| "Autor" |
Die Seele eines Gedichts |
|
|
|
geschrieben am: 29.08.2001 um 12:42 Uhr
|
|
Die Seele eines Gedichts
Als die Glocken ihren Trauergesang beendeten,
verlassen die Leute die Kapelle,
in deren Mitte ein schwarzer Sarg steht,
umgeben von roten Rosen.
In dem Sarg, auf rotem Samt,
liegt ein Buch.
Vor langer Zeit fand ein Mädchen es
auf einer Lichtung mitten im Wald.
Von dem Moment an,
an dem sie es aufschlug,
war sie im Bann des Buches,
auf dessen erster Seite Gedichte stand.
Und sie schrieb.
Die Tinte fuhr über das Pergament
und brachte die schönsten Gedichte zustande.
So tiefgehend und voller Schönheit,
dass sie zu Tränen rühren.
Von nun an lebte sie für ihre Gedichte.
Sie schaffte sich ihre Welt.
Mit jedem Schriftzug wurde sie mehr
zu den Gedichten,die sie schrieb.
Und als das Buch gefüllt war,
wurde sie vollständig
zu einem Gedicht.
Und so stand auf der letzten Seite:
"Nun ist sie dort,
wo ihr Herz schlägt.
Ihre Seele ist vereint
mit dem Buch und dessen Inhalt.
Die Erde hat ihr schönstes Licht verloren,
doch sie lebt weiter,
in ihren Gedichten".
Und legt man die Hand
auf das Buch,
fühlt man ihr Herz schlagen,
und wenn man genau hinsieht,
läuft eine einzelne Träne
über das schwarze Leder
|
|
|
|
|
|
|
Top
|
| "Autor" |
|
|
|
|
geschrieben am: 29.08.2001 um 12:51 Uhr
|
|
streiche die letzten drei zeilen, dann gefällt es mir von der idee her ganz gut. :-)
heute klappt nicht mal ein winziger satz ohne fehler... Geändert am 29.08.2001 um 12:52 Uhr von Abalone |
|
|
|
|
|
|
Top
|