| "Autor" |
Pendragon |
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geschrieben am: 25.09.2001 um 11:03 Uhr
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Zersprungen ist der Fels, die Risse wie Adern
und Nebel atmen, Spinnweb und Moos umfangen
schlafenden Stein, sie kichern, flüstern und wabern,
wo früher vor Unzeit nächtlich Feen noch sangen.
Stumpf ist der Glanz, kein Schimmer läuft mehr
und die Schneide ist schartig von diesem Schwert
verborgen, verloren, bewacht durch das Geisterheer
soll sonach es ruhen bis Pendragons Wiederkehr.
Lange verfallen die einmal so prächtige Feste,
es bleiben nur greise, verwitternde Fährten zurück,
vom lachenden Leben nurmehr zerbröckelte Reste,
von Herz und Gerechtigkeit ein winziges Stück.
Und immer noch träumt Ihr auf der Insel dahin,
mein König, man hat wie tot Euch darniedergelegt
und Nebel wispern um Euch und um Euren Sinn,
bis Ihr wieder im Atem erwachend die Lider regt.
Mein König, oh König, seid gerufen im Liede,
denn die Zeiten sind schlimm und die Stunden reif,
nach Hause, nach heimwärts sehnt unsere Liebe
Euch wie an gewitternder Wolke den Silberstreif.
Mein König, wann wollt Ihr endlich erwachen
wann bringt ihr den Menschen verkündeten Lohn
mein König, oh König, wie lang noch bewachen
wir nur das Erinnern an Artus Pendragon.
Lauschet dem Märchen, ihr Kinder, ihr Leute,
einst im Stein eine Klinge verheißungsvoll lag
ein Junge von England, man nennt ihn noch heute,
ihm nur gebührt sie zum heutigen Tag...
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