|
|
|
geschrieben am: 18.07.2002 um 10:57 Uhr
|
|
Das mag sein, ich möchte auch nicht für mich beanspruchen, Dich so gut zu kennen, daß ich alles verstehe, was Du da schreibst, vor allem weil dein Stil teils auch sehr kryptisch ist - aber selbst wenn das nicht wäre, möchte ich doch nicht den Eindruck erwecken zu behaupten, ich kenne Dich. Ich erkenne Dich, und zwar wieder in dem, was mir selbst widerfahren ist.
Ob Du Zorn oder Ärger gegen mich hegst - was du ja wie unten geschrieben hast nicht tust - ist mir gleich. Ich sprach von meinem eigenen Zorn, den ich teils gegen Dich hatte/habe, aber ich entsinne mich ebenso daran, daß ich wußte, was ich tat, als ich Dir nahe kam, und so wäre es sehr ungerecht, Dich das spüren zu lassen. So niedrig sinke ich nicht.
Selbstmitleid... hm. sagen wir einmal so, es ist lange nicht mehr so schlimm wie früher. Einen kleinen Rest wirst auch Du behalten, jeder Mensch kämpft nunmal damit, ich auch, und ich bin froh, daß Du da schon weiter gekommen bist.
Ich weiß daß ich dir eine schöne Zeit geschenkt habe, ebenso wie ich selbst eine hatte, bevor du leer wurdest. Aber das leer werden war auch notwendig. Nur denke nicht, daß es schon alles wäre.
"alles dahin? wen interessierts?" (oder "wenn interessierts", etwas seltsam, aber kann dennoch passen)
Die Antwort auf diese Frage gebe ich dir, wenn wir uns wieder gegenüberstehen. Und es ist mir völlig wurscht, ob ich diese Frage von Dir nun aus dem Kontext gerissen habe.
Daß Du es nicht sofort sahst, was hier geschrieben wurde, war schon ganz gut so. Der Zeitpunkt ist richtig, so wie die meisten Dinge zum richtigen Zeitpunkt geschehen, meist halt nur anders als wir denken. Ich wollte eigentlich gar keinen Kommentar von Dir hier drin, obwohl es an Dich geschrieben war, da es aber so kam, ist es gut wie es ist, selbst wenn ich nun etwas umdenken muß.
Weißt Du, es mag Dir ja egal sein - Du mußt selber sehen, daß es Dir gut geht, und das hast Du auch getan und das ist auch richtig so - aber das hier war für MICH. Um MEINE Schmerzen zu verarbeiten. Glaub ja nicht, daß Du mir nicht weh getan hättest, glaub nicht, daß ich das je vergessen werde. Verzeihen ja, vergessen nein. Ich wußte ja schließlich, was ich tat. Ich arbeite am verzeihen. Und glaub auch nicht, daß ich das für Dich tue. Ich verzeihe Dir, weil ich diese Größe für mich haben will. Dir kann es gleich sein, wenn es Dir aber nicht egal ist, umso besser. Das meinte ich auch mit Selbstmitleid... Du hast das Gedicht rein auf Dich bezogen und mich außen vor gelassen. Es geht aber halt nicht nur um Dich.
Tu mir nur einen Gefallen... Du wirst noch oft fallen und Du wirst auch immer wieder aufstehen, das weiß ich, sonst hätte ich nie an Dich geglaubt. Und ich glaube immer noch an Dich. Wenn Du am Ende des Weges stehst, zurücksiehst und herzlich lachst - achte darauf, daß es kein bitteres Lachen wird. Denn am Ende des Weges sehen wir uns wieder, und dann hab ich Dir noch was zu sagen.
Alles Liebe,
Engel.
|
|
|
|
|