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Begegnung Version 2

Nutzer: Little_Dwhy
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geschrieben am: 05.08.2001    um 22:05 Uhr   
Wie ist es wohl, wenn ein Vampir und ein Mensch aufeinandertreffen und sich ineinander verlieben?

Welche Sehnsüchte und Gefühle könnten dort wohl freiwerden?

Welche Tragik und welche Gedanken würden wohl offenbar wenn man beide, Vampir und Mensch erzählen lassen würde?

Dies ist nun der Versuch diese Gefühle, Sehnsüchte und Gedanken zu beschreiben.

Ich hab versucht mir beides vorzustellen..hier version 2..




Die Kälte begann sich in meinen Knochen festzusetzen. Fröstelnd zog ich den Mantel enger um meinen Körper. Die Warterei begann mich mürbe zu machen. Würde er wirklich kommen? Was, wenn mich mein Gefühl dieses Mal im Stich lassen würde? Auf dem Weg hierher war ich mir meiner Sache noch so sicher gewesen. Er würde kommen und er würde mir meinen sehnlichsten Wunsch erfüllen - heute Nacht.

Aber wie sollte ich ihn dazu bringen? Was, wenn ich mich irrte? Würde er mich auslachen?

Aber nein, alles, wirklich alles hatte darauf hingedeutet, dass sich heute mein Schicksal erfüllen würde. Meine Zeit war gekommen.

Wo blieb er nur? Seit einer halben Ewigkeit stand ich nun vor dem Hotel, die Einfahrt zur Tiefgarage immer im Auge.

Endlich bog eine silberne Limousine in die Einfahrt ein. Er war da ,er war wirklich da! Ein unbeschreibliches Glücksgefühl übermannte mich.

Er stoppte den Wagen, sprang heraus, ließ die Türe offen und ignorierte das wütende Hupen des Taxis hinter sich.

Er schloss mich in die Arme, drückte mich fest an sich. Ich spürte seine tiefe Freude, sein Glück mich nun doch noch einmal wieder zu sehen. Als er sich schließlich von mir löste sah ich, dass ihm Tränen über das Gesicht liefen...



Minuten später. Ein Zimmer in den oberen Etagen des Hotels. Ruhe umgab uns, Kerzen brannten und leise Musik füllte die Stille. Ich lag in seinen Armen.



'Ich habe gespürt das du kommst' ich war so froh bei ihm zu sein, unwillkürlich musste ich lächeln.

'Ich weiß wer du bist, ich weiß was du bist' ich sah ihn an, warf die Haare zurück und bot ihm meinen Hals dar. 'Beiß mich!' und in Gedanken fügte ich hinzu 'Töte mich!' ich blickte ihn an und sah, wie in seinen braunen Augen ein Funke aufblitzte.



Er beugte sich über mich, küsste meinen Hals. Seine Zähne ritzten meine Haut. Ein wohliges Stöhnen entrang sich mir. Ich spürte wie die Lust mich überkam, ich drückte mich an ihn.



Ein kurzer heftiger Schmerz durchfuhr mich als er kräftiger zubiss. Und dann Lust, Ekstase. Eine nie da gewesene Erregung.

Er löste sich von mir und ich spürte, wie mein Blut an mir herunterzulaufen begann. Welch ein Gefühl! Verzaubert beobachtete er das Fließen meines Lebenselixiers.





Voller Lust wand ich mich auf dem Bett. Er beugte sich wieder über mich. Zärtlich und sanft leckte er das Blut von meinem Körper.



Seine Lippen schlossen sich wieder um die Wunde in meinem Hals.

Mir wurde schwindelig. Ich fiel in ein Nichts aus grauen Nebeln und spürte, wie mein Herz zu kämpfen begann: noch ein Schlag...noch ein Schlag...und dann - Nichts!

Absolute Dunkelheit.



Nein!



Hier war es, was ich mir gewünscht hatte. Das also war mein Ende. Oh nein! Kehr es um, lass es nicht so enden. Ich bin zu jung zum sterben.

Waren Jahre vergangen, oder nur Sekunden? Ich weiß es nicht.






Ich merkte nur, irgendwas war in meinem Mund. Warm. Ein kupferner, süßer Geschmack. Was sollte ich damit anfangen? Schließlich funktionierte der Reflex und ich begann zu schlucken.

Welche Pein. Welche Schmerzen. Ich spürte, wie jede Zelle in meinem Körper starb. Weiß wandelte sich in Schwarz, Schwarz in Weiß.





Ich öffnete meine Augen und sah ihn an. Wie wunderschön er war.

Er zog mich hoch und führte meine Lippen an seinen Hals. Instinktiv biss ich zu. Dachte ich vorher noch das höchste Maß an Gefühlen erlebt zu haben, so verblassten sie angesichts des Geschmackes seines Blutes. Dies war der Trank der Götter. Mit jedem Schluck, den ich zu mir nahm entfachte sich mehr eine tiefe, eine nie wieder zu stillende Gier. Und mir wurde noch etwas klar. Wir würden nie mehr getrennt sein. Wir würden für immer zusammen bleiben. Für immer gemeinsam durch die Nacht ziehen und Angst und Schrecken verbreiten.

Uns für immer lieben!

Für die Ewigkeit!



'Komm mein Engel, komm' Er sah mich an. 'Komm lass uns in die Stadt gehen, jagen!'










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Nutzer: DunkleAmazone
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geschrieben am: 06.08.2001    um 14:13 Uhr   
sieht lächelnd zum kleinen Dwhy

Wirklich gut geschrieben...
Gefällt mir...
liebdrückt und weiterhuscht

Ama
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