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Regen über den Wäldern

Nutzer: Engelsfall
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geschrieben am: 17.09.2001    um 00:35 Uhr   

Regen über den schweigenden Wäldern,
von wallenden Nebeln und Dünsten bedeckt,
haben sich Hirsch und Häher im Dickicht versteckt,
und mit den Wassern fließt Stille über den Feldern.

Ehern wölben sich der Blätter Dächer
mit kirchlicher Weih über dem Pfadesgrund,
und unten beten der Farn und Pilze Fächer
in der Heiligkeit der zeitenlosen Morgenstund.

Wie grün eingefärbtes Glas der Weiher,
von Licht und Schauertropfen kaum nur berührt,
schlafend treiben da Enten; dort steht ein Reiher
auf dem Kiesband, das sich jäh um den Tümpel schnürt.

Ein einsamer Wanderer bin ich hier,
fernab vom begehrlichem Rufen der Stadt
und Sehnsucht nach der Erfüllung menschlicher Gier,
welche so viele Herzen schon taub gemacht hat.

Regen über den schweigenden Wäldern,
umarmt sind die Stämme von schlummerndem Moos
und mit den Wassern treibt Stummheit zu den Feldern.
Oh, laßt mich geborgen ruhen im Waldesschoß.



Geändert am 17.09.2001 um 09:30 Uhr von Engelsfall
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