| "Autor" |
Ruhe |
|
|
|
geschrieben am: 02.03.2003 um 09:46 Uhr
|
|
Ruhe
Komm setz dich, setz dich zu mir
und lausch ein wenig meinem Herzschlag,
daß so der deine sich beruhigt.
Die Welt bleibt draußen, diese Nacht.
Komm setz dich, setz dich zu mir
und laß mich deine Hände halten,
daß etwas Wärme dich durchdringt.
Du bist geborgen, diese Nacht.
Komm setz dich, setz dich zu mir
und spür den Reigen meines Atmens,
daß dessen Nachklang dich umhüllt.
Das Tier kann schlafen, diese Nacht.
Raweika |
|
|
|
|
|
|
Top
|
| "Autor" |
|
|
|
|
geschrieben am: 02.03.2003 um 11:45 Uhr
|
|
Hallo Raweika,
(zitat)Ruhe
Komm setz dich, setz dich zu mir (/zitat)
Sehr schön, eine Einladung, verweile, finde Ruhe. Gleich ein Bezug zum Titel.
(zitat)und lausch ein wenig meinem Herzschlag,
daß so der deine sich beruhigt. (/zitat)
Gefallen mir, diese zwei klassischen Zeilen.
(zitat)Die Welt bleibt draußen, diese Nacht. (/zitat)
Schön. trostreich. still.
(zitat)Komm setz dich, setz dich zu mir
und laß mich deine Hände halten,
daß etwas Wärme dich durchdringt.
Du bist geborgen, diese Nacht. (/zitat)
Ein sicherer, trockener Fels der Wärme in der umstürmten kalten See.
(zitat)Komm setz dich, setz dich zu mir
und spür den Reigen meines Atmens,
daß dessen Nachklang dich umhüllt.
Das Tier kann schlafen, diese Nacht. (/zitat)
Das Tier im lyrischen "Du". Gehetzt, wild um sich beissend, immer in Furcht.
"Ruhe" wirkt auf mich wie ein Wiegenlied. Beruhigend, besänftigend gerade auch durch die Wiederholung der ersten Zeile.
Finde ich sehr gelungen.
Lama
|
|
|
|
|
|
|
Top
|
| "Autor" |
|
|
|
|
geschrieben am: 02.03.2003 um 12:33 Uhr
|
|
"Aus dem wogenden Meer der Menge sprang ein Tropfen lieblich zu mir..." als Lama meine Zeilen beantwortete. :-)) (nur damit du siehst, dass ich auch schleimen kann) ;)
Du hast es genau so verstanden, wie ich es zum Ausdruck bringen wollte!
Weika |
|
|
|
|
|
|
Top
|
| "Autor" |
|
|
|
|
geschrieben am: 02.03.2003 um 13:02 Uhr
|
|
Ruhe
Still, so still...
Wenn niemand lacht, kein Lied erklingt
Wenn Regen sich mit Tränen mischt
Leis, ganz leis nur Blumen flüstern
Von warmer Sonne und dem Leben
Bevor sie ihres auf dem Grabe geben
Kalt, so kalt...
Wenn Herzen frieren, Blicke suchen
Wenn eisiger Wind Wärme verweht
Weit, ganz weit Gedanken wandern
Zu Tagen des Lachens und der Lieder
Zeit, du Freund, schenkst sie uns wieder
Lama |
|
|
|
|
|
|
Top
|
| "Autor" |
|
|
|
|
geschrieben am: 02.03.2003 um 14:28 Uhr
|
|
das ist ein sehr schoenes gedicht, lama. besonders gut gefaellt mir daran, dass man es langsam und mit pausen lesen _muss_ und es dann genau das ist, was der titel sagt: ruhe.
(zitat)Zu Tagen des Lachens und der Lieder
Zeit, du Freund, schenkst sie uns wieder (/zitat)
und zum schluss ein immer noch trauernder, aber optimistischer ausblick, der den verlust mit dem leben versoehnt. hab ich sehr gern gelesen.
weika |
|
|
|
|
|
|
Top
|
| "Autor" |
|
|
|
|
geschrieben am: 02.03.2003 um 15:18 Uhr
|
|
(zitat)das ist ein sehr schoenes gedicht, lama. besonders gut gefaellt mir daran, dass man es langsam und mit pausen
lesen _muss_ und es dann genau das ist, was der titel sagt: ruhe. (/zitat)
Ich weiss, dass es nicht die leichteste Übung ist, ein Gedicht richtig zu lesen. Es freut mich, dass Du es auf die Weise getan hast, die ich mir vorgestellt habe. ;)
Lama |
|
|
|
|
|
|
Top
|