Da tropft aus dem Toten Körper,
die Wange herab zum Boden,
eine schwarze Träne.
In der Träne der Schrei,
welcher ewig eingesperrt in meinem Herzen.
Der Schrei so laut und lang,
doch hört in keiner mehr.
Da liegt er nun in seinem Sarg.
Der Deckel zu, die Farbe schwarz.
Tränen fließen auf dem Friedhof.
Doch wußte einer wie er sich fühlte?
Wußte einer von dem schwarzen Herzen,
welches einen Schrei gefangen hielt?
Der Schrei nach Liebe,...
Nun ist er endlich tot und frei.
Weg von allem,
weg von dieser beschissenen Welt.
Dort gehörte er nicht hin.
Dort war er ein Fremder.
Nun ist er zuhause,
dank dem Gift in seinen Adern.
Ruhe in Frieden...
Just cuz I have nerves, don't mean that I can feel...
Schluckend,
=Corey...=
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