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Der verlorene Sohn

Nutzer: Apotheosis
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Anzahl Nachrichten: 73

geschrieben am: 11.07.2001    um 19:44 Uhr   
Der verlorene Sohn

Nun fortzugehn von alle dem Verworrnen,
das unser ist und uns doch nicht gehört,
das, wie das Wasser in den alten Bornen,
uns zitternd spiegelt und das Bild zerstört;
von allem diesen, das sich wie mit Dornen
noch einmal an uns anhängt ,fortzugehn
und Das und Den,
die man schon nicht mehr sah
(so täglich waren sie und so gewöhnlich),
auf einmal anzuschauen: sanft, versöhnlich
und wie an einem Anfang und von nah
und ahnend einzusehn, wie unpersönlich,
wie über alle hin das Leid geschah,
von dem die Kindheit voll war bis zum Rand
Und dann noch fortzugehen, Hand aus Hand,
als ob man ein Geteiltes neu zerrisse,
und fortzugehn: wohin? Ins Ungewisse,
weit in ein unverwandtes warmes Land,
das hinter allem Handeln wie Kulisse
gleichgültig sein wird: Garten oder Wand;
und fortzugehn: warum? Aus Drang, aus Artung,
aus Ungeduld, aus dunkler Erwartung,
aus Unverständlichkeit und Unverstand:
Dies alles auf sich nehmen und vergebens
vielleicht Gehaltnes fallen lassen, um
allein zu sterben, wissend nicht warum


Ist das der Eingang eines neuen Lebens?

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"Autor"  
Nutzer: minensie
Status: Profiuser
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Registriert seit: 01.01.2000
Anzahl Nachrichten: 1087

geschrieben am: 12.07.2001    um 05:54 Uhr   
hat was dieses gedicht grins gefällt mir ;o)
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