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Angst

Nutzer: Quidam
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geschrieben am: 04.06.2003    um 12:26 Uhr   
Heute morgen gegen 5.15...

Ich schrecke hoch. Meine Träume weichen wie Staub von meinen Liedern und meine Augen öffnen sich. Es ist dunkel... immer noch. Ich zucke zusammen durch einen lauten Knall. „Was war das?“ denke ich, grabe meine Finger tiefer in mein Kissen, presse meinen Kopf hinein... will meine Ohren verschließen. Dann höre ich Regen prasseln von einem Moment auf den anderen. Mein Dachfenster, wie eine Trommel gespielt von kalter Feuchtigkeit die in mein Reich einzudringen versucht. Ich beginne zu verstehen und doch... irgendwie auch nicht. Meine Haut rebelliert, reckt abwehrend ihre kleinen Härchen in die Luft... wie eine Katze die ihren Rücken buckelt. Plötzlich ist der Regen wieder fort... still ist es... dunkel. Meine Augen schauen suchend umher, blicken flehend in die schwärze... flehend nach halt... irgendwas, an das sie sich heften können. Ich zucke zusammen, breche fast durch mein Bett, ramme meinen Kopf in die Federn, grabe meine vom halten schon verkrampften Finger noch tiefer in den Stoff meines Kissens. Es knallt schon wieder... donnert laut und Kurz. Der Himmel peitscht mein Bewusstsein. Stille. Das Trommeln des Regens... wieder... . Stille. Ich zucke erneut zusammen. „Wenn die Welt untergeht... wird es wohl so sein wie jetzt“ denke ich. Es gewittert. Donnert. Ich habe Angst. „In all den Jahren die ich lebe hatte ich niemals Angst vor einem Gewitter. Niemals. Warum heute? Warum... heute?“ Ich zucke wieder zusammen. „Warum heute?“ Meine Gedanken kreisten, wurden herumgewirbelt... . Regen, Angst, Stille, Angst, Donner, Angst, Stille... Angst... Angst.

Ich habe Angst...

Dann schlief ich irgendwann wieder ein...
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Nutzer: Anoush
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geschrieben am: 04.06.2003    um 17:37 Uhr   
Nur die Sintflut

Falter stoben auf,
fliehen in die Dunkelheit,
wie ich die Augen aufreiße
und vor mich sehe in die unendliche Schwärze einer Nacht.

Ich kann nicht sehen,
kann nur leise hören wie es wispert,
kann nur ahnen wieviele Augen auf mir liegen,
aus all den Schatten was immer ihnen innewohnt.

Dieses Rauschen in meinem Kopf,
es macht mich mürbe, mach mich wahnsinnig,
bis ich den Kopf zum Fenster drehe,
und sehe, es ist nur der Regen.

Als ginge die Welt unter,
wieder mal.
Weil ich es nicht anders kann,
sehe ich den Wassermassen an der Scheibe zu.

Wenn es nur die Sintflut ist,
dann ist es ja gut.
Ein Lächeln steigt mir auf die Lippen,
dann lege ich mich zurück, schließe die Augen, schlafe ein.

Was soll der kleine Geist,
sich sorgen und zewühlen,
wenn draußen mit der Zeit,
und Welt die Götter spielen.


~Alles fügt sich zusammen.~

Anoush

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Nutzer: Quidam
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geschrieben am: 04.06.2003    um 23:02 Uhr   
lächelt zu Anoush ... danke mein dunkler Engel...
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