| "Autor" |
Um Mitternacht |
|
|
|
geschrieben am: 28.06.2001 um 20:07 Uhr
|
|
Um Mitternacht
Gelassen stieg die Nacht ans Land,
Lehnt träumend an der Berge Wand,
Ihr Auge sieht die goldne Waage nun
Der Zeit in gleichen Schalen stille ruhn;
Und kecker rauschen die Quellen hervor,
Sie singen der Mutter, der Nacht, ins Ohr
Vom Tage,
Vom heute gewesenen Tage.
Das uralt alte Schlummerlied,
Sie achtets nicht, sie ist es müd;
Ihr klingt des Himmels Bläue süßer noch,
Der flüchtigen Stunden gleichgeschwungenes Joch.
Doch immer behalten die Quellen das Wort,
Es singen die Wasser im Schlafe noch fort
Vom Tage,
Vom heute gewesenen Tage.
Eduard Mörike |
|
|
|
|
|
|
Top
|
| "Autor" |
|
|
|
|
geschrieben am: 28.06.2001 um 20:24 Uhr
|
|
| grübelz immer noch wo man sowas im handel bekommt....sehr schön! |
|
|
|
|
|
|
Top
|
| "Autor" |
|
|
|
|
geschrieben am: 28.06.2001 um 21:57 Uhr
|
|
Das ist aus der Gedichtsammlung "Breit aus die Flügel beide" gesammelt von Ursula Abels. Lübbe-Verlag, ISBN: 3-7857-0441-0.
Bin gerade dabei so um die 30 Gedichte daraus ins Forum zu setzen.
T.-Lee |
|
|
|
|
|
|
Top
|