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Und über allem weht der Wind so kalt (Teil 3)

Nutzer: Apotheosis
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geschrieben am: 30.08.2001    um 20:50 Uhr   
Und über allem weht der Wind so kalt (Teil 3)

Ich kann mich nicht mehr rühren
Nur meine Hand kann ich schließen
Ich spüre eine kleine Kinderhand darin
Als ich sie drücke, spür ich ihr Leben
Unter mir hat eine Frau begonnen zu beten
Über mir die kalte Erde sich häuft
Lass diese Hand nicht erkalten,
Die in meiner liegt !
Lass die Stimme der Frau nicht für immer verstummen

Doch wer hört mich jetzt,
Wenn meine letzten Sekunden verrinnen ?

Ganz langsam nur verlässt mich das Leben
Die kleine Hand in meiner erschlafft
Aus diesem Leib ist das Leben gewichen
Die Gebete der Alten sind längst verstummt ...

Nur wenig Luft noch füllt meine Lungen
Alles um mich herum ist schwarz wie die Nacht

Ich spüre wie die Pest sich meiner bemächtigt
Bevor sie mich holt werd ich ersticken im Grab

Bunte Sterne beginnen vor meinen Augen zu tanzen
Ich verfluche die, die mich brachten hierher
Die mich zu Tode verbannten aus Habgier und Neid
Wenn nur eine Möglichkeit bestünde, um wiederzukehren
Ich würde schlachten die, die dies an mir taten !

Dann endlich verlässt mich das Lebenslicht
Längst begannen die Ratten mein Fleisch zu fressen
Der Tod ist bei mir und fordert den Lohn

Ein letzter Atemzug noch füllt meine Lungen
Dann ewige Nacht um mich herum

Plötzlich ... ein kaltes Licht ...

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