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Undercover

Nutzer: Gast_nana
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geschrieben am: 29.08.2001    um 03:53 Uhr   
Wenn du ganz du sein könntest, dein Innerstes mir gegenüberstellen ... . Ich blieb stehen ehe Er fertig gesprochen hatte, drehte mich zu ihm: Du würdest es nie ertragen! Er war verwundert, vielleicht verletzt: Was ist in dir, daß nie heraus dürfte, was wütet so in dir, daß du dich selbst dir verschließt? Ich sah ihn an - lange: Ich war nie Kind - durfte nie Kind werden. Die die Kind blieben starben - ich durfte nicht einmal als Kind sterben. Ich setzte mich, angewinkelt, so als ob es mir befohlen wurde. Lange muß es gewesen sein, nur langsam - ein kleines Stück der Schmerzen die mich verliessen: Vieles in mir ist kalt geworden, ich weiß nicht ob es einen Menschen gibt, dem ich abverlangen darf mich zu halten, wenn es aus mir weint - haltlos zu weinen beginnt. Vielleicht ist das das Wunder das uns alle Mensch werden läßt. Ich suche einen Ort wo ich hingehöre weil ich so bin. Du wirst lange suchen. wie lange ? alles was über mich hinausgeht ist von Angst verdeckt. Nicht verdeckt - vieles scheint durch - ob es wahr ist vermag ich nicht zu sehen - Ich habe zuviel gesehen um noch differenzieren zu können. Er ließ mich schweigen, wußte er doch, daß es Zustände gibt in denen das Lauteste im Inneren nicht in einer Aussage, in Worten platzfindet, wußte er das Ausdruck nicht erzwingbar ist. Ich habe keinen Ort, kein Gedächtnis, daß ich zuhause nennen kann. Kann es keinen solchen Ort geben, oder darf es keinen solchen Ort für dich geben? Werd' ich dich je sehen - ganz du? Ich schwieg. So war vieles zwischen uns, daß uns hätte trennen können, nur - auch der leiseste Ton bricht das Lautlose auf und wenn Wärme in ihm liegt, dann kann die Ruhe vom Lautlosen getrennt werden. Verlangst du, daß ich das begreife? Nein, aber könntest du es empfinden?
Sieh nicht auf deine Schwäche, sieh die Kraft die darin liegt ein zweites Mal den schwachen Menschen gesehen zu haben ohne das es trennend war.

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