| "Autor" |
Der letzte Sonnenuntergang |
|
|
|
geschrieben am: 22.07.2001 um 23:00 Uhr
|
|
so, bin mal ganz kurz wieder da, bin eigentlich nie richtig weg gewesen, und wurde ja sowieso auch nie vermißt :))
Trotzdem möchte ich euch nochmal eines meiner neuen Gedichte vorstellen:
Der letzte Sonnenuntergang
Ich spüre den Wind, wie er über mein Gesicht streicht,
wie der Lärm in meinem Kopf der Stille weicht,
wie sie erwacht, sich ausdehnt im meinem Sturm,
ihn daran hindert weiteren Schaden zu tun.
Ich sehe das Meer, das ruhig vom Wind bewegt,
sein stilles Rauschen in meine Seel trägt.
Wie die Farbe des Wassers Hoffnung weckt,
und alle tief lauernden Gefahren verdeckt.
Ich spüre den weißen, von der Sonne erwärmten, Sand,
wie er gleitet durch die Finger meiner rechten Hand,
sich anschmiegt dem Spiel meiner nackten Zehen,
mich daran hindert aufzustehen und zu gehen.
Ich sehe die Sonne, die blutrot am anderen Ende versinkt,
den Schein erweckt, dass sie im Meer ertrinkt,
obwohl sie selbst immer an der selben Stelle steht,
und die Erde sie wegzaubert, indem sie sich dreht.
Ich sehe den Mond, wie er der Sonne Platz einnimmt,
er nun den Lauf der Erde sieht und bestimmt.
Er zieht das Meer und den Menschen in seinen Bann,
der gegen den Einfluß nichts ausrichten kann.
Und dann sehe ich mich, gelehnt an einen Baum,
mit starrem Blick, ich fass es kaum.
Ich fühle und lebe, obwohl gerade eben
beendete mein irdisches Leben. |
|
|
|
|
|
|
Top
|