| "Autor" |
Die Brücke..... |
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geschrieben am: 03.09.2001 um 18:31 Uhr
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Die Brücke
Ich liege wach, kann nicht schlafen.
Schaue aus dem Fenster: der Himmel leuchtet schwarz.
Ich greife nach meinem Mantel und schließe leise die Tür.
Eine scheinbar endlose Straße liegt vor mir,
der nasse Asphalt glitzert im Mondenschein.
Ich laufe los, ohne Orientierung, blind.
Verschmelze mit der kalten Dunkelheit.
Als ich meine Augen öffne,
finde ich mich auf einer Brücke wieder.
Nur ein Zufall?
Einsam, ohne jeden Schutz, stehe ich dort oben.
Eisiger Wind zerfurcht mein Gesicht.
Ich klettere über das Geländer,
dessen Kälte ich selbst durch dicken Stoff fühle.
Der Vorsprung ist schmal, sehr schmal.
Ich traue mich kaum zu atmen, umklammere den harten Stahl.
Tief unter mir schimmert das schwarze Gewässer.
Es steht niemals still, ist so lebendig.
Ich frage mich, wann ich das letzte Mal richtig lebte.
Mich überkommt diese Sinnlosigkeit, diese Leere.
Lebe oder existiere ich?
Ist dieses Leben wirklich lebenswert?
Warum tue ich mir das eigentlich alles an?
Ich spüre diesen Selbsthass,
meine Feigheit, gegen die ich bisher in jedem Gefecht verlor.
Ich weiß, irgendetwas hatte mich heute Nacht hierher geführt.
Mein Schicksal will mir den richtigen Weg weisen.
Und ich werde mich diesmal nicht wehren.
Ich habe oft genug gekämpft und immer wieder verloren.
Nein. Ich werde mich nicht mehr wehren.
Ich musste lange genug leiden...
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