| "Autor" |
Walsang |
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geschrieben am: 24.09.2001 um 14:22 Uhr
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Ein Rufen von weiter Ferne klingt in mir,
dann, wenn ich abends allein und stille bin,
ein Locken und Sehnen in all meinem Sinn,
so daß ich mir wünschte ich wäre nicht hier.
Ein endloses Träumen, das mich berührt,
das Flüstern so ferner Winde mich sucht,
hab die Erde unter den Stiefeln verflucht,
ewig zum Meer, zum Meer es mich führt.
Wenn ich dann die kalten Augen schließ
vor dem Drängen und Nagen der Welt,
weiß ich nicht, was mich am Ufer noch hält,
wo fort mein Weg mich von dort nur wies.
Forsche und fahnde nach alten Schätzen,
welche so gründlich die See einst verschlang,
such nach dem Liede, das einstmals erklang,
da Wölfe landwärts die Krallen wetzen.
Setz ich dann jemals den Fuß an ein Boot,
fällt dann das Eisen von meinem Leibe ab,
meine Seele gefunden das allselige Grab,
besser, viel besser als das köstlichste Brot
singen die Klänge in mir mit den Walen,
in Blauschwärze tauchend wie in das All,
am Abend ein letzter, ein endlicher Fall,
küssen und umfangen mich Sonnenstrahlen,
weit sinkend hinab in den Abgrund der See,
ihre Lieder jenseits sterblicher Schranken
gravier ich leise in meine letzten Gedanken;
und dann verwischen alle Spuren im Schnee.
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