| "Autor" |
Quälender Schmerz |
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geschrieben am: 22.07.2001 um 19:07 Uhr
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Sie spürte seine Lippen. Sie waren heiß, bebten vor verlangen. Seine Hände glitten über ihren Körper und sie wünschte sich, das dieser Augenblick nie vergehen würde. Wünschte sich, das alles nur ein schlechter Alptraum wahr, ein Spiel. Doch sie wusste, dass es die Realität war, wusste, das es kein entfliehen gab. Er sah sie zärtlich, mit seine tiefblauen Augen an. Und seine Liebe spiegelte sich in ihnen wieder. Aber auch tiefer Schmerz...
-Sein Atem ging schwer, sehr schwer und er hatte mühe Luft zu bekommen-
Die Sonne ging gerade unter. Sie war feuerrot, wie eine gerade erblühte Rose. Die Wellen der Brandung schlugen wütend gegen die Felsen. Brüllten ihren Zorn und ihre Verzweiflung mit aller macht heraus... Die Möwen kreischten, doch ihr schreien hörte sich wie weinen an...
Schwach lag er in ihren Armen. Von seinem einst so wohlgeformten und starken Körper war nur noch eine schwache, zerbrechliche Hülle übrig geblieben. Doch nicht mehr für lange...
Er wusste, dass sein Ende gekommen war, sah schon das Licht, seine Erlösung. Doch er wollte nicht. Er wollte bei ihr bleiben, sie nicht verlieren, für sie da sein, sie trösten, sie stärken. Mit seiner letzten Kraft erhob er seinen Körper, legte seinen dürren Arm um ihren Hals, glitt mit seinen Fingern durch ihr schwarzes Haar. Er legte seinen weichen Mund auf ihren und liebkoste sie, ein letztes mal,... auf ewig.
-und die Möwen verstummten-
Er schloss seine Augen und spürte wie er aus seinem Körper gerissen wurde, sah sie, dort auf dem nackten Fels.
-allein-
Sie hielt seinen leblosen Körper im Arm, wollte es nicht wahr haben. Sie schrie, schrie sich ihren unsagbaren Schmerz aus der Seele. Tränen liefen ihr übers Gesicht. Lautes Schluchtsen entrann ihrer Kehle. Sie schüttelte ihn, wollte ihn ins Leben zurückholen. Doch es war zu spät, sie hatte ihn verloren. Ein Dolch, in Gift getränkt, wurde ihr ins Herz gestoßen. Das Gift breitete sich in ihrem Körper aus, vernichtete sie. Der Schmerz übermannte sie. Sie hatte nicht mehr genug Kraft, um sich zu wehren, ließ ihn Herr über sich werden. Gab sich ihm willenlos hin, bereit zu sterben...
Sie hob seinen Körper auf und trug ihn zu den Klippen. Blickte hinab in die brodelnden schwarze See. Gleich würden sie sich wieder vereinigen, zusammen in der Ewigkeit
-hoffentlich-
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| "Autor" |
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geschrieben am: 23.07.2001 um 00:13 Uhr
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Und dennoch...
Sie werden nie wieder vereinigt sein da sie den Freitod wählte und er nicht.
Doch zu was??
Zu was würde sie dann sterben?? Um den Schmerz nicht mehr ertragen zum müssen?? Um doch näher bei ihm zu sein??
Und dennoch...
würdet ihr (alle) es tun??
verschwindet in Gedanken |
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| "Autor" |
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geschrieben am: 23.07.2001 um 22:38 Uhr
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Ich denke nicht, daß ich auch so handeln würde...
...doch es gibt viele Menschen, die in solchen Momenten einfach keine Kraft mehr haben und aus ihrer Verzweiflung heraus Dinge tun, die sie später bereuen... wenn sie es noch können...
hört auf ihr Herz, aber nicht immer
Krishna |
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| "Autor" |
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geschrieben am: 24.07.2001 um 12:24 Uhr
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Geändert am 23.09.2001 um 10:57 Uhr von Shira |
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