|
|
|
geschrieben am: 28.09.2001 um 01:47 Uhr
|
|
Sprüche
Müde ging ich auf rauhem Steg,
da kroch ein Käfer mir grad in den Weg;
zertretend wollt` ich den Tod ihm geben:
da dacht` ich an dich und trat daneben.
Behüt dich Gott: Es wär so schön gewesen.
Behüt dich Gott: Es hat nicht sollen sein!
Wenn du dereinst eine eigene Familie
begründest,
sei dir bewußt, daß wahres Glück
in der Verantwortung beruht.
Der eine wartet, daß die Zeit sich wandelt –
der andere packt sie kräftig an und handelt.
Sprich nie ein hartes Wort,
womit du jemand kränkst,
du triffst vielleicht sein Herz
viel tiefer, als du denkst.
Mit der Laterne nicht,
mit dem Herzen suche die Menschen;
denn der Liebe allein
öffnen die Menschen ihre Herzen.
Es ist nicht genug zu wissen,
man muß es auch anwenden.
Es ist nicht genug zu wollen,
man muß es auch tun.
Quält dich in tiefster Brust
das harte Wort „du mußt“,
so macht nur eins dich still,
das stolze Wort „ich will“.
Es gibt dreierlei Wege,
klug zu handeln:
Erstens, durch Nachahmung,
das ist der leichteste;
zweitens, durch Erfahrung,
das ist der bitterste;
drittens, durch Denken,
das ist der klügste!
Willst bei den Menschen du was gelten,
gib dich nicht um kleinen Preis,
denn die Welt läßt den nur gelten,
der sich selbst zu schätzen weiß.
Das sind die Starken im Lande,
die unter Tränen lachen,
eigene Sorgen verbergen
und andere glücklich machen.
Es war nur ein sonniges Lächeln,
es war nur ein freundliches Wort,
doch scheuchte es lastende Wolken
und schwere Gedanken fort.
Es war nur ein warmes Grüßen,
der tröstende Druck einer Hand,
doch schien`s wie die leuchtende Brücke,
die Himmel und Erde verband.
Ein Lächeln kann Schmerzen lindern,
ein Wort kann von Sorgen befrei`n,
ein Händedruck Sünde verhindern
und Liebe und Glaube erneuŽn.
Es kostet dich wenig, zu geben
Wort, Lächeln und helfende Hand,
doch arm und kalt ist dein Leben,
wenn keiner solch` Trösten empfand.
Zwei Dinge sind schädlich für jeden,
der die Stufen des Glücks will ersteigen:
Schweigen, wenn Zeit ist zu reden
und reden, wenn Zeit ist zu schweigen.
Die Wahrheit zu nennen
ist ein Spiel,
die Wahrheit zu erkennen,
ist viel;
die Wahrheit zu sagen,
ist schwer,
die Wahrheit zu ertragen,
ist mehr.
Sich mit äußeren Dingen schmücken,
das ist wahrlich keine Kunst.
Auf dein Inneres sollst du blicken,
diese Werte stehn in Gunst.
Äußerer Tand mag Glanz dir geben;
es zählen die inneren Werte im Leben.
Im Alter werden Freunde selten.
Drum, die du hast, die lasse gelten!
Recht kannst du manchmal leicht behalten,
doch schwer den Freund, den guten, alten!
Schlägt eine Hoffnung fehl, nie fehle uns das Hoffen.
Ein Tor ist zugetan, doch tausend sind noch offen.
Wer offen dir die Fehler sagt,
ob es dich auch verletzt,
nicht schmeichelt oder wieŽs behagt,
die Worte sorgsam setzt,
der ist fürwahr weit mehr dein Freund,
als der, der schmeichelnd stets erscheint.
Was der Welt am meisten fehlt,
sind Menschen,
die sich mit den Nöten anderer beschäftigen.
Freunde, die zählst du in Mengen,
solange dir das Glück noch hold ist,
doch sind die Zeiten umwölkt,
bist du verlassen – allein.
Du sollst das Schiff nicht
an einen einzigen Anker
und das Leben
nicht an eine einzige Hoffnung binden.
|
|
|
|
|