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Eine etwas andere Elbensaga |
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geschrieben am: 30.06.2001 um 19:18 Uhr
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DIE ELBEN
In den Gewässern um die Nordseeküsten, um Friesland und
zwischen der Elbenmündung und Helgoland, erblickt ihr häufig
schwimmende Eierschalen; in diesen fahren die Elben umher.
Das sind kleine zarte Elementargeisterlein, teils guter, teils schlimmer Art. Sie wohnen im Wasser und kommen oft in Wasserbläschen über fischleeren Weihern auf die Oberfläche,
hausen aber auch in kleinen Waldhügeln; in Brabant heißen
diese Hügel Alvinnenhügel, da hat das alte Wort Alf,Elf,Elb sich nur in Alfin, Alvinne umgewandelt. So klein der Elben erscheinen ist, so groß ist ihre Macht, dies deutet nichts besser an als der große gewaltige Strom, an dessen Ausgang in das Meer sie wohnen, und deren Namen trägt, die Elbe, darin wohl einen tiefen Sinn
-des Naturgeistes Mächtigkeit zugleich im Kleinsten, wie im Größten-
die alte mythische Weisheit in der deutschen Sprache runischen Zauber bannte.
So mag einer das Rätsel aufgeben, mit einem Wort das ätherisch Leichteste und etwas recht Schweres, ins Gewicht
Fallendes zu nennen.
Im Worte Elfenbein ist die Lösung gegeben.
In Westflandern sagen die Leute, wenn der Wind recht pfeift
und heult: Alvinna weint- und denken sich unter Alvinna eine mythische Persönlichkeit. Es ist aber nur die personifizierte Naturstimme, als elbisch-dämonische Macht im dunkeln Volksbewußtsein lebendig.
Finduilas (aus den deutschen Volkssagen) |
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