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Der Tanz des Adlers (Teil6)

Nutzer: Don_Elsolora
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geschrieben am: 20.07.2001    um 01:16 Uhr   
(von insgesamt 7 Teilen)
Irgendwann stellte ich Enrico zur Rede. Ich wollte Gewissheit haben und Bestätigung. Er antwortete nicht. Es war das erste Mal das ich Enrico schlug, aber er schwieg weiter hin und sah mich mit seinen widerständlichen und hochmütigen Augen an. Ich stieß ihn auf seine Liege und ging trotzig an ihm vorbei. Ich sagte nur noch: " Ach tu doch was du willst !", und schmiss die Tür zu. Als ich nach einigen Stunden zurückkehrte, war Enrico verschwunden. Ich suchte ihn überall, doch keiner hatte ihn gesehen. Ich dachte nach und ging zum Park. In meinen Träumen und Gedanken vertieft, merkte ich nicht wie ich den Weg unter meinen Füssen verlor und in ein entlegendes Waldstück hinein geriet. Erst als ich gegen etwas stieß, kam ich wieder zu Bewusstsein. Ich sah mich verstört um und fragte mich wo ich war, da zog etwas an meiner Hose. Ich blickte herab und zu meinen Füssen saß Enrico und schaute mich grimmig an. Plötzlich tauchte Armand auf. Er war mir hinterher geschlichen, in der Hoffnung er könne sich doch noch an mir vergehen. Doch als er Enrico erblickte, rief er freudig aus: " Nun sind wir alle vereint. Der zärtliche Sturkopf, der stumme Adler und der teuflische Engel." " Perfekte Assoziationen, Armand. Wirklich.", knurrte ich. Enrico sprang auf, stieß mich zu Boden und griff Armands Handgelenk, zog er ihn mit sich und rief: " Jetzt tue ich mit dir was ich will, Raymond. Du bist nur ein Spielzeug.", dann waren sie außer Sicht. Ich rappelte mich auf und suchte den Weg zurück. Erst spät in der Nacht kam ich endlich wieder zurück in das Zimmer. Ich setzte mich auf das Bett und grübelte wieder. In der Nacht hörte ich die Tür knarren. Ich dachte erst es sei Enrico, aber ich sollte mich irren. Warme und weiche Lippen berührten meine. Ich antwortete mit einer Leidenschaft die heißer als Feuer brannte. Hände erforschten meinen Körper. Ich genoss die Berührungen. Und erwiderte sie. Meine Lippen erforschten jeden Zentimeter des Körpers. Da merkte ich, dass dies nicht Enrico war. Ich zündete eine Kerze an und sah in das boshaft lächelnde Gesicht von Armand. Ich stieß ihn aus meinem Bett, zog ihn an seinen Ohren aus dem Zimmer und ließ die Tür vor seiner Nase laut in das Schloss fallen. Ich begab mich in mein Bett zurück und fasste einen Entschluss. Ich wollte Enrico aus meinem Leben verbannen, wollte zurück nach Hause und die versprochene Ehe eingehen. Doch ich habe es nie getan. Nacht für Nacht lag ich wach und dachte an Enrico. Tagsüber sah ich ihn selten. Er war ein Einzelgänger, das wusste ich, und er würde nie zusammen mit dem L'angelo dell'oscurità auf der Promenade oder im Park sein. Er war nur Nachts bei ihm, dies ließ mich innerlich triumphieren, doch zerbrach es mir auch mein Herz. Diese schmerzende Lücke in meinem Herzen wurde von Tag zu Tag größer und ich gab mich jedem hin. Ich verkaufte meinen Körper an jeden Studenten und Professor, arbeitete wieder hart und versuchte durch Lernen zuvergessen. Ich stumpfte ab. Inzwischen war es fast wieder Frühling. Die ersten Blüten brachen hervor und vertrieben den Winter. Eines Nachts klopfte es an meine Tür.
Geändert am 20.07.2001 um 01:22 Uhr von Don_Elsolora

Geändert am 20.07.2001 um 02:41 Uhr von Don_Elsolora
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Nutzer: Jirka
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geschrieben am: 20.07.2001    um 01:45 Uhr   
uih uih uih heikel echt heikel
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