| "Autor" |
Engelstreue |
|
|
|
geschrieben am: 24.08.2001 um 16:43 Uhr
|
|
Engelstreue
Die Kometen sind Götter,
die zur Erde fallen.
Im Donner noch hört man
ihre Schreie hallen.
Ihr Leib wird gefangen von
den Wogen der See.
Ihr Leuchten vergeht so
rasch wie der Schnee.
Und die Dämonen,
die aus der Tiefe steigen,
wiegen sich sanft in
ihres Leidens Reigen.
Wie Tänzer voll finsterster
Anmutigkeit, weben sie Risse in
die Mauern der Zeit.
Die Totengeister greifen
aus dem Dunkel,
ein kalthungriges Wispern
ist ihr Gemunkel.
Wenn das Heulen der
Wölfe lange verstummt,
und ihr uraltes Lied nur
die Welt noch summt.
Der Schimmer eines Einhorns
findet sich ein,
purpurnes Glänzen vermischt
in dem Schein.
Ein Zittern strömt silbern
durch seine Flanken,
der Sturz folgt einem
letzten hilflosen Wanken.
Wie schnell das Schleichgift
zu wirken beginnt,
wie die Midgardschlange in sich zusammensinkt,
wie sie die Welt aus ihren
Windungen verliert,
wie schrecklich sie in
der Kälte des Alls erfriert.
So fallen die altersschwachen
Steinesriesen,
verdorren zu Staub eben
noch saftige Wiesen,
und so steig ich hinab in
den Schwefelschlund
Tiefer und fiebernd bis
ganz auf den Grund.
Denn ich scheue das Dunkel
des Elends nicht,
verberge vor dem Bösen
nicht mein Gesicht,
und sollt um diesen Dämonen
ich ringen,
so werd ich den
Fürsten der Hölle bezwingen
|
|
|
|
|
|
|
Top
|
| "Autor" |
|
|
|
|
geschrieben am: 24.08.2001 um 17:08 Uhr
|
|
|
|
|
|
|
|
|
Top
|