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Stimmen

Nutzer: Engelsfall
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geschrieben am: 04.09.2001    um 07:21 Uhr   


Ich hör die Stimmen schreien,
hab mich lange schon gewehrt.
Ich seh die kalten Hände
von außen an den Scheiben kratzen
und nachts,
wie Schemen an den Spiegel klopfen.
"Herein", sage ich,
und schlafe ein.

Ich hör draußen das Kreischen
von Metall auf Metall und
seh zu wie die Menschen
wie Mastvieh verbracht werden
und nachts,
wie die Erde noch blutet davon.
Ich schweige diesmal
und gehe nach Haus.

Dann hör ich das Summen,
das Nerven lange zerfetzt.
Hab den Fernseher an.
Und im Gekreische der Börsennews
des nachts
übersetz ich alles Elend der Welt
und höre zu
dann geh ich ins Bett.

Ich hör wie die Sonne aufgeht.
Wenn man will kann man es hören,
weil die Erde den Atem anhält.
Es ist als würde ich nie wirklich schlafen.
Auch in Ruhe
hab ich aufgehört mich zu fragen,
warum die Welt
zu laut für mich ist.


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