Auf den Beitrag: (ID: 30705) sind "8" Antworten eingegangen (Gelesen: 422 Mal).
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1914 Schritte

Nutzer: Jalima
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geschrieben am: 30.04.2003    um 08:56 Uhr   

Bist du schon einmal über Eis gewandelt ? So dünn, dass du es knirschen hören kannst, wenn du kurz zu atmen aufhörst und lauschst ?
131 Schritte.
Bist du schon einmal über brennende Erde gegangen ? Den Geruch von Vernichtung und Endlichkeit um dich her und Tränen in den Augen vom Rauch ?
254 Schritte
Bist du schon einmal durch feinen Sand gelaufen ? Immer weiter, Stück für Stück und wenn du sich umkehrst, siehst du deine Spuren noch meilenweit fort ?
376 Schritte
Bist du schon einmal durch die Hölle gegangen ? Laute um dich her, deren Ursprung dich schon ängstigen, wenn sie nur deine Fantasie ahnt ?
428 Schritte.
Bist du schon einmal auf jemanden zugegangen ? Ein fremdes Antlitz, das sich in deinen Augen spiegelt, ein fremder Leib der sich deinem beständig nähert ?
362 Schritte.
Bist du schon einmal durchs Leben gegangen ? Von einem unveränderbaren gestern in ein ungewisses morgen ?
245 Schritte.
Bist du schon einmal zurückgekommen zu dir selbst ? Aus deinem Wissen und Denken, zurück dorthin, wo alles begann ?
117 Schritte.
Bist du schon einmal über deine Grenzen gegangen ? Hast gespürt wie deine Füße ins Leere tasten und du fällst ?
1 Schritt.
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Nutzer: Gast_BlueLama
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geschrieben am: 30.04.2003    um 09:28 Uhr   
Für mich eine Reflexion, eine "Selbstbespiegelung", eine Auseinandersetzung mit der eigenen Gefährdung, hab ich recht?

Mir gefallen die Zeilen sehr gut, allein die Anzahl der Schritte erscheinen mir recht willkürlich und erschweren mir das Verständnis.

Lama

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Nutzer: Jalima
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geschrieben am: 30.04.2003    um 09:32 Uhr   
lächelt Schau sie dir noch mal an... und dann vielleicht noch mal.. einzeln.. in Ruhe.....
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Nutzer: Gast_BlueLama
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geschrieben am: 30.04.2003    um 09:39 Uhr   
jaja...., addieren kann ich schon, aber warum gerade 1914? ;-)
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"Autor"  
Nutzer: Jalima
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geschrieben am: 30.04.2003    um 09:43 Uhr   
lacht Du achtest auf das falsche.... Die 1914 ist die unerheblichste Zahl an der ganzen Sache...
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Nutzer: Engelsfall
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geschrieben am: 30.04.2003    um 09:50 Uhr   

ganz ehrlich muß ich gestehen, daß das geheimnis hinter den zahlen für mich ein geheimnis bleibt.

obwohl ich immer neugierig werde, aber ich kann ein geheimnis auch eines sein lassen *lächelt*

allerdings weiß ich genau, daß ich demnächst auch anfangen werde, schritte zu... nicht zu zählen.... zu tun...

vielleicht liegt hier ja einer der tricks an der sache. die meisten sachen sind so einfach, daß man sie übersieht, bis daß man sich die nase an ihnen einrennt ;)

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Nutzer: Gast_BlueLama
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geschrieben am: 30.04.2003    um 09:51 Uhr   
Ich werde das später nochmal anschauen, denn ich muss jetzt zu einer Vorlesung. Zu Fuß dürften es auch so ungefähr 1914 Schritte sein. ;-)

Gruß Lama
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Nutzer: Engelsfall
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geschrieben am: 30.04.2003    um 11:36 Uhr   

Sie fragte: „Wie soll ich sie jetzt noch spielen? Es tut weh, wenn ich sie nur anrühre.“
Da dachte ich, ich finde die Menschen, die andere verloren haben. Ich meinte: „Ich will mich für dich erinnern, solange es nötig ist, damit du sie vergessen kannst.“
Sie sah mich fragend an. Ich erklärte mich, aber natürlich war das noch nicht alles. Man versteht nie alles. Es bleibt immer etwas übrig für diejenigen, die nach einem kommen. Ich dachte, manche Dinge darf man sterben lassen, aber nicht das, was Teil von einem ist. Man kann es zurücklassen, obwohl man nicht davor fliehen kann. Nein, man kann nicht weglaufen, und man kann es nicht sterben lassen, ohne daß es noch größere Wunden reißt. Ich dachte, ich finde die Menschen, die andere verloren haben, und meinte, ich will mich daran erinnern, damit sie vergessen kann.

Sie würde mich fragen, wenn sie wüßte, wie ich das machen will, wenn ich doch gar nichts von ihr weiß. Ich antwortete mir selbst auf diese Frage: „Wenn es soweit ist, helf ich dabei, daß du selbst sie wiederfindest. Ich helfe dir, dich selbst zu erinnern.“ Und natürlich war das noch nicht alles. Es war noch lange nicht alles.

Ich dachte auch: ich glaube an all das, woran niemand sonst glauben will. Sie bleibt nun bei mir. Ich paß auf sie auf, und ich muß sie nicht kennen. Vielleicht kommt sie nie wieder, um sich abzuholen. Aber hey – let it be. Wenn sie sich abholen mögen sollte, weiß sie, wo sie ist.

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"Autor"  
Nutzer: Jalima
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geschrieben am: 30.04.2003    um 14:42 Uhr   
Danke... einfach Danke. Sei und sei da. Mehr kann man nicht erbitten und verlangen darf man es nicht.
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