| "Autor" |
die silbe schmerz |
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geschrieben am: 30.07.2001 um 17:25 Uhr
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(zitat)die silbe schmerz
es gab sich dir in die hand:
ein du, todlos,
an dem alles ich zu sich kam. es fuhren
wortfreie stimmen rings, leerformen, alles
ging in sie ein, gemischt
und entmischt
und wieder
gemischt.
und zahlen waren
mitverwoben in das
unzaehlbare. eins und tausend und was
davor und dahinter
groesser war als es selbst, kleiner, aus-
gereift und
rueck- und fort-
verwandelt in
keimendes niemals.
vergessenes griff
nach zu-vergessendem, erdteile, herzteile
schwammen,
sanken und schwammen. kolumbus,
die zeit-
lose im aug, die mutter-
blume,
mordete masten und segel. alles fuhr aus,
frei,
entdeckerisch,
bluehte die windrose ab, blaetterte
ab, ein weltmeer
bluehte zuhauf und zutag, im schwarzlicht
der wildsteuerstriche. In saergen,
urnen, kanopen
erwachten die kindlein
jaspis, achat, amethyst - voelker,
staemme und sippen, ein blindes
e s s e i
knuepfte sich in
die schlangenkoepfigen frei-
taue -: ein
knoten
(und wider- und gegen- und aber- und zwillings- und tau-
sendknoten), an dem
die fastnachtsaeugige brut
der mardersterne im abgrund
buch-, buch-, buch-
stabierte, stabierte.
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paul celan, taken from "die niemandsrose", 1963(/zitat) |
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