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"Autor"

Der Kater

Nutzer: mirella
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Registriert seit: 01.01.2000
Anzahl Nachrichten: 134

geschrieben am: 03.09.2001    um 09:29 Uhr   



Quand mes yeux, vers ce chat que j'aime
Tirés comme par un aimant
se retournent docilement
Et que je regarde en moi-même,

Je vois avec étonnement
Le feu de ses prunelles pâles,
Clairs fanaux, vivantes opales,
Qui me contemplent fixement.

(les dernières strophes du poème "Le chat" de Baudelaire)


Wenn meine Augen, von dieser Katze, die ich liebe,
angezogen wie von einem Magneten,
sich gehorsam abwenden
und ich in mich hinein schaue,

sehe ich mit Verwunderung
das Feuer ihrer blassen Augensterne,
Leuchtzeichen, lebende Opale,
die mich unverwandt anschauen.



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"Autor"  
Nutzer: weißekatze
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Registriert seit: 11.05.2001
Anzahl Nachrichten: 237

geschrieben am: 03.09.2001    um 09:52 Uhr   
Schwarze Katze

Ein Gespenst ist noch wie eine Stelle,
dran dein Blick mit einem Klange stößt;
aber da, an diesem schwarzen Felle
wird dein stärkstes Schauen aufgelöst:


wie ein Tobender, wenn er in vollster
Raserei ins Schwarze stampft,
jählings am benehmenden Gepolster
einer Zelle aufhört und verdampft.


Alle Blicke, die sie jemals trafen,
scheint sie also an sich zu verhehlen,
um darüber drohend und verdrossen
zuzuschauern und damit zu schlafen.
Doch auf einmal kehrt sie, wie geweckt,
ihr Gesicht und mitten in das deine:
und da triffst du deinen Blick im geelen
Amber ihrer runden Augensteine
unerwartet wieder: eingeschlossen
wie ein ausgestorbenes Insekt.

Rainer Maria Rilke


schnurrt leise

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