Auf den Beitrag: (ID: 30661) sind "4" Antworten eingegangen (Gelesen: 707 Mal).
"Autor"

ÜBE!

Nutzer: Gast_metaMorphosis
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geschrieben am: 10.08.2001    um 18:20 Uhr   
ÜBE!
rrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrr
A!
llllllllllllllllllllllllllllllllllllll
(eng)
iiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiii
ppp-
FEHL NIE
ssssst
rrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrr
("uuuhii")

Autor: Ernst Jandl

Kann mir das jemand interpretieren? ^^ *kicher*
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"Autor"  
Nutzer: abalone
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geschrieben am: 10.08.2001    um 19:00 Uhr   
Über allen Gipfeln ist Ruhe.
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"Autor"  
Nutzer: Gast_metaMorphosis
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geschrieben am: 10.08.2001    um 23:06 Uhr   
Salut Abalone :)

"Über allen Gipfeln ist Ruh.
In allen Wipfeln spürest du..."

...faszinierend wie weit man einen wohlbekannten Text
verfremden kann - hab's echt nicht gesehen ^_^

Ich muss dir erstmal danken - bin durch deine Homepage auf Ernst Jandl gestoßen (SCHTZNGRMM) - finde seine Schöpfungen recht interessant.
Geh ich richtig in der Annahme, dass SCHTZNGRMM ein Anti-Kriegs-Gedicht ist? :-/ Finde er hat darin wirklich ein Feuerwerk von MG's und Kanonen auf Papier gebannt.


Schtzngrmm

schtzngrmm
schtzngrmm
t - t - t - t
t - t - t - t
grrrmmmmm
t - t - t - t
s - - - c - - - h
tzngrmm
tzngrmm
tzngrmm
grrrmmmmm
schtzn
schtzn
t - t - t - t
t - t - t - t
schtzngrmm
schtzngrmm
tssssssssssssssssssss
grrt
grrrrrt
grrrrrrrrrt
scht
scht
t - t - t - t - t - t - t - t - t - t
scht
tzngrmm
tzngrmm
t - t - t - t - t - t - t - t - t - t
scht
scht
scht
scht
scht
grrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrr
t - tt

(Ernst Jandl)

[hab ein scht vergessen ;]
Geändert am 10.08.2001 um 23:07 Uhr von Metamorphosis

Geändert am 10.08.2001 um 23:09 Uhr von Metamorphosis
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Nutzer: abalone
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geschrieben am: 10.08.2001    um 23:39 Uhr   
ob es ein anti-kriegsgedicht ist, kann ich nicht sagen, dafür müßte ich erst mehr über jandls leben lesen - auf jeden fall hat er seine kriegserlebnisse darin verarbeitet.

wer mir da auch gerade in den sinn kommt, ist august stramm - auch er hat ein sehr interessantes gedicht über den krieg (diesmal der 1. weltkrieg) geschrieben:

Patrouille

Die Steine feinden
Fenster grinst Verrat
Äste würgen
Berge Sträucher blättern raschlig
Gellen
Tod.
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Nutzer: Gast_metaMorphosis
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geschrieben am: 12.08.2001    um 17:25 Uhr   
mmh...gefällt mir...

Schlacht

Ächzen ringt
Und
Stampfet in die Erde
Packen würgt
Und
Windet wühlt und stemmt
Die Lüfte stehn
Und
Klammern krampfzerrissen
Zerfetzen kracht
Und
Schellet gell zu Boden
Das Wissen stockt
Die Hoffnung bebt und starrt
Die Ahnung blutet
Schreien wächst empor
Das Leben
Flammt
Die letzten Brände
Sprühen
Wild
Krallt
Das Sterben
Auf
Zum Himmel.
Das Taglicht stickt
Die Nacht
Flort um
Das Grabtuch
Die Erde hüllt
Und
Liebe spreizt den Schoß
Die Sterne zittern
Strahlen brücket über
Die Zeit klimmt an
Und
Lächeln sammelt Tropfen
Und
Sammeln Lächeln
Lächeln Sammeln Schreiten
Und
Sammeln schreitet
Lächeln Schreiten Schwinden
Und
Schreiten schwindet
Schwinden Lächeln Schreiten
Und
Schwinden schreitet nach
Dem sturen Raum.

(August Stramm)

Mir scheinen die Worte wirr, wie aus einem Wahn heraus geschrieben - trotzdem zeichnen sie klare, intensive Bilder.
Welch passender Umgang mit dem Thema Krieg, der mehr Wahn als Realität ist, und trotzdem Menschen für Ewigkeiten zeichnet.

Wie dem auch sei, hier noch etwas heiteres... ^^

ottos mops

ottos mops trotzt
otto: fort mops fort
ottos mops hopst fort
otto: soso

otto holt koks
otto holt obst
otto horcht
otto: mops mops
otto hofft

ottos mops klopft
otto: komm mops komm
ottos mops kommt
ottos mops kotzt
otto: ogottogott

(Ernst Jandl)
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