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"Autor"

Ein Märchen....???

Nutzer: *dieFee*
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geschrieben am: 19.07.2001    um 10:57 Uhr   

.....


lest es euch mal durch, vielleicht auch mehrfach und wenn ich einige von euch zum nachdenken gebracht habe, habe ich schon erreicht, was ich damit erreichen wollte! einen lieben gruß an euch Fee



Es war einmal, vor gar nicht allzu langer Zeit ein Mädchen. Das Mädchen lebte, seit es denken konnte - und das konnte es schon lange - ganz alleine in einer kleinen dunklen Pappschachtel... Und weil es ganz alleine dort war, hatte es viel Zeit zum Nachdenken, und das tat es auch. Doch die meisten ihrer Gedanken machten sie traurig und sie fühlte sich einsam und begann deshalb laut zu reden, obwohl doch wie sie glaubte, niemand da war. Sie sprach sehr viel und sehr lange, sie sprach über alle Sachen die sie berührten und bewegten. Sie sprach immer mehr, sie warf mit Gedichten und Liedern und Zitaten nur so um sich, nur um sich nicht so alleine zu fühlen, die Stille um sich herum nicht so laut zu hören und um ihre Gedanken zu übertönen. Und trotzdem fühlte sie sich so allein...
Doch draußen vor der Schachtel standen ganz viele Leute und lauschten gespannt jedem Wort das sie sprach. Sie standen dort ganz starr und mucksmäuschenstill, um ja kein Wort von ihr zu überhören. Und niemals sagte jemand ein Wort zu ihr, denn sie schien so beschäftigt mit ihren Gedanken und vor allem wollte keiner sie stören in ihren Gedanken, denn es war interessant was sie sagte und sie wollten noch so viel mehr von ihr hören. Und so standen sie da, tag aus und tag ein und lauschten ihren Gedanken, ihren Geschichten, ihren Gedichten und Liedern, die mit jedem Tag trauriger und verzweifelter wurden. Sie lauschten ihrem Weinen, ihrem leisen Schluchzen, ihren verzweifelten Hilfeschreien, den leisen Seufzern und schließlich... Stille. Kein Laut drang mehr aus der Schachtel. Lange standen die Leute weiter still da, sie rührten sich nicht, denn sie könnten ja etwas verpassen, wenn das Mädchen wieder zu sprechen anfangen würde. Aber es kam weiterhin nur Stille aus der Schachtel, laut und bedrohlich. Die Leute konnten es einfach nicht glauben. Es hatte noch nie Stille in der Schachtel geherrscht und jetzt war es plötzlich so. Noch lange standen sie da und lauschten und warteten und lauschten, aber die Stille blieb.
Schließlich beschlossen die Leute, die Schachtel zu öffnen - das erste mal, seit das Mädchen da drin war, und das war sie schon lange - und nachzusehen, was denn da los war. Und in der offenen Schachtel fanden sie das Mädchen, tot am Boden liegend, erstickt an ihrer Einsamkeit. Die Leute waren erschrocken, entsetzt und fassungslos über den Tod des Mädchens. Wie konnte sie nur einsam gewesen sein? Es waren doch immer so viele Menschen um sie herum gewesen und sie alle hatten ihr doch stets zugehört. Jedes einzelne Wort, jeder Schrei, jeder Seufzer... nichts war ungehört verhallt. Alle hatten sich für das Mädchen interessiert und ihr deshalb so gespannt zugehört. Doch eines hatten die Leute vergessen... Sie waren zwar immer da gewesen, sie hatten dem Mädchen zugehört, aber sie hatten ihr das niemals gezeigt oder gesagt. Sie waren immer nur still dagestanden und hatten gelauscht. Niemals hatten sie ein tröstendes Wort für sie, wenn sie weinte... niemals gab es eine Antwort auf ihre zahllosen Fragen, ihre verzweifelten Schreie... niemals sagte ihr jemand einfach nur: ich bin da, ich interessier mich für dich, ich höre dir zu... immer waren die vielen Leute, durch die Wände der Schachtel für das Mädchen unsichtbar, ganz still gewesen und nur die Stille schlug ihr entgegen... Und einsam war sie schließlich gestorben, während draußen die vielen Leute standen und lauschten gespannt ihren letzten Atemzügen...
Und weil die Leute niemals sterben, stehen sie heute schon vor der nächsten Pappschachtel, aus der verzweifelte Schreie dringen. Sie stehen dort, still und leise und hören zu, so lange bis auch aus dieser Schachtel nur noch die Stille dröhnt, laut und bedrohlich...


geschrieben von missyx01
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"Autor"  
Nutzer: Tjorben
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Anzahl Nachrichten: 78

geschrieben am: 19.07.2001    um 14:32 Uhr   
.......sitzt vor seinem Rechner und beginnt darüber nachzudenken was er grade gelesen hat....

toll das es noch Wesen gibt.. die ähnliche Ansichten haben wie ich..

knuddelt lieb die Fee

liest immer gern die Werke der Fee
knuddelt sie mal...Ciao Tjorben
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"Autor"  
Nutzer: Koebe
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Anzahl Nachrichten: 46

geschrieben am: 19.07.2001    um 17:56 Uhr   
Da komme ich doch sehr ins grübeln.
Einen Teil der Geschichte passt auch zu mir.
Zwischen reden und handeln ist ein grosser Unterschied.

Schwer nachdenklich wieder geht
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